Volkswagen: VW holt China-Partner für spanische Batteriefabrik
Düsseldorf. Batteriezellfabriken kosten Autokonzerne Milliardensummen, noch bevor die erste Zelle vom Band läuft. Europas größter Autobauer Volkswagen (VW) sucht deshalb schon seit Längerem nach Möglichkeiten, seine Batterietochter Powerco finanziell anders aufzustellen.
Für eines von VWs geplanten Batteriezellwerken zeichnet sich nun eine Lösung ab: So will der chinesische Batteriehersteller Gotion bei der neuen Powerco-Fabrik im spanischen Sagunt nahe Valencia einsteigen, wie Gotion am Montag in einer Börsenmitteilung veröffentlichte. Die Fabrik soll im nächsten Jahr eröffnet werden.
Zugleich plant die VW-Tochter Beteiligungen an zwei Projekten von Gotion in Marokko und der Slowakei. Powerco verkündete noch am Montagnachmittag die Unterschrift unter dem Deal.
Die drei geplanten Gemeinschaftsunternehmen in Spanien, Marokko und der Slowakei stehen für einen Batteriedeal in Milliardenhöhe. Es sind die ersten China-Joint-Ventures von VW in Europa.
Das größte Projekt ist die Fabrik in Sagunt. Das dortige Werk soll für eine jährliche Kapazität von 30 Gigawattstunden gebaut werden – rechnerisch genug, um bis zu 500.000 E-Autos mit einem Akku auszustatten. Die Gesamtinvestitionen für Sagunt belaufen sich demnach auf rund 2,3 Milliarden Euro.