Vitamin-D-Tropfen im Test: Öko-Test kann nur ein Produkt empfehlen
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Vitamin-D-Tropfen sind im Vergleich zu Tabletten oft besser verwertbar.
Im Test von „Öko-Test“ hatten viele Vitamin-D-Präparate eine zu hohe Tagesdosierung.
Von vier getesteten Vitamin-D-Produkten in Tropfenform war nur eines „gut“.
Viele Menschen in Deutschland nutzen Vitamin-D-Präparate. Denn hierzulande kann es schnell zu einem Mangel kommen: Die UV-Strahlen sind in den Wintermonaten so schwach, dass unser Körper das Vitamin nicht mehr selbst herstellen kann. Selbst im Frühjahr und Sommer ist es manchmal nötig, zu einem Präparat zu greifen. Doch bereits der letzte große Vitamin-D-Test von „Öko-Test“ hat gezeigt, dass nur wenige Produkte eine gute Qualität bieten. Das bestätigt der letzte Test des Verbrauchermagazins: Von 23 Präparaten, darunter Tabletten, Kapseln und Tropfen, empfiehlt „Öko-Test“ nur sechs.
Dem Testbericht zufolge fehlt Verbrauchern vor allem bei Vitamin-D-Tropfen eine große Auswahl. Vier Produkte haben sich die Experten genauer angeschaut. „Gut“ ist davon nur eines.
Vitamin-D-Tropfen im Test: Nahrungsergänzungsmittel vs. Arzneimittel
Die untersuchten Vitamin-D-Tropfen konnten bei „Öko-Test“ nicht ganz überzeugen. Insgesamt hat das Verbrauchermagazin 23 Produkte getestet, davon 14 Nahrungsergänzungsmittel und neun Arzneimittel. Nahrungsergänzungsmittel gehören zu den Lebensmitteln und dürfen daher keine medizinische Wirkung haben. Im Gegensatz dazu können Arzneimittel mit Vitamin D einen bereits bestehenden Mangel ausgleichen.
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Dennoch könnten Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen Vitamin-D-Mangel von der Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels profitieren, erklärt „Öko-Test“. Der Test macht jedoch deutlich, dass Arzneimittel nicht immer überlegen sind: Während unter den Vitamin-D-Tabletten mit Dekristol 1.000 I. E. Vitamin-D3-Tabletten* und Hevert 1.000 I. E. Vitamin-D3-Tabletten* zwei Arzneimittel mit der Gesamtnote „Sehr gut“ auf dem Siegertreppchen landen, gewinnt bei den Vitamin-D-Tropfen ein Nahrungsergänzungsmittel.
Vitamin-D3-Tropfen von Hübner: Bestes Produkt kommt aus der Apotheke
Der Testsieger kann in fast jeder Kategorie überzeugen. So hat das Präparat unter anderem für seine Inhaltsstoffe die Note „Sehr gut“ erhalten. Die Hübner Vitamin-D3-Tropfen sind ein Nahrungsergänzungsmittel, das zur Erhaltung einer normalen Knochen- und Muskelfunktionen beiträgt. Jeder Tropfen enthält 800 Internationale Einheiten (I. E.) Vitamin D3, gelöst in pflanzlichem Kokosnussöl für eine hohe Bioverfügbarkeit. Die empfohlene Dosierung beträgt einen Tropfen täglich zu einer Mahlzeit.
Das enthaltene Vitamin D ist aus Wollwachs (Lanolin) hergestellt, einem Nebenprodukt der Schafwollverarbeitung. Diese Tropfen sind daher nicht vegan, aber für Vegetarier geeignet. Laut Hersteller sind die Tropfen zudem frei von Gluten, Laktose und Fruktose.
Hinweis: Für spezifische Hinweise zur Anwendung und möglichen Nebenwirkungen sollten Sie die Packungsbeilage lesen und den Rat eines Arztes oder Apothekers einholen. Grundsätzlich sollten Sie die Einnahme eines Vitamin-D-Präparats immer ärztlich abklären.
Vitamin-D-Tropfen von Doppelherz und Vigantolvit sind zu hoch dosiert
Das Testsieger-Präparat hebt sich von Produkten ab, die durch bedenkliche Zusatzstoffe negativ aufgefallen sind. Selbst in zwei als „gut“ bewerteten Vitamin-D-Tabletten wurde eine Substanz nachgewiesen, die im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Schlechte Noten holen sich einige Präparate zudem, weil sie die Höchstmengenempfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) überschreiten. Die Tagesdosierung für Vitamin D sollte demnach nicht mehr als 800 Internationale Einheiten (I. E.) betragen.
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Mit einer Tagesmenge von 2000 I. E. liegen die Doppelherz pure Vitamin-D3-Tropfen weit über der Höchstmengenempfehlung, ebenso die Vigantolvit Vitamin-D3-Tropfen. Hier empfiehlt der Hersteller sogar eine Dosierung von 4000 I. E. täglich. Das Risiko einer Vitamin-D-Überdosierung und ernsten Nebenwirkungen ist dadurch stark erhöht – für die Tester ein Grund, beide Präparate durchfallen zu lassen.
Vitamin-D-Tropfen: Wirken sie besser als Tabletten?
Vitamin D ist in verschiedenen Formen erhältlich, wobei vor allem Tabletten und Tropfen häufig zum Einsatz kommen. Beide haben Vor- und Nachteile: Während Vitamin-D-Tabletten meist länger haltbar sind, müssen Tropfen nach dem ersten Gebrauch kühl lagern. Andernfalls kann sich die Haltbarkeit verkürzen.
Im Gegensatz zu Tabletten sind Tropfen zudem weder geschmacks- noch geruchsneutral. Hinzu kommt, dass es bei Tropfen schneller zu einer Vitamin-D-Überdosierung kommen kann. In der Regel ist die empfohlene Tagesmenge bereits mit einem Tropfen gedeckt.
Einen wichtigen Vorteil haben Vitamin-D-Tropfen aber dennoch: Sie besitzen im Vergleich zu Tabletten eine bessere Bioverfügbarkeit, sie können also vom Körper leichter verwertet werden. Das liegt daran, dass Vitamin D zu den fettlöslichen Vitaminen gehört und damit Fett als Transportmedium braucht.
Zwar enthalten auch Tabletten mit Vitamin D Fettkomponenten, in Tropfen ist das Vitamin aber vollständig in einem Öl aufgelöst. Das kann zu einer verbesserten Aufnahme führen. Wie gut der Körper Vitamin D verwerten kann, hängt aber auch von der Tageszeit der Einnahme ab.