DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,47 % 66.571,10 Pkt 03:06:10 Gold +0,97 % 4.382,60 USD 03:11:10 Silber -0,07 % 63,29 USD 03:11:12 Brent +1,26 % 84,60 USD 03:10:04 WTI +0,87 % 78,86 USD 03:11:01 Bitcoin +0,18 % 64.968,14 USD 03:21:10 EUR/USD +0,30 % 1,15590 USD 03:20:21 EUR/GBP +0,02 % 0,85670 GBP 03:21:14 EUR/CHF -0,20 % 0,93430 CHF 03:21:14 EUR/JPY +0,07 % 182,676 JPY 03:21:14

Vollering gewinnt Tour de France Femmes

Allgemein

Kopfschüttelnd und mit einem Grinsen im Gesicht blickte Demi Vollering wenige Kilometer vor der Zieleinfahrt der letzten Etappe der Tour de France Femmes in die Kameras, wohlwissend dass ihr der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen war. In einem spannenden Finale hatte sich die Niederländerin am extrem steilen Schlussanstieg an die Spitze gesetzt und in der Abfahrt den Vorsprung komfortabel ausgebaut. Mit geballten Fäusten und Tränen in den Augen überquerte die 29-Jährige als Erste die Ziellinie. "Ich habe noch nie vorher im Gelben Trikot gewonnen", sagte Vollering sichtlich emotional nach dem Rennen am Sonntag (09.08.2026), "ich habe an mein Team gedacht und alle, die hinter mir gestanden haben. Es ist ein Traum, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die diese Liebe teilen." Extreme neunte Etappe Mit gerade einmal acht Sekunden Vorsprung vor der Zweiten Kasia Niewiadoma ging Vollering als Führende in die letzte Etappe der Tour de France Femmes. Das Finale versprach also unglaublich spannend zu werden. Nicht zuletzt wegen der hohen Termperaturen von über 30 Grad und der anspruchsvollen Strecke. Insgesamt 99,2 Kilometer lang mit 2.100 Höhenmetern war der Rundkurs durch Nizza, inklusive der Schlusspassage am berühmt-berüchtigten Hausbergs Col d'Èze mit bis zu 16 Prozent Steigung gefolgt von 15 Kilometern bergab bis zur Ziellinie auf der Promenade des Anglais. Attacken von Beginn an Gleich von Beginn an gab es einige Attacken, doch noch schaffte es keine Fahrerin sich abzusetzen. Insbesondere das Team Canyon - SRAM der Zweiten Kasia Niewiadoma hielt das Tempo hoch, um zu versuchen, die Führende Vollering zu isolieren. Auch die Deutsche Antonia Niedermaier, Edelhelferin von Niewiadoma, fuhr für den Sieg ihrer Kapitänin. Für sie ging es auch noch um die Verteidigung des Weißen Trikots als beste Nachwuchsfahrerin. Berg- und Sprintwertung früh entschieden Schon vor der letzten Etappe war der Niederländerin Puck Pieterse das Gepunktete Trikot - vorausgesetzt sie beendet die Tour - nicht mehr zu nehmen. Die Entscheidung um das Grüne Trikot fiel bei der ersten Sprintwertung des Tages nach guten 25 Kilometern: Lorena Wiebes holte sich 17 Punkte und konnte damit (bei Einhaltung des Etappen-Zeitlimits) nicht mehr von der ersten Position verdrängt werden. Nach dem Flachstück übernahm wieder das Team Canyon die Tempoarbeit - allen voran die 21-jährige Britin Zoe Backstedt, die ein extrem hohes Tempo anschlug. 32 Kilometer im Rennen waren damit nur noch 13 Fahrerinnen Teil des Peloton. Kurz vor der Abfahrt übergab Backstedt schließlich an Niedermaier, die nun die Tempoarbeit übernahm, um ihre Teamkollegin Niewiadoma im Kampf um Gelb zu unterstützen. Bitterer Sturz von Marlen Reusser Richtig bitter erwischte es Marlen Reusser. Mit einem Rückstand von 1:12 Minuten war die Schweizerin als Gesamtklassement-Dritte in die letzte Etappe gestartet. In der Abfahrt nach etwa Etappenhälfte stürzte Reusser und blieb neben ihrem Rad auf der Strecke sitzen. Zwar fuhr sie nach kurzer Behandlung weiter, ihren dritten Rang hatte sie aber verloren und der Abstand auf die Spitze wuchs auf mehrere Minuten. Niedermaier fährt für Niewiadoma Schließlich setzte sich die Kanadierin Isabella Holmgren an die Spitze und baute ihren Vorsprung vor der Gruppe der Klassementfahrerinnen auf eine Minute aus. Mit ihr im Alleingang an der Spitze ging es in die letzte Runde, auch wenn ihr Vorsprung nach und nach schmolz. Beim letzten Anstieg am Col d'Èze bereitete Antonia Niedermaier an der Spitze des Pelotons den Angriff von Niewiadoma vor. Die Deutsche zog das Tempo ordentlich an. Kurz vor dem steilsten Teilstück mit 16 Prozent Steigung kassierte Niedermaier Holgren ein. Vorentscheidung am Berg In dieser Phase drückte nun Niewiadoma ordentlich aufs Tempo und setzte sich an die Spitze, nur Demi Vollering konnte mithalten. Der Kampf der beiden Rivalinnen um den Gesamtsieg ging nun in die richtig heiße Phase. 700 Meter vor der Kuppe attackierte Demi Vollering und setzte sich von der Polin ab. Immer wieder blickte Vollering nach hinten und sah, dass der Abstand zu ihrer Kontrahentin wuchs. Niewiadoma tat sich sichtlich schwer. Vollering wirkte frischer und baute ihren Vorsprung an der Bergwertung auf 20 Sekunden auf die Polin aus. Die Vorentscheidung war gefallen. In der Abfahrt vergrößerte Vollering den Abstand auf über eine Minute und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. In 2 Stunden 44 Minuten und 43 Sekunden beendete sie die letzte Etappe der fünften Tour de France Femmes als Erste. Mit 1:04 Minuten Rückstand fuhren Paula Blasi als Zweite und Kasia Niewiadoma als Dritte über die Ziellinie. Historischer Triumph Für die Niederländerin Vollering ist es nach 2023 der zweite Sieg bei der Tour de France Femmes. Ein historischer Erfolg, denn es ist das erste Mal, dass eine Frau zwei Mal die Frankreich-Rundfahrt in diesem Format gewinnt.

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