Vierjährige von Familienhund totgebissen: Polizei ermittelt gegen Mutter
Osternienburger Land Vierjähriges Mädchen von Familienhund totgebissen Stand: 09.07.2026 12:44 Uhr Nach der tödlichen Hundeattacke im Osternienburger Land hat die Polizei neue Informationen bekanntgegeben. Demnach wurde das Kind vom Familienhund totgebissen. Gegen die Mutter und einen Bekannten wird ermittelt. von MDR SACHSEN-ANHALT Die Ermittler haben nach dem tödlichen Hundebiss im Osternienburger Land im Landkreis Anhalt-Bitterfeld nun weitere Details mitgeteilt. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft wurde das vierjährige Mädchen in Drosa am Mittwoch vom Hund der Familie totgebissen. Demnach spielte das Kind in der Wohnung mit dem Hund, als dieser das Mädchen angriff und mehrfach zubiss. Laut Polizei handelt es sich augenscheinlich um einen American Staffordshire Terrier. Kind stirbt noch am Unfallort – Ermittlungen gegen Mutter laufen Den Angaben nach versuchten die anwesenden Personen, den Hund von dem Mädchen zu trennen. Die Vierjährige wurde durch den Angriff aber so schwer verletzt, dass auch ein Notarzt dem Kind nicht mehr helfen konnte. Notfallseelsorger betreuten Angehörige, weitere Beteiligte und Einsatzkräfte. Der Hund kam ins Tierheim. Gegen die 32-jährige Mutter und einen 30-jährigen Bekannten, beides deutsche Staatsbürger, wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Dabei solle geklärt werden, ob der Angriff hätte verhindert werden können. Bürgermeister berichtet von früherem Angriff des Hundes Der Bürgermeister vom Osternienburger Land, Thorsten Lorenz (CDU), sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass es bereits früher einen Beißvorfall mit dem Hund der Familie gegeben habe. Das Tier habe danach aber den sogenannten Wesenstest bestanden. Hunde der Rasse American Staffordshire Terrier werden in Sachsen-Anhalt als sogenannte Listenhunde eingestuft. Die Tiere werden 30 bis 40 Kilogramm schwer und gelten als extrem kräftig. Große Anteilnahme – Landrat zeigt sich bestürzt Der Landrat des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, Andy Grabner (CDU), äußerte sich auf Facebook bestürzt. "Ein Kind von nur vier Jahren sollte unbeschwert aufwachsen dürfen. Stattdessen hinterlässt diese unfassbare Tragödie eine Lücke, die niemals geschlossen werden kann." Ein Kind von nur vier Jahren sollte unbeschwert aufwachsen dürfen. Stattdessen hinterlässt diese unfassbare Tragödie eine Lücke, die niemals geschlossen werden kann. Andy Grabner, CDU, Landrat des Landkreises Anhalt-Bitterfeld MDR (D.Blatt, J.Heundorf, M.Rosebrock, L.-B. Zosel); erstmals veröffentlicht am 08. Juli 2026