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Vier Banken bieten 4 Prozent Tagesgeld-Zinsen - überraschender Sieger

Wirtschaft

KI-Stimme. Info

Trotz einer Inflationsrate von 2,8 Prozent im Juli kann sich das Sparen derzeit lohnen. Einige Tagesgeldkonten verzinsen Guthaben aktuell mit rund 4,0 Prozent oder mehr und liegen damit klar über der Teuerungsrate. Vier Institute aus unserem Tagesgeld-Vergleich erreichen dieses Niveau. Mit einer passenden Auswahl kann das Ersparte daher nicht nur seinen realen Wert behalten, sondern sogar an Kaufkraft gewinnen.

Entscheidend ist jedoch der Blick ins Kleingedruckte. Der beworbene Höchstzins wird oft nur für einen begrenzten Zeitraum gewährt, richtet sich ausschließlich an neue Kundinnen und Kunden oder ist an weitere Produkte wie ein Girokonto gekoppelt. Zusätzlich spielen die steuerliche Behandlung der Erträge sowie die jeweilige Einlagensicherung eine wichtige Rolle. Der genaue Vergleich der vier besten Angebote zeigt deshalb ein überraschendes Ergebnis.

Tagesgeld-Zinsen: Aktuell rund 4 Prozent bei vier Banken

Bei den Tagesgeld-Angeboten liegt aktuell Revolut mit 4,25 Prozent vorn. Mit etwas Abstand folgen Chase* und die Sparda-Bank Nürnberg, die jeweils 4,0 Prozent p. a. bieten. In Reichweite ist mit 3,91 Prozent p. a. die Ikano Bank*, die Hausbank von Ikea. Die Konditionen aller vier Anbieter in einem kurzen Überblick:

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Weitere Informationen zu den Tagesgeldkonten der Ikano Bank und von Chase bietet der direkte Vergleich beider Angebote. Auch die Konditionen von Revolut und Chase hat die Redaktion im Detail verglichen. Aber wie schneiden die drei Banken gegen die Sparda-Bank Nürnberg ab? Alles dazu im Folgenden.

Tagesgeld-Vergleich: 4,25 Prozent Zinsen sind die Spitze

Die vier Tagesgeld-Angebote haben hohe Zinssätze, wie ein Blick auf die Konkurrenz zeigt: Im Tagesgeld-Vergleich und im Tagesgeld-Rechner unter diesem Absatz folgen andere Banken erst mit etwas Abstand. Am nächsten dran am Spitzenquartett sind die ING* mit bis zu 3,75 Prozent Zinsen p. a. für vier Monate und die Advanzia Bank mit 3,76 Prozent p. a. für drei Monate.

Wichtig zu beachten: Kein Vergleichsrechner bietet eine vollständige Markttransparenz. Deshalb können einzelne Angebote in der Übersicht fehlen.

Zinssätze können sich schnell ändern. Über aktuelle Zinsanpassungen wichtiger Banken bei Tagesgeld und Festgeld informiert unser Spar-Ticker.

Beste Tagesgeld-Zinsen nur mit Girokonto

Einige Banken gewähren ihre Aktionszinsen nur unter mehr oder weniger strengen Nebenbedingungen. Das ist auch bei zwei der Angebote der Fall. Bei der Sparda-Bank Nürnberg gilt die Verzinsung für das Girokontomodell „SpardaGiroWertvoll“, das 9,90 Euro monatlich kostet.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten bei Angeboten mit Girokonto-Pflicht aber nicht nur mögliche Kosten beachten. Zu viele Girokonten können sich negativ auf den Schufa-Score auswirken. Sie werden der Auskunftei gemeldet, falls ein Überziehungsrahmen besteht. Reine Guthabenkonten wie fürs Tagesgeld sind hingegen unbedenklich. Der eigene Schufa-Score mit allen Einträgen lässt sich kostenlos über Bonify* prüfen und optimieren.

