DAX +0,41 % 25.464,01 Pkt 18:00:00 MDAX +1,34 % 32.395,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,12 % 6.289,51 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,03 % 52.747,32 Pkt 23:10:23 S&P 500 +0,21 % 7.428,78 Pkt 23:10:14 Nasdaq -0,22 % 24.876,91 Pkt 23:15:59 Nikkei -1,90 % 61.179,83 Pkt 06:58:20 Gold -0,24 % 4.026,70 USD 07:03:20 Silber +0,81 % 57,76 USD 07:02:38 Brent +3,69 % 87,19 USD 07:02:38 WTI +3,37 % 81,93 USD 07:03:20 Bitcoin +0,09 % 63.909,82 USD 07:13:20 EUR/USD +0,32 % 1,14050 USD 07:12:22 EUR/GBP +0,22 % 0,85730 GBP 07:13:22 EUR/CHF +0,03 % 0,93170 CHF 07:13:22 EUR/JPY +0,08 % 186,340 JPY 07:13:21

Wacken: Fans sauer über Preisliste

Unterhaltung

Startseite Deutschland „Euch brennt wohl der Helm“: Wacken-Fans sauer über Preisliste – Festival hält dagegen Von: Armin T. Linder Uns auf Google folgen Voller Vorfreude sind wieder viele Wacken-Fans zum großen Metal-Event aufgebrochen. Doch für Unmut sorgt ein Blick auf die Preisliste. Wacken – Es ist angerichtet. Auch wenn das eigentliche Wacken Open Air 2026 erst am Mittwoch (29.7.) beginnt, treten dort schon seit Sonntag Bands auf. Und viele Metal-Fans lassen es sich wie immer nicht nehmen, frühzeitig nach Schleswig-Holstein zu reisen, um entspannt in die Camping-Woche zu starten. Deswegen tauchen in Facebook-Gruppen auch schon seit Tagen etliche Fotos von vor Ort auf. Ein Beitrag vom 25. Juli sammelte mehrere hundert Kommentare, dabei ist der Text dazu eigentlich harmlos. „Der Countdown läuft, dann seid willkommen auf dem heiligen Acker vom W:O:A. In diesem Sinne: Party on!“, lautet dieser, versehen mit mehr als einem Dutzend Fotos. Das erste davon zeigt die Preisliste des Festivals. Die Details: 6,90 Euro werden für einen halben Liter Bier aufgerufen (dieses Jahr Anheuser-Busch Bud), genauso viel wie für eine Cola oder eine Sprite. Für 0,4 Liter Wasser sind 4,80 Euro fällig. Prompt regt sich großer Unmut über die neuen Preise in den Kommentaren. Was einige dabei vergessen: Wacken hat den Bierpreis auf die Menge gerechnet sogar gesenkt. „In diesem Jahr ändert sich nicht nur die Bechergröße, sondern zeitgleich sinkt auch der Bierpreis“, teilten die Veranstalter im April mit. „Das haben die Chefs direkt beschlossen und legen den Preis für 0,5l auf 6,90 Euro fest. Damit ist die neue Biergröße von 0,5l passend zum Jubiläum um 35 Cent günstiger als im Verhältnis zum Vorjahr.“ Wacken-Preisliste sammelt bei Facebook viele verärgerte Reaktionen Das reine Ergebnis in Form der Preisliste lässt trotzdem einige schlucken. „Euch brennt wohl der Helm, das ist ja Abzocke, kein Wunder, dass der Kartenvorverkauf immer schleppender wird“, eine ziemlich unmissverständliche Reaktion. Weitere lauten: „Absolute Frechheit“, „Alter Schwede, was für Hammerpreise“, „Ihr spinnt wohl“, „4,80 Euro für 0,4 Liter Wasser geht ja wohl gar nicht“ oder „Preise jenseits von gut und böse“. Und eine Nutzerin stellt erschüttert fest: „Wo du für Alkohol genauso viel bezahlst, wie für alkoholfreies ... das ist ne Erklärung wert. Traurig, wohin sich das alles entwickelt.“ Ein anderer fragt: „Findet Wacken jetzt in Marbella, Nizza oder Saint-Tropez statt?