Vier Gebäude in Vollbrand - So dramatisch war der Kampf um die Altstadt
30.07.26 - Nach dem verheerenden Großbrand am Lauterbacher Marktplatz werden die Löscharbeiten voraussichtlich bis in die Nacht andauern. Das Feuer war am Mittwoch gegen 17 Uhr in einem Fachwerkhaus ausgebrochen und griff innerhalb kürzester Zeit auf benachbarte Gebäude über. Vier Gebäude in Vollbrand Fotos: Rene Kunze Einsatzleiter Jürgen Eifert (Bild Mitte) Bürgermeister Holger Marx und Landrat Dr. Jens Mischak waren vor Ort. ... Feuer breitet sich rasch auf weitere Gebäude aus Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen bereits zwei Gebäude in Vollbrand. Lauterbachs Stadtbrandinspektor Jürgen Eifert schickte umgehend den Einsatzzug Lauterbach-Mitte zu einem Innenangriff zur ersten Brandbekämpfung. Zudem wurden zwei weitere Löschzüge aus Lauterbach nachalarmiert, die die Löscharbeiten von außen unterstützten. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten forderte Eifert ein zweites Hubrettungsfahrzeug aus Schlitz an, um auch auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite wirksam löschen zu können. Die Feuerwehr richtete zudem Riegelstellungen ein, um ein Übergreifen der Flammen auf noch unbeschädigte Gebäudeteile durch Hitzeentwicklung oder Funkenflug zu verhindern. Trotz aller Maßnahmen breitete sich der Brand auf zwei weitere Gebäude aus. Daraufhin wurden zusätzliche Löschzüge aus Fulda und Alsfeld angefordert. Der Rauch war in der ganzen Altstadt. Auch Einsatzdrohnen kamen zum Einsatz. Gastronomen versorgten die Einsatzkräfte. Rund 300 Einsatzkräfte vor Ort Insgesamt sind rund 300 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Lauterbach, Alsfeld und Fulda sowie des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks (THW) im Einsatz. Das THW übernimmt unter anderem die Ausleuchtung der Einsatzstelle. Die Brandursache ist weiterhin unklar und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. "Die Brandbekämpfung wird wohl noch bis in die Nacht andauern", erklärte Stadtbrandinspektor Jürgen Eifert. Große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung Die historische Bebauung am Marktplatz stellt die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Gleichzeitig zeigt sich in Lauterbach eine große Welle der Hilfsbereitschaft. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger versorgen die Einsatzkräfte mit Getränken und Verpflegung. Unter anderem unterstützen der Getränkeservice Müller & Sohn sowie ein REWE-Markt die Helfer. Auch umliegende Gastronomen sowie die Sparkasse und die Volksbank öffneten ihre Türen, um den Einsatzkräften Unterstützung anzubieten. "Mein großer Dank geht an die Bevölkerung, die sehr hilfsbereit und verständnisvoll ist", sagte Eifert. Mehrere Verletzte und Notunterkunft eingerichtet Vier Personen mussten mit Rauchgasvergiftungen zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Weitere 31 Betroffene werden derzeit an der Einsatzstelle betreut. Zur Unterstützung der Betroffenen stehen Notfallseelsorger bereit. Darüber hinaus wurde eine Notunterkunft eingerichtet, in der aktuell rund 20 Personen versorgt werden. Lauterbachs Bürgermeister Holger Marx (CDU) würdigte den Einsatz aller Beteiligten: "Mein herzlicher Dank geht an die Blaulicht-Familie. Alle arbeiten Hand in Hand." (nia/jk)