Vorstand nach Post über »Großdeutschland« zurück
Die AfD-Jugendorganisation »Generation Deutschland« hat den Rücktritt von einem ihrer Vorstandsmitglieder bekannt gegeben. Helmut Strauf lege sein Amt im Bundesvorstand »aus persönlichen Gründen nieder«, teilte die AfD-Jugend via X mit.
Wenige Tage zuvor sorgte Strauf mit Fantasien von einem Großdeutschland für Empörung. Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, postete Strauf eine revanchistische Karte, wie die »taz« berichtete. Darauf stellte Strauf die deutschen Grenzen infrage: Er schlug Teile vieler Nachbarländer Deutschland zu, indem er sie in Blautönen als deutsch markierte. Dazu schrieb er: »Deutsche Einheit bedeutet ein Deutschland, das das gesamte deutsche Volk in einem Staat vereint. Heute gedenken wir einem Etappen-Sieg auf dem Weg dahin.«
Auch die AfD-Jugend zeigte sich über den Post nicht erfreut. Pressesprecher Wendelin Fessl sagte demnach, »Patriotismus braucht keine historischen Landkarten-Fantasien«, der Vorgang sollte in der nächsten Vorstandssitzung »sehr deutlich« angesprochen werden. »Wer politische Verantwortung trägt, muss mehr im Blick haben als den nächsten provokanten Post«, so Fessl gegenüber der Zeitung.
Der X-Account von Strauf ist mittlerweile nicht mehr erreichbar, unter seinem Profilnamen erscheint nur noch der Hinweis, dass der Account nicht existiere.
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