Vier Bayern um Kane für Ballon d’Or nominiert - Ex-Münchner Mané überrascht
Vier Bayern-Profis sind in diesem Jahr für den Ballon d'Or nominiert. Stürmer Harry Kane sowie seine Münchner Offensivkollegen Luis Diaz und Michael Olise sind von „France Football“ ebenso bestätigt worden wie Verteidiger Dayot Upamecano. Ein deutscher Spieler schaffte es nicht in die Auswahl. Die Ehrung findet am 26. Oktober in London statt.
„Das unterstreicht die außergewöhnliche Qualität unserer Mannschaft“, sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen in einer Klubmitteilung zu den Nominierten des Rekordmeisters. Dass einer von ihnen tatsächlich mit dem goldenen Ball ausgezeichnet wird, ist unwahrscheinlich. Größere Chancen als etwa Kane werden vor allem Spaniens Weltmeister-Kapitän Rodri eingeräumt. Auch der französische WM-Rekordtorschütze Kylian Mbappé, Barcelona-Youngster Lamine Yamal und Argentiniens Superstar Lionel Messi zählen zu den Anwärtern.
Messi wäre, sollte er ausgezeichnet werden, der erste männliche Gewinner des Ballon d'Ors, der in der bewerteten Saison nicht für einen europäischen Verein spielte. In der vergangenen Spielzeit, um die es bei dem Prestigepreis geht, stand er schon bei Inter Miami in der nordamerikanischen MLS unter Vertrag. Bereits achtmal gewann der 39-Jährige, der kürzlich seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekanntgegeben hatte, die Auszeichnung – so oft wie kein anderer.
Auch Bayerns Kompany berücksichtigt – Ex-Münchner Mané überrascht
Neben den vier Bayern-Profis ist auch ihr Coach, Vincent Kompany, für die Auszeichnung der Trainer nominiert. Dass sich der Belgier gegen Spaniens Weltmeistercoach Luis de la Fuente oder Luis Enrique von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain wird durchsetzen können, scheint noch unwahrscheinlicher als eine Trophäe für Kane und Co. „Er hat Spirit und Spielfreude zurückgebracht, unsere Mannschaft sportlich weiterentwickelt und repräsentiert den FC Bayern hervorragend“, warb Bayerns Dreesen so oder so für seinen Schützling. Der Bundesliga-Rekordmeister gehört auch bei der Team-Wahl zu den Nominierten. Auch hier liegen aber andere klar vorn; allen voran Champions-League-Gewinner PSG.
Eine überraschende Nominierung – wie letztlich auch die von Bayerns Upamecano – landete unter anderem Ex-Bayern-Profi Sadio Mané (34), der in Saudi-Arabien in Diensten von Al-Nassr unterwegs ist und in der Meistersaison des Teams um Cristiano Ronaldo auf 14 Tore und neun Vorlagen kam. Ebenfalls unerwartet tauchte der Name Julián Quiñones auf, der in der Saudi Pro League bei Al-Qadsiah unter Vertrag steht und mit 33 Treffern Torschützenkönig wurde. Bei den männlichen Torhütern steht überraschend auch der Schweizer Gregor Kobel von Borussia Dortmund zur Wahl für die Yashin-Trophäe, Kap Verdes WM-Held Vozinha schaffte es ebenfalls auf die Nominierungsliste. In der Kategorie des besten Talents fand sich Bayern-Profi und Nationalspieler Lennart Karl wieder.
Weniger Überraschend war in der Nominiertenliste die große Riege an PSG-Profis. Gleich neun Spieler mit Ousmane Dembélé, Achraf Hakimi, Khvicha Kvaratskhelia, Marquinhos, Nuno Mendes, João Neves, Willian Pacho, Fabián Ruiz und Vitinha wurden nominiert. Unter den Ex-Bundesliga-Profis finden sich neben Mané, Dembélé, Hakimi und Pacho zudem Jude Bellingham und Erling Haaland.