Vonovia unter Druck, TAG im Aufwind
Nach einer skeptischen Einstufung durch Morgan Stanley verloren Vonovia letztlich auf der Handelsplattform XETRA 0,21 Prozent auf 16,535 Euro und fielen zeitweise wieder unter ihr jüngstes Jahrestief von 16,185 Euro. Zur generellen Belastung durch steigende Marktzinsen gesellte sich nach dem Wahlsieg der Linkspartei in Berlin wieder das Thema Vergesellschaftung von Immobilienportfolios.
Vonovia mitsamt der Tochter Deutsche Wohnen wäre besonders betroffen von den entsprechenden Plänen einer möglichen rot-rot-grünen Berliner Regierung. Die Grünen und die SPD hatten am Vorabend den Weg freigemacht für Koalitionsverhandlungen mit der Linkspartei. Der Linken-Fraktionsvorstand berät am Dienstag nun einmal mehr über das Thema Antisemitismus und den weiteren Umgang mit der Abgeordneten Vanessa Emde. Das Thema ist für Grüne und SPD ein wichtiger Störfaktor.
Derweil konnten sich die Aktien von TAG Immobilien nach einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs schließlich abkoppeln und verzeichneten ein Plus von 4,45 Prozent bei 10,80 Euro. Der Wachstumsmotor Polen verhelfe den Hamburgern zu einer branchenführenden Gewinndynamik, schrieb Goldman-Experte Jonathan Kownator. Zudem lobte er die Rendite und die geringen Leerstände im deutschen Immobilienbestand. Obendrein sei die Bilanz von TAG solide.
Relativ stark sank zwischenzeitlich in diesem Sektor auch der Kurs von LEG Immobilien, nachdem die US-Bank Morgan Stanley ihr Votum auf "Underweight" gesenkt hatte. Letztlich ging es 0,61 Prozent auf 46,30 Euro aufwärts.
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FRANKFURT (dpa-AFX)