Viele Tote nach massiver Raketen-Nacht
Startseite Politik Ukraine-Krieg: Mehrere Tote nach massivem Russland-Angriff – Kiew kontert mit Raffinerie-Attacke Von: Franziska Schwarz, Nail Akkoyun Uns auf Google folgen Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Moskau übt Rache für Treffer auf Infrastruktur. Die Opferzahlen in Kiew steigen. Kiew attackiert eine Raffinerie. Update, 11:18 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat nach dem schweren russischen Angriff auf Kiew mehr Unterstützung der Verbündeten bei der Luftverteidigung gefordert. Die Ukraine setze dabei auch auf eine Entscheidung der USA zu Lizenzen für die Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen, schrieb der ukrainische Präsident auf Facebook. „Lieferungen zur Luftverteidigung für die Ukraine haben absolute und entscheidende Priorität“, erklärte Selenskyj. Die Ukraine zähle „sehr stark“ auf eine Entscheidung der USA zu Patriot-Lizenzen und anderen Formen der Zusammenarbeit. „Das sind die Schritte, die diesen Krieg stoppen und Angriffe wie diesen verhindern können“, schrieb er. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Ukraine-Krieg: EU-Außenbeauftragte will neue Sanktionen gegen Russland Update, 10:12 Uhr: Angesichts der jüngsten russischen Angriffe auf Kiew hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. „Je mehr Moskau Zivilisten angreift, desto mehr Sanktionen müssen verhängt werden“, erklärte Kallas am Donnerstag in Onlinediensten. Sie werde vorschlagen, „weitere Einrichtungen zu sanktionieren, die Russlands militärisch-industriellen Komplex unterstützen“. „Worte der Verurteilung allein werden die Angriffe auf Kiew nicht stoppen“, argumentierte die Außenbeauftragte. Dies könnten „nur anhaltende militärische Unterstützung für die Ukraine und wachsender Druck auf Moskau“ erreichen. Ukraine attackiert russische Raffinerie Update vom 2. Juli, 8:52 Uhr: Die Ukraine hat eine Raffinerie in der Wolgaregion Nischni Nowgorod angegriffen. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets, Gleb Nikitin, indirekt, als er bei Telegram von „unbedeutenden Schäden an einem Industrieobjekt und an mehreren Wohnhäusern“ durch herabfallende Drohnentrümmer schrieb. Seinen Angaben nach ist durch den Angriff ein Mensch ums Leben gekommen und vier weitere wurden verletzt. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen einen Brand, der von der Ölraffinerie in Kstowo, einer Stadt etwa 30 Kilometer südöstlich von Nischni Nowgorod, stammen soll. Die zum Ölkonzern Lukoil gehörende Verarbeitungsanlage ist eine der größten in Russland. Ukraine-Krieg: Zahlreiche Tote und Verletzte nach schwerem Angriff auf Kiew Erstmeldung vom 2. Juli: Kiew – Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit einer schweren Welle von Drohnen und Raketen angegriffen. Es handelt sich um den schwersten russischen Schlag gegen das Land seit Mitte Juni, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Am Morgen nach der verheerenden Nacht wurden das ganze Ausmaß und die steigenden Opferzahlen deutlich. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) stieg die Zahl der Todesopfer in Kiew zunächst auf mindestens zehn an, nachdem weitere Leichen aus den Trümmern geborgen wurden. Nach jüngsten Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko sind jedoch mindestens 13 Menschen getötet worden. Zudem sind laut dpa mindestens 56 Menschen verletzt worden, unter ihnen auch zwei Kinder. Russland trifft Kiew mit Drohnen und Raketen Hauptziel der Angriffe, bei denen auch Marschflugkörper eingesetzt wurden, war Kiew; Rettungshelfer suchten am Morgen weiter nach Opfern unter den zerstörten Wohnhäusern. Ein Angriff brachte laut Reuters die ersten sechs Stockwerke eines großen Wohnhauses zum Einsturz; unter den Verletzten befänden sich auch Rettungskräfte. Ukraine-Krieg aktuell: Schwere Explosionen in Kiew Nach Angaben der Kiewer Militärverwaltung, auf die sich Reuters bezieht, wurden im gesamten Stadtgebiet rund drei Dutzend Orte beschädigt, darunter ein Hotel im Stadtzentrum, in dem ein Brand ausbrach. Ein Augenzeuge von Reuters berichtete zudem von mehreren schweren Explosionen. Moskau über Vergeltung für Treffer in Russland Das russische Verteidigungsministerium begründete den massiven Angriff auf Telegram als Vergeltungsmaßnahme. Laut Reuters erklärte Moskau, die Ukraine habe zuvor ihre Angriffe auf Ziele tief in Russland verstärkt und vor allem die Energie-Infrastruktur ins Visier genommen. Dies habe zu Treibstoffengpässen beim drittgrößten Ölproduzenten der Welt geführt und Moskau zu Benzinimporten aus Indien gezwungen. Bei dem aktuellen Schlag seien laut dem von Reuters zitierten russischen Ministerium Militär- und Energieanlagen im Raum Kiew sowie Militärflughäfen in den Regionen Poltawa und Dnipropetrowsk mit Präzisionswaffen getroffen worden. Massive Kiew-Attacke: Polen schickt Kampfjets hoch Der Angriff hatte auch internationale Auswirkungen. Wie Reuters meldet, ließ das benachbarte NATO-Mitglied Polen vorsorglich eigene Kampfjets aufsteigen, um den polnischen Luftraum zu schützen. Zudem verhängte das Nachbarland Finnland vorübergehend Flugbeschränkungen in der östlichen Ostsee. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte wegen der Angriffe an, seinen Besuch in Dublin zum Auftakt der irischen EU-Ratspräsidentschaft vorzeitig abzubrechen, so Reuters. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)