Vor Inflationsdaten: DAX mit Gewinnen -- Asiens Börsen schließen in Rot -- ASML mit Gewinnsprung -- RENK mit Auftrag von KNDS -- Zalando, NEL, Lufthansa, PNE, SpaceX, DroneShield, Vonovia im Fokus
Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigen sich auch am Mittwoch verhalten in Kauflaune.
Der DAX startete 0,25 Prozent höher bei 25.322,08 Punkten und bleibt auch im Verlauf auf grünem Terrain.
Der TecDAX zeigte sich zum Auftakt 0,51 Prozent fester bei 4.009,11 Punkten, auch hier sind weitere Aufschläge zu sehen.
Der DAX legt am Mittwoch vor weiteren Unternehmensquartalsberichten aus den USA und der Veröffentlichung von US-Inflationsdaten zunächst etwas zu, Anleger scheinen hierzulande gelassen zu bleiben. Dennoch ringt der deutsche Leitindex nach wie vor mit der gleitenden 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend, die aktuell bei 25.313 Punkten verläuft. "Der DAX ist weiterhin auf Richtungssuche", sagt Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Er spricht von einem Abwarte-Markt, in dem sich derzeit kaum einer in großem Stil positionieren wolle und verweist auf Sorgen, "ausgerechnet im vierten Quartal auf dem falschen Fuß erwischt zu werden".
Die am Nachmittag anstehenden US-Verbraucherpreise sind für den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank wichtig. Sollten sie höher als erwartet ausfallen und Anleger dies als Signal für mögliche weitere Zinserhöhungen der Fed interpretieren, könnten gerade die Aktien der stark finanzierungsabhängigen Technologiekonzerne wieder unter Druck geraten. Sie hatten in dieser Woche bereits deutliche Abgaben verzeichnet, in Asien befanden sie sich am Mittwoch aber auf Erholungskurs.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich mit Aufschlägen.
Der EURO STOXX 50 legte zum Auftakt 0,14 Prozent auf 6.175,94 Punkte zu und gewinnt auch im Handelsverlauf weiter.
Am Vortag konnten die Kursgewinne bis Handelsschluss nicht gehalten werden. Der Auftakt in die US-Berichtssaison ist holprig verlaufen. Wie CMC anmerkt, sind die Quartalszahlen von JPMorgan, Citigroup, Goldman Sachs, UnitedHealth und Johnson & Johnson insgesamt zwar besser als erwartet ausgefallen. Dennoch konnten sie die Anleger nur teilweise überzeugen. "Das zeigt, wie hoch die Messlatte inzwischen liegt. Gute Zahlen allein reichen nicht mehr aus, um neue Kursfantasie zu entfachen (...)". Für den Technologiesektor wichtig sind die Geschäftszahlen von ASML. Mit Preisen von rund 106 Dollar das Barrel notiert Öl auf einem weiterhin sehr hohen Niveau. Positiv für die Börsen ist aber die relative Entspannung an den Anleihemärkten. Im Handel ist von einer zunehmenden Entkopplung der Anleihe- von den Energiemärkten die Rede. Im Fokus steht die Bekanntgabe der US-Verbraucherpreise am Nachmittag.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die wichtigsten US-Börsenbarometer zeigten sich am Dienstag mit negativer Tendenz.
Der Dow Jones legte zum Start zu, fiel dann jedoch auf rotes Terrain zurück und beendete den Handel 0,35 Prozent tiefer bei 51.670,99 Punkten.
Für den NASDAQ Composite ging es bereits zum Start runter. Letztlich gab er 0,15 Prozent auf 27.204,38 Zähler nach.
Am Tag der großen US-Banken stach Goldman Sachs hervor: Das Investmenthaus übertraf im Aktienhandel des vergangenen Quartals die Erwartungen deutlich.
In der Tech-Welt wächst dagegen die Sorge vor Konkurrenz aus China: Einem Zeitungsbericht zufolge erzielt der chinesische Speicherchip-Hersteller CXMT erhebliche technologische Fortschritte. Das belastete bereits in Asien und Europa die Chipbranche und setzte auch an der Nasdaq entsprechende Werte unter Druck.
Neben Goldman Sachs legten auch Citigroup, JPMorgan und Wells Fargo ihre Quartalsbilanzen vor. Außerhalb des Bankensektors rückten die Geschäftszahlen von Johnson & Johnson in den Fokus der Anleger. Daneben hat der Krankenversicherer UnitedHealth seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr angehoben.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Am Mittwoch präsentierten sich die asiatischen Börsen mehrheitlich schwächer.
Der Nikkei 225 legte im Handelsverlauf zu, die Stimmung verschlechterte sich aber im späten Verlauf und das Börsenbarometer ging schlussendlich 0,05 Prozent tiefer bei 67.744,29 Punkten in den Feierabend.
Auf dem chinesischen Festland konnte der Shanghai Composite seine Gewinne unterdessen ebenfalls nicht verteidigen und rutschte um 0,88 Prozent auf 3.767,23 Punkte ins Minus.
In Hongkong verlor der Hang Seng 0,15 Prozent auf 24.307,67 Indexpunkte.
Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch mehrheitlich geschwächelt. Dabei hielten sich die Abgaben zumeist in Grenzen. Erholungsansätze seien durch wieder gestiegene Ölpreise überlagert worden, so die Marktstrategen der Deutschen Bank. Eine neue Welle von Angriffen im Nahen Osten hatte Zweifel an einer nachhaltigen Erholung der Energielieferungen aus dem Persischen Golf geschürt und Inflationssorgen angeheizt. Saudi-Arabien fing weitere Raketen und Drohnen der Huthi aus dem Jemen ab, ein Ende der Kämpfe mit der vom Iran unterstützten Miliz ist bislang nicht in Sicht.
Japanische Aktien konnten vorübergehende Gewinne nicht halten. Nach neuen Zahlen von ASML hatten Werte aus dem Halbleitersektor wieder nachgegeben. "Trotz solider Geschäftszahlen konnte Ausblick nicht überzeugen", merkte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets dazu an. "Die Skepsis gegenüber den hohen Bewertungen im Technologiesektor wächst." Die Berichtssaison entwickele sich zunehmend zur Stunde der Wahrheit für die Euphorie im Bereich der künstlichen Intelligenz.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken