Wagenknecht und Thüringens BSW‑Chefin Wolf haben seit April 2025 nicht mehr direkt miteinander gesprochen
Thüringens BSW-Chefin Katja Wolf spricht eigenen Angaben nach nicht regelmäßig direkt mit Parteigründerin Sahra Wagenknecht. Das letzte Gespräch zwischen den beiden Frauen habe es vor dem Parteitag im letzten Jahr – Ende April 2025 – gegeben, sagte Wolf in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz. „Wir würden nicht zusammen in den Urlaub fahren oder jeden Abend miteinander telefonieren“, beschrieb Wolf ihr Verhältnis mit Wagenknecht.
Zwar seien sie nicht im direkten Gespräch miteinander, dennoch gebe es regelmäßigen Austausch zwischen Wagenknecht und den Parteikolleginnen und -kollegen in Thüringen – etwa, wenn Wagenknecht in Videokonferenzen von Treffen oder Entscheidungen auf Bundesebene berichtet. „Diese Formate gibt es natürlich auch und man tauscht sich aus“, betonte Wolf. Direkt miteinander sprächen sie und Wagenknecht jedoch nur „selten“, ergänzte sie auf Nachfrage.
Jüngst sei sie etwa per E-Mail über einen Beschluss des Bundesvorstandes informiert worden, sagte Wolf. Daraus sei unter anderem hervorgegangen, dass vorgesehen ist, dass dem thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt das Misstrauen ausgesprochen werden soll. Dass darüber nicht direkt mit ihr gesprochen wurde, habe sie enttäuscht, sagte Wolf. „Das hat dann schon ordentlich gesessen, weil ich finde, so geht man nicht miteinander um.“