Auch bei Revolut ist die Eröffnung eines Girokontos erforderlich. Dabei stehen mehrere Tarifvarianten zur Wahl, darunter auch eine kostenfreie Basisversion. Um anschließend ein Tagesgeldkonto einzurichten, haben neue Kundinnen und Kunden nach der Kontoeröffnung 30 Tage Zeit. Während dieses ersten Monats wird der beworbene Sonderzins ohne zusätzliche Bedingungen gewährt.

Danach muss innerhalb jedes weiteren 30-Tage-Zeitraums mindestens dreimal mit der Karte bezahlt werden, wobei jede Transaktion einen Wert von wenigstens 5 Euro haben muss. Wird diese Vorgabe nicht erfüllt, gilt ab dem darauffolgenden Monat der reguläre Zinssatz des jeweils ausgewählten Girokontomodells. Die Schufa spielt bei Revolut immerhin keine Rolle.

Einfach halten es Chase und die Ikano Bank. Bei Chase gilt der Aktionszinssatz für alle neuen Kundinnen und Kunden, die ein Tagesgeldkonto eröffnen. Bei der Ikea-Hausbank gibt es die Sonderkonditionen auch für Bestandskunden, die bei der Bank bisher noch kein „Fleks Horten“-Tagesgeldkonto geführt haben.

Ein Tagesgeld-Angebot mit langer Zinsbindung

Neben dem Zinssatz ist auch wichtig, wie lange die Konditionen garantiert sind. Hier liegt unter den drei Top-Angeboten die Sparda-Bank mit einer Zinsbindung von sechs Monaten vorn. Häufig gewähren Banken ihre Aktionszinsen deutlich kürzer, wie es bei der Ikano Bank (3 Monate), Chase (4 Monate) und Revolut (bis zu 4 Monate) der Fall ist.

Eine lange Zinsgarantie sorgt für Planbarkeit und erspart häufige Wechsel des Tagesgeldkontos. Neben dem Tagesgeldkonto der Sparda-Bank gibt es weitere weitere Angebote mit langer Zinsbindung. Entsprechende Aktionen zeigt der Ratgeber „Tagesgeldkonten mit langer Zinsgarantie“ im Detail.

Tagesgeld-Zinsen für Bestandskunden: Klarer Sieger

Beim Aktionszinssatz liegt Revolut ein ganzes Stück vor der Konkurrenz. Aber was passiert bei den vier Angeboten, wenn die Zinsbindung ausläuft?

Dann greift bei allen Tagesgeldkonten ein Anschlusszins für Bestandskunden, der bei Revolut je nach gewähltem Kontomodell bis zu 2,5 Prozent beträgt. Vergleichsweise hoch ist der Zinssatz mit 2,0 Prozent auch bei Chase. Dahinter platziert sich die Ikano mit 1,51 Prozent. Bei der Sparda-Bank gilt ein Zinssatz von 1,0 Prozent – aber erst ab einem Guthaben von 10.000 Euro. Die Konditionen können sich allerdings noch ändern, da es sich um variable Zinssätze handelt.

Tagesgeld-Zinsen täglich, monatlich, vierteljährlich oder?

Besonderheiten gibt es bei den vier Angeboten auch beim Intervall der Zinszahlungen. Ungewöhnlich ist die tägliche Gutschrift bei Revolut. Chase schüttet die Erträge monatlich aus. Bei der Sparda-Bank erfolgt die Zinsbuchung vierteljährlich, bei der Ikano Bank in einem jährlichen Rhythmus.

Dieses Kriterium sollten Sparerinnen und Sparer allerdings nicht überbewerten. Denn auch bei einer möglichen Wiederanlage der Zinsen sind die Auswirkungen auf die Rendite bei kurzen Anlagezeiträumen eher gering. Eine Beispielrechnung finden Sie im Ratgeber „Tagesgeld-Zinsen pro Jahr oder Monat?“. Anders sieht es aus, wenn die Zinsen zur Deckung des Lebensunterhalts dienen sollen. Dann kann eine häufigere Ausschüttung von Vorteil sein.

