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VW-Krise: Volkswagen kündigt zahlreiche Haustarifverträge

Wirtschaft

Dieser Ausdruck wurde am 30.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Autobauer in der Krise Volkswagen kündigt zahlreiche Haustarifverträge

Im Zuge der Konzernsanierung plant VW die Kündigung von zehn seiner Haustarifverträge. Beschäftigte in ganz Deutschland sind betroffen, der Betriebsrat kündigt Widerstand an.

30.09.2026, 16.54 Uhr

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Volkswagen will zehn seiner Haustarifverträge kündigen, darunter den Manteltarifvertrag, der unter anderem die Arbeitszeit der knapp 100.000 VW-Beschäftigten in Deutschland regelt. Das erfuhr der SPIEGEL aus Arbeitnehmerkreisen. Die Kündigungen sollen ‌noch am Mittwoch übermittelt werden. Die Gewerkschaft und der Betriebsrat kündigten Widerstand gegen das Vorhaben des Autobauers an. Betroffen seien etwa die tarifliche Zusatzvergütung, bei der Beschäftigte zwischen sechs zusätzlichen freien Tagen und einer Zahlung von 27,5 Prozent eines Monatseinkommens wählen können. Zudem könnten Vereinbarungen zu anderen Zulagen oder zur Ausbildung betroffen sein.

Details habe die Arbeitgeberseite um Verhandlungsführer Arne Meiswinkel zunächst nicht genannt, erklärte die IG Metall. Die vom Vorstand angestrebten Kündigungen könnten frühestens ‌ab Januar 2027 wirksam werden. Das Treffen am Mittwoch war ursprünglich als ‌Überprüfungsgespräch zum Tarifkompromiss aus dem Jahr 2024 geplant gewesen, der massiven Stellenabbau vorsah und im Gegenzug den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2030 sowie Investitionen in die Werke. Dieser ist von den Kündigungen ‌nicht betroffen.

»Das ist ein übles Foul an der Belegschaft und erneut ein schamloser Versuch, in die Geldbeutel der Beschäftigten greifen zu ‌wollen«, erklärte IG-Metall-Bezirkschef und Verhandlungsführer Thorsten Gröger. Die Gewerkschaft werde ‌nicht hinnehmen, dass unternehmerische Kosten und Risiken auf die Belegschaft ‌verlagert werden sollten, während Gewinne privatisiert würden. Betriebsratschefin Daniela Cavallo sprach von Erpressung und kündigte Widerstand gegen den Vorstoß an. »Ich rechne mit einer heftigen Auseinandersetzung zum Jahreswechsel.« Dann endet die Friedenspflicht im ebenfalls gekündigten Vergütungstarifvertrag – Streik wäre dann möglich.

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ade/jhg/dpa/rtr

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