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Vuelta: Unwiderstehlich - Wout van Aert feiert in Córdoba

Sport

Im brütendheißen Cordoba im Süden Spaniens holte sich van Aert seinen zweiten Tageserfolg bei der diesjährigen Vuelta. Im Sprint der Spitzengruppe hatte der 31-Jährige alles im Griff und siegte deutlich vor dem Italiener Alessandro Romele und dem Belgier Thibaut Nys.

In der Gesamtwertung gab es keine substanziellen Veränderungen: Der Spanier Enric Mas kam gemeinsam mit den anderen Favoriten rund zwei Minuten hinter der Spitzengruppe ins Ziel, führt die Rundfahrt damit weiter mit 2:06 Minuten Vorsprung vor dem Österreicher Felix Gall und Vorjahressieger Primoz Roglic (2:10 Minuten Rückstand) vom deutschen Team Red Bull Bora hansgrohe an.

Große Hitze - Etappe verkürzt

Die 15. Etappe war eine besondere, denn aufgrund von erwarteten Temperaturen von bis zu 42 Grad rund um Córdoba wurde das Extremwetter-Protokoll angewendet und die Strecke um fast 80 Kilometer gekürzt. Statt 189 mussten die Fahrer nur 110,2 Kilometer zurücklegen. Durch die Verkürzung fiel auf dem Weg von Palma del Río nach Córdoba auch eine Bergwertung der 3. Kategorie weg. Somit standen nur der Puerto de la Forestal (3. Kategorie) und der Puerto Artafi (3. Kategorie) auf dem Programm.

Kurze Etappe, hohes Tempo: Auf der verkürzten Strecke ging es erst um 14.50 Uhr los, doch die Profis schlugen eine höllische Geschwindigkeit an, obwohl das Profil durchaus anspruchsvoll war. Zwar fehlten die ganz hohen Berge mit langen Kletterpassagen, dafür ging es auf kleinen, kurvigen Straßen und rauhem Asphalt ständig auf und ab. Eine zwölfköpfige Spitzengruppe machte sich bei einem durchschnittlichen Tempo von 50 Stundenkilometern aus dem Staub, dabei war mit Georg Steinhauser auch ein ambitionierter deutscher Fahrer.

Hammerharter Tag bei großer Hitze

Das Feld mit den Favoriten hielt die Gruppe allerdings an der kurzen Leine, mehr als 60 Sekunden wurde das Führungs-Dutzend nicht weggelassen. Es ging richtig zur Sache, gleich reihenweise gingen schon bei der Hälfte der Strecke im Hauptfeld reihenweise abgehängte Fahrer fliegen, darunter beileibe nicht nur Sprinter.

Es war bei 40 Grad Lufttemperatur ein richtig harter Tag für das Feld, aus dem sich der Norweger Andreas Leknessund auf dem Weg zur letzten Bergwertung in Richtung Spitze davonmachte. Der 27-Jährige vom Team Uno-X Mobility hatte schon die schwere 7. Etappe der Vuelta für sich entschieden - und auch hier machte er knapp 40 Kilometer vor dem Ziel einen bärenstarken Eindruck.

Van Aert springt in die Spitzengruppe

Und Leknessund bekam Begleitung, als unter anderem Wout van Aert gemeinsam mit seinem Landsmann Thibaut Nys nach vorn preschte. Jetzt war es endgültig eine fünfköpfige Gruppe, die den Sieg unter sich ausmachen konnte, zumal das dezimierte Hauptfeld dahinter neben den Gesamtklassement-Fahrer kaum noch tempoharte Mitstreiter beinhaltete, die den Rückstand von rund einer Minute noch einmal würde zufahren können.

So kam es zum Sprint der fünf Ausreißer, wo Leknessund noch zweimal versuchte, frühzeitig davonzuspringen - vergeblich. Van Aert hatte alles im Griff und entschied den Sprint am Ende sicher für sich.

Am Montag (07.09.2026) können die Profis erst einmal durchatmen. Sie dürfen den zweiten Ruhetag der Rundfahrt genießen, bevor am Dienstag und Mittwoch zwei Sprinter-Etappen folgen.

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