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Vor Verstärkungen: Warum RB Leipzig erst Spieler verkaufen muss

Sport

©IMAGO

48 Millionen Euro hat RB Leipzig in diesem Sommer für vier Neuzugänge ausgegeben bei Transfereinnahmen von 172,75 Millionen Euro. Doch trotz des Rekordverkaufs von Yan Diomande (19) kann Sportchef Marcel Schäfer den Kader nicht nach Belieben verstärken, wie zuletzt die gescheiterten Bemühungen um die zu teuren Diego Moreira (22, für 50 Mio. Euro zu Milan) und Said El Mala (20, verlängerte in Köln) zeigten. Vor weiteren Verstärkungen müssen zunächst weitere Abgänge folgen, wie Schäfer in der „Sport Bild“ bestätigte.

„Zu glauben, dass wir nach einem großen Transfer ein Klub sind, der eine Schatztruhe zum Geldausgeben hat, ist nicht richtig“, sagte der Ex-Profi dem Magazin in Bezug auf den Diomande-Abgang für mindestens 125 Mio. Euro zu Real Madrid. Mit Transfererlösen in dieser Höhe hatten die Sachsen demnach geplant, um die laufenden Kosten zu decken, die sich in den vergangenen Jahren in nicht mehr hinnehmbare Höhen entwickelt haben. Schäfer: „Es ist für uns ein Muss, dass wir Transfererlöse erzielen. Daher haben wir auf der Abgangsseite wirtschaftlich noch einiges zu tun, weil wir den Kader auf ein gesundes Maß zurückführen müssen.“

Kaderkosten-Regel zwingt RB Leipzig zum Sparen

Hintergrund ist die aktuell geltende Financial-Fairplay-Regel, nach der 70 Prozent der Einnahmen in den Kader reinvestiert werden dürfen – inklusive Gehälter. 2025/26 lagen die Kaderkosten bei über 200 Mio. Euro, heißt es. Gesenkt wurden diese bereits, aber noch nicht genug. Red Bull als Sponsor und Besitzer des Vereins darf nicht unentwegt in den Klub investieren, weil Sponsoring-Einnahmen dem Markt entsprechen müssen. Die für die Leipziger dabei mögliche Summe, die durch einen Schlüssel für jeden Verein errechnet wird, sank dabei in der vergangenen Saison, als der Europacup verpasst worden war. Nun stieg sie zwar wegen der Champions League wieder, allerdings nicht ins Unermessliche.

„Die Summen sind in dieser Saison ausgeglichen. Es ist bisher noch nie etwas ausgegeben worden, was vorher nicht da war“, so Schäfer weiter. Zudem werde bei hohen Ablösen, die junge Spieler mit großem Talent – siehe Moreira und El Mala oder auch der zuletzt gehandelte Matias Fernandez-Pardo (21) – heutzutage kosten, genau abgewogen: „Wir haben für uns eine Grenze festgelegt, über die es nicht hinausgehen soll. (…) Zur sportlichen Komponente gehört auch die wirtschaftliche. Wenn eine der beiden Seiten nicht passt, dann wird es nicht gemacht.“

Konkrete Gerüchte um Abgänge, die im Gegensatz zu den verliehenen Lutsharel Geertruida (26, PSV) oder Eljif Elmas (26, Atalanta) sofort viel Geld in die Kassen spülen, bleiben bei RB Leipzig aus. Castello Lukeba (23) wurde jüngst lose beim FC Barcelona, eine heiße Spur gibt es laut Fabrizio Romano allerdings nicht. Ob Trainer Martin Demichelis vor allem in der Offensive die erhoffte Verstärkung bekommt, hängt also auch davon ab, ob sich das bis zum Transferschluss am 1. September noch ändert.

Gerücht C. Lukeba Innenverteidiger

RB Leipzig 29 % FC Barcelona Bundesliga LaLiga

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