DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,29 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber -5,59 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -1,26 % 113,43 USD 21:59:57 WTI +2,08 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,28 % 77.412,71 USD 00:10:23 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:29 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:27:29 EUR/CHF -0,32 % 0,92060 CHF 22:43:25 EUR/JPY -0,23 % 175,650 JPY 22:43:25

Vor allem bei Senioren beliebt: Diese Handys werden ab 2028 unbrauchbar

Wirtschaft

Bei einigen liegen sie unbenutzt im Schrank, andere nennen sie „Dumbphones“ und feiern sie für Digital Detox. Doch für viele Senioren sind sie die beste Möglichkeit, auch unterwegs erreichbar zu sein oder Hilfe rufen zu können. Doch spätestens Ende 2028 sind sie nutzlos wie ein Stück Holz: Das Ende der alten Tastenhandys steht bevor.

Tastenhandys sind zuverlässig, unkompliziert, haben lange Standzeiten und erfreuen sich bei Senioren und Digital-Aussteigern immer noch großer Beliebtheit. Davon abgesehen sind sie auch deutlich günstiger als fast jedes Smartphone. Allerdings haben sie ein großes Manko: Viele von Ihnen nutzen veraltete Frequenztechnik, die nicht länger gepflegt wird.

Welche Geräte werden durch die 2G-Abschaltung nutzlos?

Aktuell wird von den meisten Handys der 5G-Standard unterstützt, der unter anderem Internetverbindungen ermöglicht, die schneller als so manche Festnetz-Leitung sind. Wo das nicht klappt, fällt die Verbindung aufs 4G-Netz zurück.

4G war davor die beste Verbindung und die hatte das 3G-Netz (UMTS) als Backup. Doch dessen Frequenzen wurden bereits 2021 abgeschaltet. Wer also ein altes Handy hatte, das nicht zumindest 4G beherrschte, verlor seine Verbindung – allerdings nicht ganz.

Vor 3G gab es nämlich noch den Uralt-Standard 2G/GSM. Und der wurde interessanterweise weiter aufrechterhalten, als 3G bereits beendet war. Das hatte durchaus gute Gründe, denn 2G wurde nicht nur von 90er-Jahre-Handys verwendet, sondern betraf auch Verbindungen, über die viele gar nicht nachdenken. Alte Kartenzahlungs-Terminals, Alarmanlagen, Notruf-Funkmodule in Autos und Aufzügen und unzählige Sensoren und Messgeräte verwenden diese Technik aktuell noch.

Alle Technologien, die immer noch mit den 2G-Frequenzen arbeiten, werden nach der Abschaltung nutzlos. Das betrifft alte Handys, aber eben auch eine ganze Reihe anderer Geräte.

Was passiert mit meinem Handy, wenn 2G abgeschaltet wird?

Interessanterweise können selbst 4G-Smartphones in Schwierigkeiten geraten, wenn 2G deaktiviert wird. Manche der moderneren Geräte haben nämlich 2G nur für die Sprachtelefonie genutzt und die schnelleren Frequenzen für die Internetverbindung. Sofern diese Handys kein Voice over LTE (VoLTE) beherrschen, könnt ihr sie fürs Telefonieren nicht mehr nutzen.

Doch wer ein Gerät verwendet, das nur die Standards 2G und 3G unterstützt, der muss nun aufrüsten. Handys könnt ihr dann nur noch zum Spielen benutzen und Dinge wie Alarmanlagen, Standheizungen oder funkgesteuerte Thermostate sind dann tot. Es gibt einfach kein Netzwerk mehr, mit dem sie sich verbinden können.

Die Abschaltungstermine fürs 2G-Netz stehen fest:

Telekom: Ende Juni 2028

Vodafone: Ende September 2028

Telefónica (O2): Q2/Q3 2028, spätestens Ende Dezember 2028

Wer zu diesem Zeitpunkt ein Handy zum Telefonieren braucht, muss sich ein moderneres Gerät holen, das zumindest 4G nutzen kann.

Ältere Alarmanlagen, Smart-Meter, Karten-Terminals und Notrufsysteme müssen aufgerüstet oder ausgetauscht werden. Betreiber sollten sich frühzeitig bei den Herstellern nach Alternativen erkundigen.

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