DAX +0,03 % 26.331,07 Pkt 18:00:00 MDAX +0,26 % 32.335,17 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,26 % 6.533,99 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,38 % 53.770,27 Pkt 22:43:59 S&P 500 -0,06 % 7.748,50 Pkt 22:36:53 Nasdaq -0,06 % 26.588,49 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,26 % 68.375,07 Pkt 03:47:35 Gold +1,97 % 4.469,30 USD 03:52:35 Silber +1,14 % 65,51 USD 03:52:33 Brent -0,98 % 88,04 USD 03:52:21 WTI -1,06 % 82,32 USD 03:52:33 Bitcoin -0,03 % 63.388,81 USD 04:02:33 EUR/USD -0,13 % 1,15290 USD 04:02:21 EUR/GBP -0,02 % 0,85420 GBP 04:02:39 EUR/CHF +0,15 % 0,93760 CHF 04:02:38 EUR/JPY -0,10 % 183,658 JPY 04:02:38

„Vieles scheint planlos“: Chef von Tui rechnet mit der Regierung von Merz ab

Nation

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Berlin – Tui-Chef Sebastian Ebel (63) platzt der Kragen: Der Vorstandsvorsitzende des weltweit größten Reisekonzerns geht mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung hart ins Gericht – und nimmt dabei auch Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (53, CDU) ins Visier. In der aufgezeichneten ARD-Talksendung „Maischberger“, die am Mittwochabend ab 23.20 Uhr läuft, findet Ebel deutliche Worte: „Vieles ist für mich und für viele Kollegen absolut unverständlich. Vieles, was angekündigt wurde, ist nicht umgesetzt worden. Vieles scheint planlos.“ Besonders enttäuscht zeigt sich der Tui-Chef von Merz . „Ich bin schon überrascht. Das Ergebnis ist besorgniserregend“, sagt Ebel. Er vermisst ein klares Konzept: „Ich sehe kein stringentes Konzept. Die wirtschaftspolitische Deindustrialisierung hat noch mal stärker an Fahrt genommen.“ Mit Blick auf die Entwicklung in Deutschland fällt sein Urteil ernüchternd aus. Nur im öffentlichen Sektor sehe er Fortschritte – ansonsten habe „sich nichts zum Guten gewendet“, so Ebel. Kein Plan bei Ministerin Reiche Auch Reiche bekommt ihr Fett weg. Von ihr habe er mehr erwartet: „Ich habe bislang nicht den großen Plan gesehen. Wohin wollen wir wirtschaftspolitisch? Entweder gibt es ihn nicht oder er ist nicht gut kommuniziert. Er ist jedenfalls so nicht merkbar für die Menschen, dass sie sagen, ich folge dem.“ Überraschend versöhnlich äußert sich Ebel dagegen rückblickend über die Wirtschaftspolitik der Ampel und des früheren Wirtschaftsministers Robert Habeck (56, Grüne). „Wir sehen heute, dass sie in weiten Teilen den absolut richtigen Weg gegangen sind. Die Energiewende war absolut richtig. Sie war schlecht kommuniziert“, sagt der Tui-Chef. Ebel sieht inzwischen auch keinen grundsätzlichen Gegensatz mehr zwischen Klimaschutz und wirtschaftlichen Interessen: Aus seiner Sicht gebe es „heute keinen Widerspruch mehr zwischen kommerzieller Sinnhaftigkeit und Umweltschutz.“

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