Versuchter Mord? Mann soll Auto in Gegenverkehr gefahren haben
Nach der Kollision von drei Autos mit mehreren Schwerverletzten auf der B464 bei Reutlingen-Altenburg (Kreis Reutlingen) am Montag ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Reutlingen nun gegen einen 42-Jährigen wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Der Mann befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Der Mann soll sein Fahrzeug bewusst in den Gegenverkehr gelenkt und dabei den Tod anderer Menschen zumindest billigend in Kauf genommen haben. Nach bisherigen Ermittlungen kollidierte sein Auto zunächst seitlich mit dem entgegenkommenden Wagen eines 60-Jährigen und anschließend frontal mit dem Auto eines 38-Jährigen.
Auto bewusst in Gegenverkehr gesteuert? Drei Menschen schwer verletzt
Alle drei Fahrer erlitten bei dem Unfall schwere Verletzungen. Laut den Ermittlungsbehörden sprechen unter anderem Aufnahmen der Dashcam eines Zeugen für die Annahme, dass der 42-Jährige den Wagen auf der geraden und übersichtlichen Strecke absichtlich in den Gegenverkehr lenkte.
Die Staatsanwaltschaft Tübingen erwirkte daraufhin einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die Haftrichterin am Amtsgericht Tübingen setzte diesen in Vollzug. Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Reutlingen gemeinsam mit der Verkehrspolizei-Inspektion Tübingen dauern an.