Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: SPD überholt AfD in Mecklenburg-Vorpommern in Umfrage knapp
Kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD die AfD in einer neuen repräsentativen Umfrage überholt. Die Sozialdemokraten von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommen im Politbarometer Extra des ZDF auf 37 Prozent der Stimmen. Das sind drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Die AfD von Herausforderer Leif-Erik Holm verliert in den von der Forschungsgruppe Wahlen erhobenen Daten einen Punkt und erreicht 36 Prozent.
Die Linke käme der Umfrage zufolge auf neun Prozent, die CDU auf sechs. Es wäre das schlechteste Ergebnis der Christdemokraten bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik. Die Grünen kommen auf fünf Prozent. Das BSW würde mit vier Prozent den Einzug in den Landtag verpassen. Damit hätte die amtierende Regierung aus SPD und Linkspartei knapp keine parlamentarische Mehrheit mehr. Rechnerisch und politisch wären Koalitionen aus SPD, Linkspartei und Grünen sowie SPD, CDU und Grünen möglich.
Allerdings ist der Wahlausgang weiterhin offen: 79 Prozent sind sich laut Forschungsgruppe Wahlen sicher, wen sie am Sonntag wählen. 21 Prozent sind noch unsicher. Rund 1,3 Millionen Einwohner sind am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern wahlberechtigt, zum ersten Mal auch 16- und 17-Jährige. Am selben Tag wird in Berlin das Abgeordnetenhaus gewählt.
SPD profitiert von Schwesig
Die SPD profitiert der Umfrage zufolge vom hohen Ansehen der amtierenden Ministerpräsidentin. Könnten die Menschen den Amtsträger oder die Amtsträgerin direkt wählen, läge Schwesig unangefochten mit 61 Prozent vorn. Ihren Herausforderer Holm bevorzugen 30 Prozent.
Die Forschungsgruppe Wahlen hatte im Auftrag des ZDF vom 14. bis 17. September 1.395 Wahlberechtigte befragt. Sie gibt die Fehlertoleranz bei einem Anteilswert von 40 Prozent mit plus/minus drei Prozentpunkten an.