DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +3,72 % 4.399,70 USD 22:59:55 Silber +3,35 % 63,50 USD 22:59:56 Brent +1,29 % 83,55 USD 22:59:58 WTI +1,15 % 78,18 USD 22:59:59 Bitcoin -0,16 % 64.804,27 USD 04:06:18 EUR/USD +0,04 % 1,15620 USD 23:29:57 EUR/GBP -0,15 % 0,85670 GBP 23:29:57 EUR/CHF +0,13 % 0,93350 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,13 % 182,378 JPY 23:29:57

Verteidigungsabkommen: Verteidigungspakt gleicht Türkei zufolge Nato-Beistandsverpflichtung

Welt

Das Verteidigungsabkommen zwischen der Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien entspricht türkischen Angaben zufolge technisch dem Beistandsartikel 5 der Nato. Das sagte der türkische ​Außenminister Hakan Fidan der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Auch er wiederholte – wie zuvor schon andere Regierungsstellen –, dass sich das Bündnis nicht gegen den Iran oder ein ​anderes Land richte, sondern der allgemeinen ⁠Sicherheit der Verbündeten diene. Minister Fidan ‌zufolge strebt ⁠der türkische Präsident ​Recep Tayyip Erdoğan bereits eine Erweiterung der Allianz an. Ägypten sei ein möglicher Kandidat für einen Beitritt, ​sobald bestimmte technische Fragen geklärt seien. Die drei Länder hatten das sogenannte Mekka-Verteidigungsabkommen am Freitag nach mehr als zweieinhalbjährigen Verhandlungen unterzeichnet. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es dazu, ein bewaffneter Angriff auf eines der drei Länder werde als Angriff auf alle gewertet. ⁠Im Falle eines ​Angriffs wollen die Verbündeten Fidan zufolge in Konsultationen entscheiden, ‌in welcher Form sie Unterstützung ‌anfordern. Die Gründerstaaten planen zudem den Aufbau ​eines Ministerausschusses nach Nato-Vorbild sowie eines Generalsekretariats mit Sitz in Saudi-Arabien. Türkei verteidigt Abkommen vor Kritik Die Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten hatten ​in den vergangenen Monaten bereits die sogenannte R4-Gruppe gebildet. Damit wollen sich die vier Staaten angesichts regionaler Konflikte wie des von ‌den USA und Israel geführten Krieges gegen den ​Iran enger abstimmen. Fidan betonte, dass ⁠sich ​die Türkei an einer internationalen Koalition zum ‌Schutz der Schifffahrt im Roten Meer vor Angriffen der Huthi-Miliz beteiligen sollte. ‌Die Sicherheit der Seewege liege im Interesse der Regierung in Ankara. Zuvor hatte die türkische Regierung das Abkommen vor Kritik verteidigt in Bezug auf Verantwortungen innerhalb der Nato. Es stehe »nicht im Widerspruch zu den Verpflichtungen der bestehenden internationalen Bündnisse der Türkei, einschließlich jener im Rahmen der Nato«, teilte die für die Bekämpfung von Desinformation zuständige Stelle der türkischen Regierung mit. Der Pakt sei vielmehr ein »ergänzender Kooperationsmechanismus«, der die regionale Sicherheit unterstütze. »Die Entwicklung regionaler Partnerschaften durch die Türkei ist keine Alternative zu ihrer Nato-Mitgliedschaft«, teilte die Regierungsstelle mit. Kritik an dem neuen Abkommen bezeichnete sie als »haltlose Behauptungen und manipulative Beiträge«.

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