Vorerst keine Verhandlungen geplant
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Vorerst wohl keine Verhandlungen: Iran stößt Trump vor den Kopf – „Keine Pläne“
Von: Nail Akkoyun
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Der Iran lässt Trump auflaufen: Nach der Verhandlungs-Absage setzt das Mullah-Regime noch einen drauf: Schon bald würde die US Army die Golfregion verlassen.
Teheran – Der Iran hat bei der UN-Generalversammlung in New York klargestellt, dass sie keine Verhandlungen mit den USA führen wird. „Die iranische Delegation in New York hat keine Pläne für Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten“, berichtete die offizielle iranische Nachrichtenagentur Irna am Montag unter Berufung auf Delegationskreise. Die Delegation werde am Dienstag nach Teheran zurückkehren.
Teheran betonte zugleich, seine Position bereits klar kommuniziert zu haben. „Die Standpunkte und Positionen der Islamischen Republik Iran wurden der amerikanischen Seite am vergangenen Dienstag klar und ausdrücklich über einen katarischen Vermittler übermittelt“, zitierte Irna aus Delegationskreisen. Katar fungiert seit Beginn des Konflikts als Vermittler zwischen beiden Seiten.
Ajatollah Chamenei prophezeit schwindende US-Präsenz in der Golfregion
Der Iran hatte zuletzt eine Liste mit sieben Bedingungen vorgelegt, um den Krieg zu beenden und die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Die strategisch wichtige Meerenge, über die vor dem Krieg ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Gaslieferungen lief, steht im Zentrum des Konflikts. Seit Kriegsbeginn Ende Februar beansprucht der Iran die Kontrolle über die Meerenge. Die USA verhängten im Gegenzug eine Blockade gegen iranische Häfen.
Irans neuer Oberster Führer Modschtaba Chamenei verschärfte am Montag den Ton gegenüber Washington. In einer schriftlichen Erklärung, die im iranischen Staatsfernsehen veröffentlicht wurde, schrieb er – ohne die USA ausdrücklich zu nennen. „Heute wagen sie sich, nachdem sie schmerzhafte Schläge durch tapfere Kämpfer und die Wächter der Straße von Hormus erlitten haben, nicht mehr hinaus über das Arabische Meer“, sagte er. Und weiter: „Es wird nicht mehr lange dauern, bis auch das Arabische Meer ihre Präsenz los sein wird.“
Trump erwartete noch Gespräche – doch der Iran widerspricht
Während der Iran eine Rückkehr an den Verhandlungstisch ausschließt, zeigte sich US-Präsident Donald Trump zuletzt noch optimistisch. Gegenüber dem Nachrichtenportal Axios erklärte er, er rechne in den nächsten Tagen mit einer Fortsetzung der Iran-Verhandlungen. Zuvor hatte Trump den von Teheran vorgelegten Sieben-Punkte-Plan am Samstag abgelehnt. Die gegensätzlichen Signale beider Seiten lassen eine baldige Einigung unwahrscheinlich erscheinen.
Parallel zum Iran-Krieg: US-Abzug aus dem Irak abgeschlossen
Parallel zu den festgefahrenen Verhandlungen haben die USA ihren Truppenabzug aus dem Irak abgeschlossen. Alle Kampftruppen und Kräfte zur logistischen Unterstützung hätten das Land verlassen, sagte ein irakischer Regierungsvertreter der Deutschen Presse-Agentur. Eine offizielle Bestätigung aus Washington stand zunächst aus. Auf den Abzug hatten sich beide Länder bereits 2024 geeinigt. Zuletzt waren nach Angaben des Pentagons noch rund 2500 US-Soldaten im Land stationiert – in Erbil, nahe dem Flughafen Bagdad und in der Grünen Zone der Hauptstadt.
Der Iran-Krieg hatte die Sicherheitslage im Irak erneut verschlechtert. Es kam zu Hunderten Angriffen auf US-Einrichtungen und -Soldaten sowie auf Ziele kurdischer Kräfte. Ab Mittwoch, wenn die offizielle Abzugsfrist ausläuft, sind im Irak vier offizielle Feiertage unter dem Namen „Tag der Unabhängigkeit“ geplant. Eigentlich sollten die mit dem Iran verbündeten Milizen parallel zum Abzug entwaffnet und in den staatlichen Sicherheitsapparat eingegliedert werden. Ministerpräsident Ali al-Saidi verschob diesen Schritt jedoch auf Juni 2027. (Quellen: dpa, AFP, Irna) (nak)