Vorfall in Stuttgart: 16-Jährige hat Vergewaltigung am Charlottenplatz vorgetäuscht
Vorfall in Stuttgart : 16-Jährige hat Vergewaltigung am Charlottenplatz vorgetäuscht Die junge Frau gibt zu, dass eine Vergewaltigung durch zwei junge Männer nicht stattgefunden hat. Die angebliche Sexualstraftat hatte eine Sicherheitsdebatte um Videoüberwachung und Gewalt gegen Frauen ausgelöst. Von 31.07.2026, 07:59 UhrStuttgart Stuttgart: Die angebliche Vergewaltigung am Charlottenplatz war vorgetäuscht. Die 16-Jährige gab zu, den Vorfall in der Nacht zum 27. Juni erfunden zu haben. Polizei meldet „zahlreiche Ungereimtheiten“ – die Eltern wurden informiert. Der Fall löste Debatten über Videoüberwachung und Gewalt gegen Frauen aus. Zuvor war die Jugendliche in der Gewaltambulanz untersucht und Spuren wurden gesichert. Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt. War das hilfreich für Sie? Jugendliche kam von Party im Akademiegarten Dabei waren die Schilderungen zunächst durchaus plausibel gewesen. Die 16-Jährige war an jenem Samstag gegen 2 Uhr Passanten aufgefallen. Sie sei in der Toilettenanlage am Charlottenplatz vergewaltigt worden, hatte sie berichtet. Täter sollen zwei Männer gewesen sein, die sie ganz gut beschreiben konnte. Die Jugendliche wurde in die Gewaltambulanz des Klinikums gebracht, wo man Spuren sicherte und mutmaßliche Verletzungen dokumentierte. Die junge Frau hatte sich zuvor bei einer Party im Akademiegarten befunden, der an Wochenenden häufig von Jugendgruppen aufgesucht wird. Dabei soll reichlich Alkohol konsumiert worden sein. Die Ermittler der Kripo hatten angesichts objektiver Befunde gute Ermittlungsansätze – und tappten dennoch lange Zeit im Dunkeln. „Allerdings ergaben sich dann auch Widersprüche im geschilderten Tatablauf“, sagt Polizeisprecher Widmann. Gegen die junge Frau wird nun wegen des Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Maßnahmen für mehr Sicherheit Erst vor wenigen Tagen hatte Stuttgarts OB Frank Nopper ein Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit am Charlottenplatz angekündigt. Die Stadt stand offenbar im Austausch mit den Eigentümern der Geschäfte in der Haltestelle und der SSB, um weitere Maßnahmen zu erörtern, mit denen die Sicherheit am Charlottenplatz erhöht werden soll. Dabei sollte auch die geplante mobile Videoüberwachung eine Rolle spielen, die Nopper für den Herbst angekündigt hatte.