Volksbank Köln Bonn: Vorstandsmitglied wird nach Bordell-Kredit beurlaubt
Frankfurt, Köln. Der Aufsichtsrat der Volksbank Köln Bonn zieht Konsequenzen aus dem Vorfall rund um einen Bordell-Kredit. Das Gremium hat beschlossen, eine externe Sonderprüfung durch eine unabhängige Kanzlei einzuleiten. Bis zur Aufklärung des Falls wird außerdem der Vorstand beurlaubt, der die Kreditvergabe maßgeblich initiiert haben soll. Dabei geht es laut Volksbank auch um eine „mögliche persönliche Vorteilsnahme“ bei der Kreditvergabe für eine Zwischenfinanzierung der Immobilie Hornstraße in Köln. „Der Sachverhalt soll lückenlos aufgeklärt werden“, teilte die Volksbank am Mittwochnachmittag mit. Um die Unabhängigkeit der Untersuchung zu gewährleisten, werde das betroffene Vorstandsmitglied für die Dauer der Prüfung beurlaubt. „Die Unschuldsvermutung gilt uneingeschränkt“, teilte die Bank weiter mit. Die verbleibenden zwei Vorstandsmitglieder führen die Geschäfte weiter. Die Volksbank betonte, dass sich das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Düsseldorf in der Schleuser-Affäre nicht gegen die Volksbank Köln Bonn richte. Die Bank kooperiere mit den zuständigen Behörden, hieß es. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dieser Affäre gegen Mitglieder einer mutmaßlichen Schleuserorganisation, die wohlhabenden Menschen – in erster Linie aus China – gegen hohe Geldzahlungen Aufenthaltstitel für Deutschland verschafft haben soll.