DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,68 % 69.180,05 Pkt 07:56:20 Gold +0,37 % 4.453,50 USD 08:01:21 Silber +1,45 % 66,05 USD 08:01:22 Brent -0,28 % 88,27 USD 08:01:20 WTI -0,81 % 81,73 USD 08:01:20 Bitcoin +1,13 % 63.540,17 USD 08:11:16 EUR/USD +0,47 % 1,15890 USD 08:10:54 EUR/GBP -0,01 % 0,85480 GBP 08:11:23 EUR/CHF +0,12 % 0,94010 CHF 08:11:22 EUR/JPY +0,22 % 184,291 JPY 08:11:23

Video mit Wetterkarten-Vergleich ist nicht echt

Technologie

Ein KI-generiertes Video soll den Eindruck erwecken, Temperaturen seien im Fernsehen früher weniger dramatisch dargestellt worden. Dahinter steckt ein Narrativ, das seit Jahren umgeht. Behauptung: Ein Video zeige Wetterberichte im Fernsehen "früher" und "heute". Bewertung: Manipuliert. Die gezeigten Wetterberichte sind nicht echt, das Video wurde mit Künstlicher Intelligenz generiert. Das bestätigt auch der mutmaßliche Ersteller des Videos. Deutschland erlebt Ende Juni eine Hitzewelle mit Rekordtemperaturen über 40 Grad. In den Tagen davor verbreitete sich ein Video auf Instagram, TikTok und YouTube, das zeigen soll, dass Medien die Temperaturen dramatisieren. Belegen soll das ein Wetterbericht, der "früher" im Fernsehen gezeigt worden sein soll. Darin spricht eine Moderatorin über die Vorhersage für den nächsten Tag, auf einer Deutschlandkarte im Hintergrund sind Temperaturen von 32 Grad vor einem blass gelben Hintergrund zu lesen. Ein vermeintlich aktueller Bericht mit einem Moderator illustriert ähnliche Temperaturen hingegen mit einer tiefroten Karte. Doch an dem Video ist etwas faul, wie auch einige in den Kommentaren bemerken: Es ist offensichtlich mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt. Die Wetterberichte gab es nie. Im Faktencheck erklären wir, woran sich das erkennen lässt. Fake-Video zu Wetterkarten: So lässt sich die KI erkennen Neben vielen Kommentaren, die auf die Nutzung von KI hinweisen, finden sich bei einigen Beiträgen etwa auf TikTok und YouTube Hinweise der Plattformen, dass hier KI genutzt wurde: "Mit KI erstellt" und "Audioinhalte oder visuelle Inhalte wurden verändert oder vollständig mithilfe von Kl generiert" heißt es etwa bei YouTube, "Enthält KI-generierte Medien" bei TikTok. Nicht alle Beiträge mit dem Video enthalten jedoch so einen Hinweis. Der früheste Beitrag, den CORRECTIV.Faktencheck finden konnte, wurde am 18. Juni veröffentlicht und stammt von einem Profil, das sich als "Hobby KI Creator" bezeichnet und offenbar ausschließlich KI-Videos veröffentlicht. Teils sind einzelne Beiträge des Profils auch entsprechend gekennzeichnet. Auf Anfrage schreibt uns der Account, dass sein Video geklaut worden und dann ohne KI-Kennzeichnung weiterverbreitet worden sei. Gleichzeitig schreibt er, dass die Behauptung, dass Wetterberichte früher weniger dramatisch waren, "Fakt" sei. Wieso diese Behauptung in die Irre führt, steht weiter unten im Text. Laut Googles KI Gemini enthält das Video zudem ein digitales Wasserzeichen, die "SynthID". Damit werden Bilder gekennzeichnet, die von Googles KI oder mit ChatGPT erstellt oder bearbeitet wurden. Sowohl die Tonspur als auch das Bildmaterial enthält demnach diese Kenntlichmachung. Auch unabhängig davon lassen sich in dem Video Hinweise auf die Nutzung von KI erkennen: Text, etwa bei "Dresden" oder "Stuttgart", ist merkwürdig verschwommen, Bildelemente, beispielsweise die Zähne und die Lippen der Moderierenden, verschmelzen miteinander, die Hand des Moderators wird kurz durchsichtig. Und: Es finden sich keine Hinweise, dass es die gezeigten Moderatoren im deutschen Fernsehen überhaupt gab. Falsche und irreführende Behauptungen zu Wetterkarten verbreiten sich seit Jahren Behauptungen zu Wetterkarten und angeblich manipulativer Berichterstattung durch "die Medien" verbreiten sich seit Jahren. CORRECTIV.Faktenchecks hat dazu immer wieder Faktenchecks veröffentlicht. Oft werden Karten miteinander verglichen, die unterschiedliche Dinge zeigen und daher gar nicht vergleichbar sind. Oder es wird der Kontext ausgelassen, dass die Wetterkarten der Tagesschau im Laufe des Jahres immer wieder angepasst wurden, um Temperaturunterschiede besser abzubilden. Empfehlungen der Redaktion Studie: Die erste Hitzewelle des Jahres ist besonders gefährlich Tornado bildet sich auf dem Bodensee Bilder, die den Atem stocken lassen Neu ist, dass nun KI eingesetzt wird, um die Behauptungen zu füttern.

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