Vitamin-D-Tabletten im Test: Öko-Test gibt klare Empfehlung
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Bei Vitamin-D-Tabletten kommt es auf die Dosierung und die Inhaltsstoffe an.
Kaum eines von 23 Präparaten, die „Öko-Test“ untersucht hat, kann in beiden Punkten überzeugen.
„Sehr gut“ sind laut dem Verbrauchermagazin nur zwei.
Viele Menschen nehmen im Winter Vitamin D ein, um einem Mangel vorzubeugen – allerdings sollten Verbraucher bei der Auswahl des Produkts mit Bedacht vorgehen. Im letzten Vitamin-D-Test von „Öko-Test“ fallen bekannte Marken aus der Drogerie, etwa von Abtei oder Doppelherz, durch: Das Verbrauchermagazin bemängelt zu hohe Tagesdosen und Inhaltsstoffe, die unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen oder als krebserregend gelten. Lesen Sie hier: Wann sollte ich Vitamin-D3-Präparate am besten einnehmen?
Die Ergebnisse werfen Fragen auf: Trotz einer umstrittenen Substanz schaffen es zwei Produkte mit der Note „Gut“ auf die vorderen Plätze. Ohne bedenkliche Zusätze kommen dagegen nur drei Vitamin-D-Tabletten aus. Wir stellen Ihnen die besten Präparate vor.
Vitamin-D-Tabletten im Test: Die besten Präparate bei „Öko-Test“
Dekristol 1.000 I.E. Vitamin-D3-Tabletten (200 Stück)*, Testurteil: Sehr gut
Hevert 1.000 I.E. Vitamin-D3-Tabletten (200 Stück)*, Testurteil: Sehr gut
Pure Encapsulations 1.000 I.E. Vitamin-D3-Kapseln (60 Stück)*, Testurteil: Gut
Testsieger: Die besten Vitamin-D-Tabletten im Vergleich
Das Ergebnis von „Öko-Test“ ist eindeutig: Acht Vitamin-D-Tabletten und -Kapseln fallen durch, immerhin fünf halten den Testkriterien stand. Unter den Arzneimitteln erhalten die Präparate der Marken Dekristol und Hevert als einzige die Note „Sehr gut“. Die besten Produkte im Überblick:
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Dekristol 1.000 I. E. Tabletten mit Vitamin D3 sind „sehr gut“
Dekristol 1000 I. E. Tabletten werden zur Vorbeugung und Behandlung von Vitamin-D-Mangelzuständen eingesetzt. Jede Tablette enthält 1000 Internationale Einheiten (I. E.) des Wirkstoffs Colecalciferol (Vitamin D3). Die Anwendung ist in niedriger Dosierung für die tägliche Einnahme vorgesehen. Bei Einhaltung der empfohlenen Tagesdosis gelten die Tabletten als gut verträglich. Hier kaufen: Dekristol 1.000 I.E. Vitamin-D3-Tabletten (200 Stück)*
Hevert Vitamin-D3-Tabletten gehören bei „Öko-Test“ zu den Testsiegern
Auch in den Vitamin-D-Tabletten von Hevert sind jeweils 1.000 I. E. Vitamin D3 enthalten. Die Tabletten sind teilbar und ermöglichen eine flexible Dosierung. Sie enthalten Lactose-Monohydrat und Saccharose als Hilfsstoffe. Personen mit Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Zuckerstoffen sollten vor der Einnahme ihren Arzt konsultieren. Hier kaufen: Hevert 1.000 I.E. Vitamin-D3-Tabletten (200 Stück)*
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Gutes Nahrungsergänzungsmittel: Pure Encapsulations Vitamin-D-Kapseln 1000 I. E.
Pure Encapsulations Vitamin D3 ist ein Nahrungsergänzungsmittel, das pro Kapsel 1000 I. E. Vitamin D enthält. Die empfohlene Verzehrempfehlung beträgt täglich eine Kapsel zu einer Mahlzeit. Das Produkt ist laut Hersteller vegetarisch und wird ohne Zusatzstoffe hergestellt, wodurch es auch für Menschen mit Nahrungsunverträglichkeiten sowie für Allergiker geeignet sei. Hier kaufen: Pure Encapsulations 1.000 I.E. Vitamin-D3-Kapseln (60 Stück)*
Hinweis: Für spezifische Hinweise zur Anwendung und möglichen Nebenwirkungen sollten Sie die Packungsbeilage lesen und den Rat eines Arztes oder Apothekers einholen.
