Vorpommern: „AfD ist wirtschaftsfeindlich und wird Arbeitsplätze vernichten“, sagt Schwesig im TV
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat in einem NDR-Fernsehduell ihren polarisierenden Wahlkampf verteidigt und die AfD stark angegriffen. „Die AfD ist wirtschaftsfeindlich und wird Arbeitsplätze vernichten“, sagte sie im Streitgespräch mit ihrem Herausforderer Leif-Erik Holm. Sie stehe hingegen für die Stärkung der Wirtschaft. Dazu verwies sie auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch neue Milliardenprojekte. Holm wies die Angriffe zurück und warf Schwesig vor, Angst zu verbreiten.
Auch beim Thema Migration gerieten die beiden Spitzenkandidaten aneinander. Schwesig nannte die Politik der AfD ausländerfeindlich und warnte vor der Abwanderung von Fachkräften mit Migrationshintergrund. Holm sprach von einem „Versagen der Politik in den letzten zehn Jahren“. Würden illegale Einwanderer konsequent abgeschoben, dann werde auch die Ausländerfeindlichkeit zurückgehen.
Er habe nichts gegen Fachkräfte, betonte Holm. Er machte eine Arbeitserlaubnis und Kenntnisse der deutschen Sprache zur Bedingung für die Einwanderung.
Zuletzt hat die SPD in Umfragen zugelegt. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Insa-Umfrage kommt die AfD auf 37 Prozent, die SPD auf 35. Die weiteren Parteien folgen demnach mit großem Abstand. Die Linke kommt auf 10 Prozent. Die CDU steckt bei nur 7 Prozent fest – ähnlich wie in kürzlich veröffentlichten Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute. Es wäre ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik.