DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,64 % 63.211,73 Pkt 05:29:10 Gold -0,12 % 4.033,50 USD 05:33:53 Silber -0,59 % 53,79 USD 05:33:50 Brent -5,28 % 109,69 USD 05:33:37 WTI -0,99 % 100,75 USD 05:33:47 Bitcoin -0,63 % 79.504,28 USD 05:44:10 EUR/USD -0,40 % 1,11730 USD 05:43:45 EUR/GBP -0,14 % 0,83730 GBP 05:44:11 EUR/CHF +0,03 % 0,92440 CHF 05:44:11 EUR/JPY +0,06 % 176,014 JPY 05:44:12

Von 8 auf 2 Stunden Arbeit pro Woche: CEO Carrol organisiert Kinder und Essen mit KI-Agenten

Technologie

Job und Familie unter einen Hut zu bringen ist eine Herausforderung. Sport der Kinder, Schulverpflichtungen oder Verabredungen müssen geplant und durchgeführt werden. Der administrative Teil – also, wie man von Ort zu Ort kommt – bleibt oft an einem Elternteil hängen. Im Fall von Carrol Chang hat sie die mentale Last übernommen. Gegenüber „Business Insider“ berichtet die Geschäftsführerin eines IT- und KI-Dienstleisters, wie sie ihren mental Load von etwa acht auf zwei Stunden pro Woche verringern konnte.

KI nimmt mental Load von Mutter ab

Für die Organisation rund um ihre drei Kinder hat Chang verschiedene KI-Agenten eingerichtet. Unter anderem für Sport, Schule oder die Essensplanung. „Ich habe den Agenten angewiesen, die Schul-E-Mails zu lesen, Informationen auszuwählen und bei Bedarf Kalendertermine hinzuzufügen“, wird Chang im „Business Insider“ zitiert.

Auch der Ernährungsplan ist KI-unterstützt. Durch die Anwendung werden Chang auch die Produkte genannt, die sie einkaufen muss. Dadurch sei die Mutter im Alltag weniger gestresst, könne besser schlafen und habe mehr Zeit für die Familie. Das sei „für alle angenehmer“, schildert sie. Nach eigenen Angaben üperprüft Chang die KI-Agenten regelmäßig.

Mental Load in deutschen Familien: Mütter oft doppelt belastet

Mütter tragen in deutschen Familien die Hauptlast bei der Organisation des Alltags und leiden deutlich häufiger unter dauerhafter mentaler Überlastung als Väter. Das zeigt eine Befragung der hkk Krankenkasse zusammen mit dem forsa-Institut aus dem Jahr 2025.

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Während 62 Prozent der befragten Mütter die gedankliche Planungsarbeit als starke Belastung empfinden, gaben dies bei den Vätern lediglich 31 Prozent an. Mehr als die Hälfte der Frauen kann gedanklich kaum noch abschalten.

Studie deckt deutliche Unterschiede auf

Die ungleiche Verteilung wirkt sich spürbar auf das Wohlbefinden aus. Frauen berichten wesentlich öfter von körperlichen Beschwerden sowie von psychischen Symptomen wie Nervosität oder anhaltenden Sorgen. Deutliche Differenzen zeigen sich laut der Untersuchung der hkk Krankenkasse auch bei der Einschätzung der Fairness: Während 82 Prozent der Väter die Aufgabenverteilung als gerecht empfinden, stimmen dem nur 61 Prozent der Mütter zu.

Die Bestsellerautorin Patricia Cammarata erklärt die Hintergründe der unsichtbaren Planungsarbeit: „Mental Load ist die unsichtbare Denkarbeit, die den Alltag am Laufen hält – ein permanentes Hintergrundprogramm, das viel Energie kostet.“

Cammarata fordert gesellschaftliches Umdenken

Ein wesentlicher Grund für die ungleichen Lasten liegt in den unterschiedlichen Erwerbskonstellationen, da Väter häufiger in Vollzeit und Mütter in Teilzeit arbeiten. Um einer drohenden Überlastung entgegenzuwirken, seien Politik und Arbeitgeber gefordert, bessere Rahmenbedingungen und flexible Arbeitszeitmodelle zu schaffen.

Cammarata betont den gesellschaftlichen Handlungsbedarf in der Pressemitteilung der hkk: „Mental Load ist kein individuelles Problem einzelner Mütter, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir tun uns als Gesellschaft einen großen Gefallen, wenn wir verhindern, dass Überlastung zum Normalzustand wird.“

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