DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,00 % 52.337,04 Pkt 20:52:33 S&P 500 +0,18 % 7.676,85 Pkt 20:52:34 Nasdaq +0,67 % 26.181,99 Pkt 20:52:32 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold +0,44 % 4.025,40 USD 20:42:32 Silber -0,04 % 53,93 USD 20:42:32 Brent -0,74 % 110,87 USD 20:42:30 WTI -1,30 % 101,93 USD 20:42:25 Bitcoin -0,23 % 79.839,97 USD 20:52:32 EUR/USD -0,33 % 1,11840 USD 20:51:45 EUR/GBP +0,06 % 0,83760 GBP 20:52:34 EUR/CHF +0,55 % 0,92510 CHF 20:52:33 EUR/JPY +0,27 % 176,066 JPY 20:52:34

Von der Leyen und Merz gratulieren Lula da Silva

Welt

Gemeinsam würden beide Seiten weiter eng für einen freien Handel, eine regelbasierte Weltordnung und den Klimaschutz eintreten, führte von der Leyen aus. Auch Bundeskanzler Merz gratulierte Lula und erklärte, er freue sich darauf, die strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und Brasilien gemeinsam weiter zu vertiefen. Zahlreiche weitere Staats- und Regierungschefs beglückwünschten Lula zur Wiederwahl. Mexikos Präsidentin Sheinbaum erklärte, es lebe die Demokratie. Das brasilianische Volk habe gewonnen. Kubas Staatschef Diaz-Canel sprach von einem historischen Sieg. Paraguays Präsident Pena meinte, er zolle dem brasilianischen Volk seinen Respekt für diesen "großartigen demokratischen Weg".

Lula da Silva kam bei der Wahl auf fast 52 Prozent der Stimmen. Sein rechtsgerichteter Herausforderer, Flavio Bolsonaro, Sohn des wegen eines versuchten Staatsstreichs verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, erreichte etwas mehr als 48 Prozent. In der ersten Wahlrunde hatte er mit 45 Prozent noch zwei Punkte hinter Bolsonaro gelegen.

Bolsonaro will Annulierung der Wahl beantragen

Bolsonaro will das Ergebnis nicht akzeptieren. Er kündigte an, eine Annullierung der Wahlen zu beantragen. Bolsonaro bezeichnete eine vorangegangene Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die Wahllokale zwei Stunden länger offenzuhalten, als "inakzeptabel". Zunächst hatte es geheißen, sowohl Lula als auch Bolsonaro hätten sich mit Verweis auf Probleme mit dem öffentlichen Nahverkehr und Unwetter in einigen Landesteilen für eine Verlängerung ausgesprochen. Der Ausgang der Stichwahl ist entscheidend für die künftige Ausrichtung des Landes mit mehr als 210 Millionen Einwohnern. Der brasilianische Präsident ist sowohl Staatsoberhaupt als auch Regierungschef.

Lula erklärte nach seiner Wiederwahl, das Votum der Brasilianer sei ein Votum zur "Sicherung der Demokratie". Brasilien sei nicht der Hinterhof von irgendjemandem, führte er wohl mit Blick vor allem auf die US-amerikanische Politik aus. Mit Blick auf die internationale Politik hatte das Bolsonaro-Lager in Aussicht gestellt, das bevölkerungsreichste und wirtschaftsstärkste Land Lateinamerikas in die Nähe zur Regierung von US-Präsident Trump zu rücken. Lula indes gilt als Kritiker Trumps.

Der Präsident rief zugleich zur nationalen Versöhnung und Einheit auf. Ab jetzt gebe es keinen wahltaktischen Rivalen mehr. Er wolle das Land für alle 215 Millionen Brasilianer regieren. Unter Lulas Regierung sank zwar die Arbeitslosigkeit auf einen historischen Tiefstand, die Armut ging zurück und der Mindestlohn stieg. Zugleich sorgten aber gestiegene Lebenshaltungskosten für Unmut. Zudem belastete ein Skandal um mutmaßlichen Betrug bei der Rentenversicherung Lulas Regierung.

Weiterführende Informationen

Diese Nachricht wurde am 26.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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