Vulkanausbruch in Indonesien: Fünf Flughäfen öffnen nach tagelanger Sperre
Reisechaos in Indonesien
Nach Vulkanausbruch – Flughäfen nehmen Betrieb wieder auf
Von reuters, afp, aj
Aktualisiert am 08.09.2026 - 05:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Ausbruch des Anak Krakatau mussten acht indonesische Flughäfen schließen. Nun nimmt unter anderem Jakarta wichtigster Airport den Betrieb wieder auf.
Nach tagelangen Sperrungen wegen eines Vulkanausbruchs hat Indonesien seinen wichtigsten Flughafen in der Hauptstadt Jakarta sowie vier weitere Flughäfen wieder geöffnet. Zuvor hatte der Wind die Aschewolken des Vulkans Anak Krakatau verweht, sodass der Betrieb wieder anlaufen konnte.
Der Hauptflughafen von Jakarta erklärte auf Instagram: "Angesichts der aktuellen vulkanischen Aktivität des Mount Anak Krakatau hat der Soekarno-Hatta International Airport den Flugbetrieb wieder aufgenommen." Zuvor war die Schließung der Flughäfen wiederholt verlängert worden. Die Fluggesellschaften stehen nun vor der logistischen Aufgabe, alle gestrandeten Passagiere in Flugzeugen unterzubringen und an ihre vorgesehenen Ziele zu befördern.
"Es dürfte etwas dauern, die Flugzeuge vorzubereiten", sagte Verkehrsminister Dudy Purwagandhi am Dienstag. Die Behörden müssten zunächst die Lufttüchtigkeit von 178 Maschinen prüfen, die während der Schließung am Flughafen Soekarno-Hatta abgestellt waren.
Vulkan überzieht Indonesiens Hauptstadt mit Asche
Insgesamt acht indonesische Flughäfen hatten den Betrieb eingestellt, nachdem der mehr als 150 Kilometer von Jakarta entfernte Anak Krakatau am Samstag ausgebrochen war und eine Wolke aus Asche und Lava ausgestoßen hatte. Rund 3.000 Flüge wurden gestrichen, am Montag saßen nach Angaben des Verkehrsministeriums mehr als 340.000 Menschen an Flughäfen fest.
Zu den vier weiteren Flughäfen, die wieder geöffnet wurden, gehören nach Angaben des Verkehrsministeriums der kleinere Halim-Perdanakusuma-Flughafen, der sowohl zivile als auch militärische Flüge abfertigt, sowie der Hussein-Sastranegara-Airport in Bandung, der Hauptstadt der Provinz West-Java. Ein weiterer kleiner Flughafen auf Sumatra nahm den Betrieb nach Angaben des Ministeriums am Montagmorgen wieder auf. Somit sind nur zwei der ursprünglich acht Flughäfen weiterhin geschlossen.
Allein am Montagvormittag wurden mehr als 240 Inlands- und Auslandsverbindungen gestrichen oder hatten Verspätung, teilte der Flughafen Soekarno-Hatta mit. Fast 30.000 Passagiere waren demnach davon betroffen.
Zu den vier weiteren Flughäfen, die nun wieder geöffnet wurden, gehören nach Angaben des Verkehrsministeriums der kleinere Halim-Perdanakusuma-Flughafen, der sowohl zivile als auch militärische Flüge abfertigt, sowie der Hussein-Sastranegara-Airport in Bandung, der Hauptstadt der Provinz West-Java. Ein weiterer kleiner Flughafen auf Sumatra nahm den Betrieb nach Angaben des Ministeriums am Montagmorgen wieder auf. Somit sind nur zwei der ursprünglich acht Flughäfen weiterhin geschlossen.
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Der Anak Krakatau liegt in der Meerenge zwischen Java und Sumatra und damit im Bereich des Pazifischen Feuerrings. Indonesien zählt rund 130 aktive Vulkane; Erdbeben und Vulkanausbrüche kommen in dem Inselstaat häufig vor. Zuletzt hatte Indonesien zudem mit Waldbränden und einem Erdbeben Mitte August zu tun. Präsident Prabowo Subianto sagte nach Beratungen mit den Behörden am Montag, die Mittel für den Katastrophenschutz müssten deutlich erhöht und die Vorsorge verstärkt werden.
Anak Krakatau bedeutet "Kind des Krakatau". Der Vulkan tauchte erstmals 1927 über dem Meeresspiegel auf – in der Caldera, also der kesselförmigen Vertiefung, die sich durch den gewaltigen Ausbruch seines berüchtigten Vorgängers Krakatau im Jahr 1883 gebildet hatte. Durch diesen Ausbruch – einen der verheerendsten der Menschheitsgeschichte – waren 35.000 Menschen getötet worden.