Zu hoch dosiert: Viele Vitamin-D-Tabletten fallen im Test durch
2018 hatte „Öko-Test“ das letzte Mal Vitamin-Präparate getestet. Damals wurden 21 Produkte unter die Lupe genommen. Im aktuellen Test von Januar 2025 wurden 23 Tabletten, Kapseln und Tropfen berücksichtigt. Die Experten untersuchten in Zusammenarbeit mit einem Labor neun rezeptfreie Arzneimittel und 14 Nahrungsergänzungsmittel.
Im Gegensatz zu den Arzneimitteln, die Vitamin-D-Mangelerkrankungen vorbeugen können, sind Nahrungsergänzungsmittel nicht zur Behandlung von Beschwerden oder Erkrankungen gedacht, da sie zu den Lebensmitteln zählen. Dennoch kann ihre Einnahme für Menschen mit einem höheren Risiko für einen Vitamin-D-Mangel vorteilhaft sein, erklärt „Öko-Test“.
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Das Test-Ergebnis zeigt zudem, dass Arzneimittel nicht per se besser sind als Nahrungsergänzungsmittel: In beiden Kategorien fallen jeweils fünf Produkte durch. Punktabzüge gab es für Abweichungen des tatsächlichen Vitamin-D-Gehalts von der deklarierten Menge sowie für Präparate, die mit ihren Tagesdosierungen die offizielle Höchstmengenempfehlung überschreiten – das trifft auf 15 der untersuchten Produkte zu.
Vitamin D von Vigantol, Vitagamma und Tetesept mit bedenklichen Substanzen
Daneben stießen die Tester auf bedenkliche und umstrittene Stoffe wie etwa Phosphate, die in größeren Mengen den Nieren schaden können, oder künstliche Süßstoffe. Studien zeigen, dass sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern und krebserregend sein können.
Gleich zwei Punkte Abzug in der Kategorie „Hilfsstoffe“ gab es, wenn die Produkte Talkum enthielten. Dabei handelt es sich um eine Substanz, die als Füll- oder Trennstoff verwendet wird. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation hat den Stoff im letzten Jahr als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft, wie auch „Öko-Test“ in seinem Testbericht informiert.
Talkum wurde in den Vitamin-D-Präparaten von Vigantol, Vitagamma und Tetesept nachgewiesen – dennoch kommen die beiden ersteren Produkte im Test auf die Gesamtnote „Gut“. Warum ist das so? Auf Anfrage unserer Redaktion erklärt Katja Tölle, stellvertretende Chefredakteurin von „Öko-Test“: „Die Einstufung der IARC ist sehr neu, die Diskussion in Europa läuft derzeit noch.“ Zurzeit sei es noch zu früh und die Datenlage nicht eindeutig genug, um noch strenger abzuwerten, sagte sie weiter. In den anderen Kategorien konnten die Präparate hingegen überzeugen, so etwa bei der Tagesdosierung und den Wirksamkeitsbelegen.
Bei Vitamin-D-Präparaten sollte Überdosierung vermieden werden
Wenn dem Körper Vitamin D fehlt, können sich Symptome wie Müdigkeit, Haarausfall und Infektanfälligkeit entwickeln. Wer schon einmal einen Vitamin-D-Mangel hatte, kann die Zeichen richtig deuten und frühzeitig gegensteuern. Allerdings raten Ärzte davon ab, eigenmächtig Präparate einzunehmen, da eine Vitamin-D-Überdosierung ernste Folgen haben kann. Dazu gehören Nierenschäden und Herzrhythmusstörungen.
„Höhere Dosierungen sollten nur unter ärztlicher Kontrolle und unter Berücksichtigung des individuellen Vitamin-D-Status erfolgen“, erklärt Martin Smollich vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein gegenüber „Öko-Test“. Wer seinen Vitamin-D-Spiegel nicht beim Arzt bestimmen lässt, sollte nur zu geringen Tagesdosen greifen, um gesundheitliche Folgen abzuwenden: „Tägliche Tabletten mit 800 bis 1.000 I. E. [sind] praktisch ohne Risiko“, so der Experte.
Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erklärt, dass bei einer eigenmächtigen Einnahme von Vitamin D von bis zu 20 Mikrogramm täglich „keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen“ zu erwarten seien. 20 Mikrogramm entsprechen 800 Internationalen Einheiten (I. E.) – das ist die Maßeinheit für die Wirkung von Stoffen. Die Dosierungsempfehlung gilt auch für Vitamin-D-Tropfen, die „Öko-Test“ ebenfalls untersucht hat.