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Vuelta: Enric Mas behauptet nach Pogacar-Aus das Rote Trikot

Sport

Der Spanier, dem am Vortag durch das Sturz-Aus von Topfavorit Tadej Pogacar das Rote Trikot des Gesamtführenden in den Schoss gefallen war, verdiente sich Platz eins mit einer starken Vorstellung im letzten Anstieg.

Knapp drei Kilometer vor dem Ziel setzte sich Mas aus der Favoritengruppe ab. Nur Oscar Onley (Großbritannien, Netcompany Ineos) konnte folgen und wurde im Sprint Zweiter vor dem vierfachen Vuelta-Sieger Primoz Roglic (Slowenien, Red Bull-Bora-hansgrohe), der 12 Sekunden später ins Ziel kam. "Das Rote Trikot hat mir Flügel verliehen, aber auch das Team hat einen überragenden Beitrag geleistet. Ich habe mich gut gefühlt und bin sehr glücklich über den Etappensieg", sagte Mas überwältigt.

Mas baut Gesamtführung sogar noch aus

In der Gesamtwertung vergrößerte Mas am Ende der ersten Vuelta-Woche seinen Vorsprung auf Roglic auf 1:18 Minuten, auch Felix Gall (Österreich, Decathlon CMS CGM) bekam einige Sekunden drauf und hat als Dritter 1:39 Minuten Rückstand.

Den Großteil der harten Etappe über 187 Kilometer und 5.213 Höhenmeter hatte zuvor eine Ausreißergruppe bestimmt. Bis zu 24 Fahrer hatten einen Vorsprung von knapp fünf Minuten auf das Feld. Doch im letzten Anstieg trennte sich die Spreu vom Weizen. Lange sah es so aus, als sollte Pavel Sivakov aus Pogacars UAE-XRG-Team sich den Tagessieg holen.

Rotes Trikot als Bestätigung für Mas

Doch dann machte sieben Kilometer vor Schluss, nachdem das Decathlon-Team von Felix Gall seinen Kapitän bis auf knapp eine Minute an die Spitze herangefahren hatte, die Favoritengruppe ernst. Wenig später war Sivakov gestellt. Auf den letzten Kilometern hatte der 31-jährige Mas die besten Beine und fuhr von der Spitze weg zum Sieg und endgültig ins Rote Trikot, das er sich tags zuvor aus Respekt vor Pogacars dramatischem Aus nicht angezogen, sondern nur in der Hand gehalten hatte.

Damit darf er nach Platz zwei in den Jahren 2018, 2021 und 2022 bei der Vuelta weiter vom ganz großen Wurf träumen.

Nach dem ersten Ruhetag am Montag geht es Dienstag auf der 10. Etappe hügelig weiter. Die 184,7 Kilometer von Alcaraz nach Elche de la Sierra sind mit 2.720 Höhenmetern etwas für Ausreißer oder am Ende auch die Sprinter.

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