“ Weitere Wacken-Fans scheinen die Preise gelassener zu sehen. „Preise völlig in Ordnung! Klar, etwas günstiger geht immer. Aber was ich jetzt auf einzelnen Konzerten bezahlt habe, ist das noch i.O. – sorry“, schreibt ein User. Zum Vergleich: Bei Rock am Ring kostete ein halber Liter Bier 2026 laut Der Westen ebenfalls 6,90 Euro, Softdrinks waren mit 6,50 Euro minimal günstiger als bei Wacken, zudem gab es „Festivalwasser“ für drei Euro pro 0,3 Liter. Das Southside verlangte laut Schwäbische ebenfalls 6,90 Euro für 0,5 Liter Bier und sogar fünf Euro fürs Wasser. Das Wacken Open Air ist bei den Getränken also weder wirklich günstiger noch teurer als andere Groß-Festivals. Mancher Wacken-Fan stört sich vielmehr an der Biermarke, die 2026 ausgeschenkt wird: Anheuser-Busch schmeckt offenbar nicht jedem. „Schade, dass es kein Bier mehr gibt“, witzelt ein Nutzer. Ein anderer präsentiert in der Gruppe stolz ein Foto, das einen Stand der Münchner Marke Spaten zeigt: Er hat offenbar eine Alternative entdeckt, die ihm mehr zusagt. Das Wacken Open Air entwickelt sich offenbar weiter – nicht nur bei den Getränkepreisen, sondern in positiver Hinsicht auch beim Catering, wie ein Musiker 2025 erstaunt feststellte. Zu den Preisen nimmt die Wacken-Pressestelle auf Anfrage des Münchner Merkur von Ippen.Media kurzfristig Stellung. „Wie bereits im Vorfeld des Festivals kommuniziert, wurde der Bierpreis für das W:O:A 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 70 Cent pro Liter gesenkt. Es ist also korrekt, dass 0,5 Liter Bier dieses Jahr 6,90 Euro kosten.“ Wer nicht viel Geld für Wasser ausgeben möchte und auf süße Getränke verzichten kann, kann zu Alternativen greifen. „Über das gesamte Gelände verteilt gibt es zahlreiche Wasserstationen, an denen kostenlos Trinkwasser aufgefüllt werden kann. In faltbaren Flaschen kann man dieses z.B. auch auf dem Infield mitführen“, so das Statement. Wacken-Zeltplätze bereits seit Sonntag geöffnet Ansonsten kämpft Wacken natürlich mit den veränderten Gegebenheiten. Die Pressestelle teilt mit: „Grundsätzlich gilt ja, dass die Preise in der Gastronomie aufgrund von Faktoren wie z. B. Energiekosten und Inflationsrate enorm gestiegen und Preisanpassungen daher unvermeidlich sind. Dass wir unter diesen Umständen den Bierpreis senken und den Fans damit etwas entgegenkommen konnten, freut uns sehr.“ Ungewöhnlich spät, aber letztlich wurde auch die Jubiläums-Show ausverkauft. Eine Woche vor dem offiziellen Festivalstart meldeten die Veranstalter, dass alle 85.000 Tickets verkauft seien. Für das Festival 2025 waren die 85.000 Tickets dagegen bereits Ende September 2024 verkauft gewesen. Der Preis lag in diesem Sommer bei 349 Euro. Das W:O:A gilt als eines der größten Heavy-Metal-Festivals weltweit. Für diesen Sommer haben unter anderem die Bands Judas Priest, Def Leppard, Powerwolf, Hämatom, In Flames und Saxon sowie Heavysaurus, Uli Jon Roth, Arch Enemy, Yngwie Malmsteen und Rose Tattoo zugesagt. Wacken-Organisatoren beugen eventuellem Wetter-Chaos vor Die Veranstalter haben Konsequenzen aus den Wetterkapriolen des vergangenen Jahres gezogen. Sie haben viele Wege befestigt, unter anderem einen 850 Meter langen Schotterweg, vor allem für Rettungskräfte. Die Ausgaben bezifferten die Veranstalter im Vorfeld mit deutlich mehr als eine halbe Million Euro. 2025 hatten tagelange Regenfälle Teile des Geländes unter Wasser gesetzt .Von den ursprünglichen Plänen, auch Teile des Infields, wie der Bereich vor den beiden Hauptbühnen bezeichnet wird, haben sie jedoch wieder abgesehen. Die Mittel gingen dagegen in Schotter und Platten für Wege, um besser zwischen den Bühnen wechseln zu können. Außerdem versprechen sie mehr Schutzmöglichkeiten für Sonne und Regen und auch mehr Sitzgelegenheiten.

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