VW e-Up überzeugt endlich: Facelift mit großem Akku lohnt sich
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Klein, leicht und wendig: Die Basis des VW e-Up passt gut zum Elektroantrieb. Vor allem die späteren Modelle mit größerem Akku sind die bessere Wahl. Beim Kauf lohnt ein genauer Blick auf den allgemeinen Zustand und die Vorgeschichte. VW e-Up Bauzeit: 2013 bis 2023 Motoren: 82 PS bis 83 PS Preis: ab 7000 Euro Das ist er: Ein Mini mit Achterbahnkarriere: Beim Start 2013 wurde er noch als teures Alibi-Elektroauto belächelt. Ab 2020 war er dann heiß begehrt. Schon 2023 kam das Ende. Dabei war der VW wie geschaffen für den elektrischen Antrieb. In dem quirligen Stadtauto reichte der anfangs 18,7 kWh kleine Akku im Fahrzeugboden für bis zu 165 Kilometer, im Winter für deutlich weniger. Ab 2020 fasste der Akku dann 36,8 kWh, zudem sank der Preis, denn der Staat gab 6000 Euro Kaufprämie dazu. Resultat: 15 Monate Lieferfrist, es gab sogar einen kompletten Bestellstopp. Volkswagen produzierte so viele Autos wie möglich, und 2021 war der e-Up die Nummer 2 in der deutschen Elektroauto-Hitliste. Das kann er: Vieles, was ein Kurzstreckenstromer können muss. Der VW wuselt wendig in der Stadt und schafft mit dem größeren Akku Reichweiten von bis zu 250 Kilometern. Dabei fühlt sich das 3,54 Meter kurze Raumwunder keineswegs nach Verzicht an; das Fahrwerk überzeugt mit erwachsenem Komfort. Die Betriebskosten bleiben dabei sensationell niedrig. Mit optionalem City-Notbremsassistenten gewinnt das Konzept deutlich an Sicherheit. Ein CCS-Anschluss für zügigeres Laden mit bis zu 40 kW Ladeleistung kostete Aufpreis. Das macht Ärger: Weil Wasser in die Hochvoltbatterie eindringen konnte, rief VW einige e-Up zurück oder kaufte sie zurück. Alte Akkus können je nach Nutzung schwächer sein – die Reichweite sinkt dann zusätzlich. Wer flott fährt, verschleißt schnell die Reifen. Nicht immer ganz zuverlässig funktionieren der CCS-Ladeanschluss und die zum Fahrzeug gehörige Smartphone-App. Fazit Die Up-Verbrennerplattform – wenig Gewicht, wendiges Fahrwerk – passt auch für den Stromer hervorragend. Die 2020 eingeführte Faceliftversion mit größerem Akku ist klar empfehlenswerter als das ganz alte Modell. Gebrauchtwagenkäufer sollten neben einem Akkucheck die Achsaufhängungen, die Bremsanlage sowie die Beleuchtung prüfen. Und nicht zu vergessen: Rückrufhistorie unbedingt ansehen!