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Wahl: Diesen Streit gab es in der MDR

Nation

Startseite Politik MDR-Wahlarena: Harter Streit von Bildung bis Brandmauer – und ein verweigerter Kaffee Von: Franziska Schwarz Uns auf Google folgen Schulpflicht in Sachsen-Anhalt abschaffen? Pläne der AfD sorgen in der MDR-Wahlarena für starken Widerspruch. Die wichtigsten Momente im Überblick. Magdeburg – Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt geht in die entscheidende Phase. In der „Wahlarena“ vom MDR trafen jetzt die Spitzenkandidaten der Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 aufeinander – mit deutlichen Ansagen, inhaltlichen Differenzen und einem kurzen Moment, der die Distanz zwischen den Parteien auf den Punkt brachte. Die parteipolitische Machtfrage dominierte den Bürgerdialog von Beginn an. In Umfragen vor der Landtagswahl Sachsen-Anhalt liegt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD mit Werten um die 40 Prozent klar vorn. Die Partei strebt eine Alleinregierung an und will erstmals in Deutschland den Ministerpräsidenten stellen. Brandmauer-Debatte in der MDR-Wahlarena: Wer regiert mit wem in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl? CDU-Amtsinhaber Sven Schulze schloss das strikt aus: Er habe nicht vor, mit der AfD zusammenzuarbeiten. Eine Koalition mit der Linkspartei komme für ihn ebenfalls nicht infrage. SPD-Kandidat Armin Willingmann pflichtete ihm bei und nannte den Umgang mit der AfD eine „Frage der Haltung“. Diese harte Abgrenzung stieß bei Teilen des Publikums auf Unverständnis. Ein Zuschauer warf den Regierungsparteien vor, den Wählerwillen von 40 Prozent zu missachten und damit kein echtes Verständnis von Demokratie zu haben. Bildungspolitik in der MDR-Wahlarena: Stopp der Schulpflicht in Sachsen-Anhalt? Auch bei der Bildungspolitik wurde intensiv gestritten. Die AfD plant, falls sie an die Regierung kommt, die strikte Schulpflicht durch eine flexiblere „Bildungspflicht“ zu ersetzen. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (AfD) verteidigte dies: Die deutsche Anwesenheitspflicht sei international einzigartig, und Unterricht zu Hause könne eine Lösung für Kinder sein, die extremem Mobbing ausgesetzt sind. FDP-Kandidatin Lydia Hüskens hielt vehement dagegen und forderte, die Schulpflicht unbedingt beizubehalten. Die Hochschulen sorgten ebenfalls für Streit. BSW-Kandidatin Claudia Wittig beklagte fehlende Gelder und warnte davor, im Zuge des Ukraine-Krieges zivile Infrastruktur für militärische Zwecke zu nutzen. SPD-Mann Willingmann wies das scharf zurück: Die Behauptung, die Hochschulen seien unterfinanziert, sei „blanker Unsinn“. Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Linke lehnt in MDR-Wahlarena Kaffee mit AfD ab Wie tief die Gesellschaft beim Thema AfD gespalten ist, zeigte sich im direkten Austausch. Ein aus Syrien zugewanderter Zuschauer äußerte die Sorge, die AfD wolle die Demokratie abschaffen und politische Säuberungen durchführen. Siegmund wies das zurück und behauptete das Gegenteil. Die Grünen-Kandidatin Susan Sziborra-Seidlitz entgegnete daraufhin, die Zivilgesellschaft mache sich völlig zu Recht Sorgen vor einer AfD-Regierung. Einen Höhepunkt erreichte die Debatte bei einem kurzen Wortwechsel am Stehpult. Siegmund gab sich versöhnlich und beklagte, dass die neben ihm stehende Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern vermutlich nicht einmal mehr einen Kaffee mit ihm trinken würde. Von Angerns prompte und trockene Reaktion: „Aber warum sollte ich das machen?“ Wirtschaft in Sachsen-Anhalt: Die vorgestellten Konzepte in der MDR-Wahlarena Neben den Diskussionen um Demokratie und Bildung ging es auch pragmatisch um die wirtschaftliche Zukunft und den Fachkräftemangel. Die Pläne der Parteien gehen dabei weit auseinander: Abbrecherquoten senken: FDP-Kandidatin Hüskens will sich darauf konzentrieren, die hohe Zahl der Schulabbrecher im Land zu reduzieren, um dem Arbeitsmarkt mehr jungen Nachwuchs zur Verfügung zu stellen. Radikaler Umbau: AfD-Kandidat Siegmund kündigte an, das Land wirtschaftlich und politisch grundlegend umbauen zu wollen. Positiver Ausblick: Die Grünen-Politikerin Sziborra-Seidlitz forderte eine bessere „Bleibeperspektive“ für junge Menschen durch attraktivere Kulturangebote, Kitas und Schulen. Sachsen-Anhalt dürfe sich nicht „kaputt reden lassen“.

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