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Vitamin D: Ab 5.000 IE zeigten sich bessere kognitive Testwerte

Allgemein

Bessere Testwerte nur in der Gruppe ab 5.000 IE

An der Studie nahmen 54 Erwachsene mit Schlafstörungen und leichter kognitiver Beeinträchtigung teil. Im Durchschnitt waren sie 67 Jahre alt. Die Forscher erfassten die tägliche Vitamin-D-Einnahme per Fragebogen und teilten die Teilnehmer je nach Dosis in verschiedene Gruppen ein.

Zwölf Teilnehmer gaben an, täglich mindestens 5.000 Internationale Einheiten (IE) Vitamin D einzunehmen. Sie erzielten im Montreal Cognitive Assessment (MoCA) im statistischen Modell durchschnittlich 3,78 Punkte mehr als Teilnehmer, die kein Vitamin D einnahmen.

Der MoCA-Test wird häufig eingesetzt, um verschiedene geistige Fähigkeiten wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Sprache zu prüfen und Hinweise auf kognitive Beeinträchtigungen zu erkennen. Niedrigere Vitamin-D-Mengen als die täglich 5.000 IE waren nicht mit besseren Testergebnissen verbunden. Der beobachtete Zusammenhang zeigte sich nur bei der höheren Tagesaufnahme.

Einen Schutz vor Demenz durch Vitamin D belegt die Studie nicht

Ob die hohe Vitamin-D-Einnahme für die besseren Testwerte verantwortlich war, lässt sich aus der Untersuchung nicht ableiten. Es handelt sich um eine Querschnittsstudie: Vitamin-D-Einnahme und geistige Leistungsfähigkeit wurden zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst. Eine Ursache-Wirkungs-Beziehung kann damit nicht nachgewiesen werden.

Die Vitamin-D-Einnahme beruhte zudem auf den Angaben der Teilnehmer. Blutuntersuchungen, mit denen sich der tatsächliche Vitamin-D-Status bestimmen ließe, gab es nicht. Die Autoren bezeichnen das Ergebnis deshalb selbst als vorläufig. Auch eine umgekehrte Erklärung ist denkbar: Menschen mit besserer geistiger Leistungsfähigkeit könnten beispielsweise stärker auf ihre Gesundheit achten und deshalb häufiger hoch dosiertes Vitamin D einnehmen.

5.000 IE sind mehr als das Sechsfache der empfohlenen Zufuhr

Die in der Studie erwähnte hohe Einnahme von 5.000 IE täglich liegt mehr als sechsmal so hoch wie die hierzulande empfohlenen Aufnahme. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schätzt eine angemessene Zufuhr von Vitamin-D bei fehlender körpereigener Bildung auf 800 IE pro Tag.

Die Versorgung soll laut der Fachgesellschaft möglichst über die körpereigene Bildung durch Sonnenlicht erfolgen. Nahrungsergänzungsmittel werden vor allem dann empfohlen, wenn eine ausreichende Versorgung über Sonne und Ernährung nicht möglich ist, etwa bei bestimmten Risikogruppen.

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