Vor der Klatsche: HSV erzielt "grundsätzliche Einigung" mit Polzin
Der Hamburger SV steht vor einer Vertragsverlängerung mit Cheftrainer Merlin Polzin. Die Einigung wurde vor der zweiten heftigen Saison-Niederlage erzielt.
"Eine grundsätzliche Einigung ist da. Es geht um Details. Da muss sich keiner Sorgen um mich oder das Trainerteam machen", bestätigte der HSV-Coach am Sonntag am Rande der 0:5-Abreibung bei RB Leipzig bei "DAZN".
Mit Sportvorständin Kathleen Krüger habe er "tolle Gespräche" geführt. "Wir haben eine ähnliche Vision von unserem Verein."
Krüger betonte ihrerseits am Mikrofon des Streamingdienstes: "Der Kennenlernprozess ist abgeschlossen. Wir sind uns grundsätzlich einig. Das sind einfach Kleinigkeiten und Prozesse, die wir noch zu gehen haben. Wir sind alle noch auf Kurs. Ich spüre im HSV-Umfeld keine Unruhe. Ganz im Gegenteil: Wir im Team wissen, was wir aneinander haben. Keiner spürt eine Unsicherheit. Wir wissen, dass wir gemeinsam in die Zukunft gehen werden."
Nächstes HSV-Debakel: "Das nackte Ergebnis ist heute ernüchternd"
Die Aussagen gaben beide am Sonntag vor der Partie in Leipzig zu Protokoll. Beim Champions-League-Teilnehmer waren die von Polzin trainierten Rothosen am Ende klar unterlegen. Tidiam Gomis (17.) und Antonio Nusa (28.) brachten die Hausherren in Durchgang eins auf die Siegerstraße, Willi Orban (72.), Christopher Nkunku (74.) und Romulo (77.) machten den Kantersieg perfekt.
Für den Hamburger SV setzte es somit am dritten Bundesliga-Spieltag eine zweite deftige Abreibung. Nach der Auftaktniederlage beim BVB (0:2) hatte es zuletzt zuhause gegen Mainz 05 bereits eine 0:5-Klatsche gegeben. Ohne eigenes Tor geschossen zu haben, liegt der HSV nun auf dem letzten Tabellenplatz. Es ist der schlechteste HSV-Start der Bundesliga-Geschichte.
"Das nackte Ergebnis ist heute ernüchternd", sagte der Hamburger Profifußball-Direktor Claus Costa, er verwies aber bei "DAZN" auch darauf, dass "die Art und Weise" nicht mit dem Heimspiel gegen Mainz zu vergleichen war. Dennoch: "Drei Gegentore in sechs Minuten - das darf natürlich nicht passieren." Costa prangerte die vielen individuellen Fehler an und forderte am kommenden Spieltag gegen den 1. FC Köln "ein anderes Gesicht". Von "Aktionismus" halte er nichts.