Drei Tagesgeld-Angebote mit deutscher Einlagensicherung

Alle vier Angebote bieten eine gesetzliche Einlagensicherung gemäß EU-Standards. Diese deckt im Insolvenzfall einer Bank Beträge bis 100.000 Euro je Kunde ab. Allerdings gibt es Unterschiede beim Sicherungssystem. Die Sparda-Bank Nürnberg, Revolut und Chase stehen unter dem deutschen Schutzschirm. Die Ikano Bank gehört dem schwedischen Fonds an.

Angebote mit deutscher Einlagensicherung gelten als besonders sicher, weil dahinter der deutsche Staat mit seiner hohen Finanzkraft steht. Dieser könnte einspringen, wenn ein Einlagensicherungsfonds im Fall einer schweren Bankenkrise überfordert ist. Eine Garantie auf ein staatliches Eingreifen gibt es allerdings nicht. Die Rating-Agentur Standard & Poor’s bewertet die Bonität Deutschlands mit der Top-Note AAA. Aber auch Schweden hat die Höchstnote. Welche weiteren Tagesgeld-Angebote einen deutschen Schutzschirm bieten, lesen Sie im Artikel „Tagesgeld aus Deutschland“. Mehr zur Einlagensicherung erklärt der Ratgeber „So sicher sind Tagesgeld und Festgeld“.

Ein Tagesgeld-Angebot mit sehr hoher Maximalanlagesumme

Je nach Höhe der Spareinlage ist auch wichtig, bis zu welchem Betrag die Aktionszinsen gelten. Wie sieht das bei den vier Angeboten aus? Keine Probleme dürften die meisten Sparerinnen und Sparer bei Chase haben, wo die Grenze bei einer Million Euro liegt. Bei der Ikano Bank ist es mit 100.000 Euro schon deutlich weniger, für die meisten Sparerinnen und Sparer aber wohl genug. Bei der Sparda-Bank Nürnberg und Revolut kann es mit 50.000 beziehungsweise 25.000 Euro schon enger werden.

Anlegerinnen und Anleger sollten allerdings vor allem bei Chase einen wichtigen Punkt beachten: Auch wenn die Bank hohe Einlagen erlaubt, ist es mit dem Blick aufs Risiko sinnvoll, die Beträge zu begrenzen. Die gesetzliche Einlagensicherung deckt nur Guthaben bis 100.000 Euro ab. Alles darüber hinaus könnte im Insolvenzfall einer Bank verloren sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, verteilt größere Summen besser auf mehrere Banken und überschreitet nirgendwo den abgesicherten Betrag.

Tagesgeld-Zinsen bei allen vier Banken steuereinfach

Bei Banken aus dem Ausland kann es bei der Versteuerung Besonderheiten geben – beispielsweise, wenn bei den Erträgen kein Steuerabzug erfolgt. Kundinnen und Kunden müssen Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag plus gegebenenfalls Kirchensteuer dann über die Anlage KAP in der Steuererklärung abführen. Das trifft aber bei keinem der drei Angebote zu.

Bei Revolut, Chase, der Sparda-Bank Nürnberg und der Ikano Bank läuft alles wie gewohnt. Die Geldhäuser behalten die Steuer ein und zahlen sie ans Finanzamt. Falls nötig, lässt sich auch einen Freistellungsauftrag einrichten, um den steuerlichen Freibetrag von 1000 Euro je Person geltend zu machen. Dann schüttet die Bank die Erträge abzugsfrei aus.

Fazit: Tagesgeld-Zinsen von Chase besonders einfach

Welches Tagesgeld-Angebot das richtige ist, hängt von den eigenen Anforderungen ab. Für Sparerinnen und Sparer, denen eine lange Zinsgarantie besonders wichtig ist, könnte die Sparda-Bank Nürnberg passen. Den höchsten Zinssatz gibt es hingegen bei Revolut. Allerdings ist bei beiden die Eröffnung eines Girokontos erforderlich. Wer es einfacher haben will, kann das Angebot von Chase* nutzen, da es bei der Direktbank keine Nebenbedingungen gibt. Das gilt auch für das Tagesgeldkonto der Ikano Bank*. Gegenüber Chase schneidet die Ikea-Hausbank aber bei Zinssatz, Zinsgarantie und Anschlusszins etwas schwächer ab.

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