DAX +0,43 % 26.412,78 Pkt 15:54:06 MDAX +0,35 % 32.376,57 Pkt 15:54:07 Euro Stoxx 50 +0,07 % 6.544,04 Pkt 15:54:00 Dow Jones -0,38 % 53.635,87 Pkt 16:09:06 S&P 500 -0,32 % 7.774,39 Pkt 16:09:06 Nasdaq -0,28 % 26.727,04 Pkt 16:09:04 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold +0,65 % 4.466,00 USD 15:59:05 Silber +1,12 % 65,84 USD 15:59:06 Brent +0,47 % 88,94 USD 15:58:53 WTI +0,18 % 82,55 USD 15:58:55 Bitcoin +1,16 % 63.547,32 USD 16:09:03 EUR/USD +0,55 % 1,15980 USD 16:08:54 EUR/GBP 0,00 % 0,85490 GBP 16:09:07 EUR/CHF -0,10 % 0,93810 CHF 16:09:07 EUR/JPY +0,41 % 184,646 JPY 16:09:07

Wachstum verlangsamt Chinas Strukturkrise hält an

Wirtschaft

Chinas Wirtschaft wächst weiter deutlich, doch sie verliert an Schwung. Nach Angaben des Pekinger Statistikamts stieg die Industrieproduktion im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,5 Prozent. Im Juni hatte das Plus aber noch 5,3 Prozent betragen. Für das vergangene Jahr hatte Peking ein Wachstum von 5,0 Prozent ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2026 wurde offiziell ein Wert von 4,7 Prozent erreicht. Für das Gesamtjahr strebt die Führung ein Plus zwischen 4,5 und 5,0 Prozent an. Die neuen Daten dürften den Druck auf die Regierung erhöhen, weitere Konjunkturhilfen aufzulegen. Immobilienkrise und schwache Inlandsnachfrage Die Verbraucher in der Volksrepublik hielten sich weiter zurück. Die Einzelhandelsumsätze legten nur um 0,6 Prozent zu. Zugleich verschärfte sich der Rückgang der Investitionen. Von Januar bis Juli sanken die Anlageinvestitionen um 6,7 Prozent. Beide Werte verfehlten die Erwartungen von Analysten. Die Immobilieninvestitionen brachen in diesem Zeitraum sogar um fast ein Fünftel (19,2 Prozent) ein. Die Krise am Immobilienmarkt und die schwache Inlandsnachfrage bremsen die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt schon seit Jahren. Beide Probleme sind miteinander verknüpft. Viele Verbraucher geben auch wegen der Immobilienkrise kaum Geld aus. Die Pekinger Führung reagierte mit zahlreichen Markteingriffen, um die Lage zu stabilisieren, ohne die Krisen selbst beenden zu können. Starke Exporte stützen Auf der anderen Seite brummt die Exportwirtschaft. Auch wegen des weltweiten Ausbaus der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) legten die Ausfuhren im Juli gegenüber dem Vorjahreswert um 23,9 Prozent zu. Die hohen Handelsüberschüsse Chinas sorgen allerdings für Spannungen mit wichtigen Handelspartnern wie den USA und der EU. Damit bleiben neue Gegenmaßnahmen der Handelspartner wie Schutzzölle und sonstige Handelsbarrieren ein stetes Risiko für Chinas Exporteure. Die Probleme in Chinas Binnenkonjunktur belasten natürlich auch die deutsche Exportwirtschaft. In den vergangenen drei Jahren sind die deutschen Ausfuhren in die Volksrepublik um fast ein Viertel gesunken. China ist damit auf Rang sechs der wichtigsten deutschen Handelspartner abgerutscht. DAX bleibt nahe Rekordhoch Der deutsche Aktienmarkt ist bedächtig in die neue Woche gestartet. Während die Daten aus China enttäuscht aufgenommen wurden, stützt weiter die Hoffnung darauf, dass der Leitzins in den USA im September doch noch nicht erhöht wird. Am frühen Nachmittag notiert der DAX praktisch unverändert bei 26.450 Punkten und bleibt damit knapp unter seinem Rekordhoch von 26.573 Punkten aus der vergangenen Woche.

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