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VW-Aufsichtsrat einigt sich einstimmig auf Sanierungsplan

Wirtschaft

03.09.2026, 20:56Lesezeit: 2 Min.

: Ein Baukran steht am Heizkraftwerk am VW-Stammwerk.dpa

Der VW-Aufsichtsrat hat sich überraschend auf ein Sparpaket geeinigt. Es sieht den Abbau weitere 50.000 Stellen vor. Die IG Metall und Konzernbetriebsrat betonen, damit sei eine Eskalation verhindert worden.

Überraschende Einigung in Wolfsburg: Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat dem Sparpaket des Konzernvorstands einstimmig zugestimmt. Dabei will der Autobauer in den kommenden Jahren unter anderem weitere 50.000 Stellen streichen. Diese Anpassung der weltweiten Personalkapazitäten sei notwendig, um die Ziele des Transformationsprogramms zu erreichen, teilte das Unternehmen in Wolfsburg mit.

Im Volkswagen-Konzern stehen zudem vier Werke auf der Kippe. Für die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm könne keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden, erklärte VW.

Für diese Werke würden „parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft“. Für die europäischen Werke solle bis Ende Juni 2027 ein mit dem Zielbild zu vereinbarendes Konzept für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktionsstruktur entwickelt werden.

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IG Metall und Konzernbetriebsrat: Eskalation verhindert

„Der Zukunftsplan schafft die Voraussetzungen, um den Volkswagen Konzern und seine Marken leistungsfähiger, wettbewerbsstärker und zukunftsorientierter aufzustellen“, heißt es in der Mitteilung. „Die Umsetzung des Zukunftsplans ist nach Auffassung des Vorstands und des Aufsichtsrats zwingend erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit des Volkswagen-Konzerns zu erhalten und für die Zukunft nachhaltig zu sichern.“ Der Aufsichtsrat habe nach intensiven und konstruktiven Beratungen dem umfassenden Zukunftsplan 2030 der Volkswagen Group „einstimmig zugestimmt“.

IG Metall und Konzernbetriebsrat betonten in einer ersten Reaktion, damit sei eine Eskalation verhindert worden. Der Vorstand müsse jetzt seine Hausaufgaben machen. Eine Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen Pkw und der VW-Komponente sei vom Tisch, der Angriff auf die Mitbestimmungsstrukturen sei damit abgewehrt, erklärte der IG Metall Vorstand in einer Mitteilung am Donnerstagabend. Kein Werk sei aufgegeben und entgegen mehreren Medienberichten sei auch keine Werksschließung besiegelt. „Vielmehr müssen jetzt für alle Standorte konkrete Lösungen erarbeitet werden – dabei sehen wir weiterhin ausdrücklich den Vorstand in der Pflicht“, sagen Benner und Cavallo.

Quelle: dpa/rfy.Artikelrechte erwerben

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