Vor Nvidia-Zahlen: Sandisk, Micron, Intel, Applied Optoelectronics und Co massiv unter Beschuss
Während der US-amerikanische Leitindex Dow Jones zur Stunde im Plus notiert, dominieren beim marktbreiteren S&P 500 und dem Nasdaq 100 zum Start in die neue Handelswoche klar die roten Vorzeichen. Einmal mehr sind es Gewinnmitnahmen bei Chip- respektive KI-Aktien, die für die Schwäche der Indizes sorgen.
Im Dow Jones gehört die Aktie des KI-Darlings Nvidia mit einem Minus von rund 2,3 Prozent am Montag zu den größten Verlierern. Das Unternehmen steht in dieser Woche unter besonderer Beobachtung der Anleger, denn am Mittwoch nach US-Börsenschluss wird der unangefochtene Marktführer für leistungsstarke KI-Chips frische Quartalszahlen vorlegen.
Aufgekommene Spekulationen über Preiserhöhungen wegen steigender Kosten bei Nvidia sorgen zu Wochenbeginn für Verunsicherung im Tech-Sektor. Darüber hinaus bleibt der weiterhin schwelende Konflikt zwischen den USA und dem Iran für fallende Notierungen bei spekulativeren Sektoren.
Mit einem Minus von neun Prozent führt die Aktie des Speicherchip-Herstellers Sandisk die Verliererliste im S&P 500 an. Zu den Top-Verlierern gehören mit Micron und Seagate Technology zwei weitere Vertreter der Branche.
Auch die Papiere der "KI-Gewinner" Lumentum, Coherent und die des Chip-Riesen Intel verlieren deutlich an Boden.
Besonders hart trifft es die Aktie von Applied Optoelectronics. Das Unternehmen will 600 Millionen Dollar an Kapital einsammeln und sorgt damit für Verwässerungsängste. Die Anteile des Herstellers und Entwicklers einer Reihe von optischen Kommunikationsprodukten büßten zeitweise gut 15 Prozent ein.