Völklingen: Schulbus kracht in Hauswand - mehrere Verletzte
Update von Montag, 14. September, 13.36 Uhr: Die Polizei nennt nun eine genaue Anzahl, wie viele Menschen bei den schweren Kollisionen eines Schulbusses mit mehreren Autos und einer Hauswand in Geislautern am früheren Montagmorgen zu Schaden gekommen sind. Demnach seien laut derzeitigem Stand 14 Personen verletzt worden. (Zuvor war seitens der Feuerwehr von 24 betroffenen Personen die Rede). Insgesamt seien 19 Menschen im Bus gewesen, als es zu dem Unfall kam, vor allem Schüler, überwiegend im Alter von zwölf bis 16 Jahren. Außerdem saßen drei Aufsichtspersonen zwischen 30 und 60 Jahren im Bus.
Von den 14 Verletzten seien sieben Personen leicht und sieben Personen schwerer verletzt worden. Zu der Schwere der Verletzungen konnte die Polizei noch nichts Konkretes sagen. Die Feuerwehr vor Ort hatte zunächst gesagt, es gebe keine Schwerverletzten, die Polizei hatte davon gesprochen, dass der überwiegende Teil der Betroffenen wohl nur leicht verletzt worden sei.
Die 38-jährige Busfahrerin aus dem Regionalverband Saarbrücken war mit dem Schulbus gegen 8 Uhr auf der Straße „Am Schulberg“ in Richtung Ortsmitte Geislautern unterwegs. Wegen eines technischen Defekts musste sie am Straßenrand anhalten und wollte nachsehen, was zu dem Defekt geführt hatte, so die Polizei. Deshalb stieg die Fahrerin aus dem Bus aus.
Weil die Straße an der Stelle abschüssig war, setzte sich der Bus in Bewegung und rollte bergab. Dabei kollidierte er mit fünf geparkten Autos, sie wurden gegen Garagentore und Treppen der dortigen Häuser gedrückt. An drei von diesen entstand laut Polizei ein Totalschaden, vier Häuser seien beschädigt worden.
Schließlich kam der Bus durch die Kollision mit der Hauswand von zwei Häusern im Kurvenbereich zum Stehen. Die Polizei schätzt den Schaden im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich ein. Manche der Businsassen konnten in der Schule betreut werden, so die Feuerwehr, einige seien aber auch ins Krankenhaus gebracht worden.
Die Straße war über mehrere Stunden gesperrt, der Bus musste aus dem Haus herausgezogen werden. Gegen 11.45 Uhr begann der ADAC vor Ort mit dem Abschleppen. Auch die Nebenstraßen und die Ludweilerstraße seien anfangs gesperrt gewesen, was bis etwa 10 Uhr zu größeren Verkehrsbehinderungen geführt habe, so die Polizei. Erste Absicherungsmaßnahmen des beschädigten Hauses sind schon erledigt. Ein externer Sachverständiger wurde zur Klärung der Unfallursache herangezogen.
Update von Montag, 14. September, 11.30 Uhr: Die Feuerwehr nennt nähere Details zu den Betroffenen. Demnach sind 24 Personen bei dem Unfall zu Schaden gekommen. Schwer verletzt wurde niemand. Zu den Geschädigten zählen 21 Schulkinder, zwei Lehrkräfte sowie die Busfahrerin. Demnach habe sich die Gruppe gerade auf den Weg zu einer Sportstätte machen wollen.
Zum Zeitpunkt des Unfalls habe sich die Busfahrerin nicht mehr im Bus befunden. Als der Bus los rollte, sei sie hinterhergerannt. Dabei verletzte sie sich. Ob das Haus, gegen das der Bus gekracht ist, noch bewohnbar ist, müsse ein Statiker entscheiden. Darüber informierte die Polizei vor Ort. Welcher Defekt am Bus aufgetreten ist, sei derzeit noch unklar.
In der Hauswand, in die der Bus hineingefahren ist, klafft ein riesiges Loch, das noch provisorisch geschlossen werden solle. Derzeit prüfen Statiker noch, ob das Haus bewohnbar ist. Der Tochter einer Bewohnerin zufolge habe es sich um den Keller gehandelt. Ihre Eltern seien zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause gewesen.
Update von Montag, 14. September, 10.45 Uhr: Wie die Polizei informiert, sei der technische Defekt am Bus gegen 8.10 Uhr aufgetreten. Zu dem Zeitpunkt befanden sich ungefähr 30 Personen im Bus. Der Bus rollte die Straße hinunter, als die Fahrerin nach dem Defekt nachschauen wollte. Am Fuße des Berges, an einer Hauswand, kam der Bus schließlich zum Stehen. Der Bus streifte zuvor eine andere Hauswand und beschädigte dabei mehrere Autos erheblich, die parkend in einer Reihe standen.
Die Mehrheit der Personen sei überwiegend leicht verletzt. Wie viele schwer verletzt sind und wie schwer deren Verletzungen ausfallen, werde derzeit abgeklärt, so die Polizei. Passanten sowie andere Unbeteiligte seien nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu Schaden gekommen.
Die Straße am Schulberg glich nach dem Unfall einem Trümmerfeld. Mehrere Autos waren demoliert und verschoben, Glas lag auf der Straße, ebenso viele Trümmerteile. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz. Neben der Polizei und mehreren Notärzten, darunter der leitende Notarzt, waren Einsatzleitung Rettungsdienst. Die Feuerwehr Völklingen war im Einsatz, um den Bus zu sichern, die Rettung zu unterstützen und ausgelaufene Betriebsmittel zu binden. Auch die Saarbrücker Berufsfeuerwehr unterstützte. Vor Ort machte sich Saarlands Innenminister Reinhold Jost ein persönliches Bild vom Einsatz. Er war direkt von Saarbrücken zur Einsatzstelle gebracht worden. Auch Notfallseelsorger waren im Einsatz, besorgte Eltern wurden vor Ort betreut.
Ersten Erkenntnissen vor Ort zufolge könnte der Unfall durch einen technischen Defekt am Bus verursacht worden sein. Da es ein Gefälle in der Straße gibt, hat sich der Bus mitsamt Schulkindern verselbstständigt und ist die Straße hinuntergerollt. Dabei habe er eine ganze Reihe an parkenden Autos mit sich gerissen. Die Fahrzeuge sind teils schwer beschädigt. Da die Straße in eine Linkskurve übergeht, ist der Bus geradeaus in eine Hauswand hineingekracht. Der Großteil der Kinder sei leicht verletzt und unter Schock – so die ersten Infos vor Ort.
Die Polizei nimmt den Unfall derzeit auf. Wegen des Großaufgebots an Einsatzkräften wurden aufwendige Sperrungen eingerichtet, so die Polizei. Der Bereich der angrenzenden Ludweiler Straße ist komplett gesperrt. Der Verkehr staut sich in Richtungen Völklingen und Ludweiler-Warndt zurück. (uml)