Wahl in Sachsen-Anhalt: CDU-Konsequenzen sickern durch
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Wahl in Sachsen-Anhalt: Erste CDU-Konsequenzen publik – ausgerechnet Sepp Müller will Schulze beerben
Von: Bedrettin Bölükbasi, Nail Akkoyun, Jens Kiffmeier, Christian Stör, Simon Schröder, Felix Busjaeger
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Die AfD liegt bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt weit vor der CDU. Schulzes Partei zieht erste Konsequenzen. Der News-Ticker.
Magdeburg – Am Sonntag stand in Sachsen-Anhalt die Landtagswahl an. Zahlen liegen vor, die AfD liegt dabei weit vor der CDU. SPD und Grüne schaffen den Einzug ins Parlament. Verfolgen Sie alle wichtigen Entwicklungen in unserem Ticker:
Die Parteien kämpfen seit Wochen um die Gunst der Wähler, doch nur Ulrich Siegmund, der Spitzenkandidat der AfD, hebt sich deutlich von der Konkurrenz ab. Seine polarisierende Art hat der AfD in den letzten Umfragen vor der Sachsen-Anhalt-Wahl konstant über 40 Prozent beschert. Die CDU unter Ministerpräsident Sven Schulze liegt weit zurück, während andere Parteien um den Einzug ins Parlament bangen müssen. Die Möglichkeit, dass die Wahl in Sachsen-Anhalt zu einer AfD-Regierung führt, ist nicht ausgeschlossen. Gegner der Partei, die in dem Bundesland als rechtsextrem eingestuft wird, rufen seit Wochen dazu auf, taktisch zu wählen, um die Regierungsbildung für Siegmunds Partei zu erschweren.
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Wahlergebnisse werden bundesweit verfolgt
Das Wahlergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird bundesweit mit Spannung erwartet, da es als Indikator für die Regierung von Friedrich Merz (CDU) und den Rückhalt des Kanzlers gilt. Die AfD hat unter Ulrich Siegmund in der Bevölkerung an Zustimmung gewonnen. In ihrem Wahlprogramm stellt sie sich der „Horror-Vision einer Altparteiendiktatur“ mit ihrer „Vision 2026“ entgegen.
Bischof Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, äußerte sich vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt besorgt über die möglichen Wahlergebnisse. Er sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Ich appelliere an die Mündigkeit der Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt, ihr Gewissen zu schärfen.“ Er betonte, dass Migranten nicht stören, und fügte hinzu: „Als Christinnen und Christen stehen wir insbesondere für Nächstenliebe und die unverhandelbare Würde jedes Menschen, gerade auch der Schwächsten in unserer Gesellschaft.“
Sollte die AfD in Sachsen-Anhalt erfolgreich sein und ein gutes Wahlergebnis erreichen, würde dies in Russland positiv aufgenommen werden. Der russische Deutschland-Experte Wladislaw Below erklärte der Deutschen Presse-Agentur: „Moskau wünscht sich, dass die AfD ganz klar gewinnt – und die Brandmauer durchlöchert wird.“ Moskau setze nicht auf eine russlandfreundliche Politik der AfD, sondern auf einen Kurs, der den nationalen Interessen Deutschlands diene.
Aktuelle Umfragen vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Ergebnisse entscheiden über AfD-Alleinregierung
Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigen Umfragen, dass die AfD einen deutlichen Vorsprung vor den Mitbewerbern hat. Die zentrale Frage bleibt, ob die Partei, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, die Macht im Land übernehmen kann. Mangels Koalitionspartnern setzt Siegmund auf eine Alleinregierung.
Eine weitere wichtige Frage ist, welche Parteien die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. FDP und Grüne stehen auf der Kippe, während die SPD knapp über fünf Prozent liegt. In den aktuellen Umfragen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom 28. August erreichte die AfD 40 Prozent, laut einer Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen. Intratest dimap sah sie am 26. August bei 42 Prozent, und Pollytix am 12. August bei 43 Prozent. Die CDU lag zwischen 22 und 23 Prozent, die Linke zwischen elf und 13 Prozent.
Umfragen sind immer mit Unsicherheiten verbunden. Nachlassende Parteibindungen und kurzfristige Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der Daten. Umfragen spiegeln nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. Ein statistischer Fehler von bis zu drei Prozentpunkten ist stets zu beachten.
Siegmund hofft auf starke AfD‑Ergebnisse bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Siegmund hofft auf ein klares Wahlergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Er erklärte gegenüber der Volksstimme und der Mitteldeutschen Zeitung, dass er sich nur bei einer stabilen Mehrheit im Landtag zum Ministerpräsidenten wählen lassen will. „Eine Stimme mehr ist mir ein bisschen wackelig“, sagte er im Duell mit CDU-Landeschef Sven Schulze. „Ich brauche eine stabile Mehrheit.“
Siegmund strebt nach der Sachsen-Anhalt-Wahl eine Alleinregierung der AfD an. Sollte die Partei die absolute Mehrheit verfehlen, will er keine Regierung mit den Kräften bilden, die Sachsen-Anhalt aus seiner Sicht seit Jahrzehnten prägten. „Wir möchten hier Geschichte schreiben. Wir möchten die erste AfD-geführte Alleinregierung in Deutschland möglich machen“, sagte er.
Sven Schulze hingegen warb vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt um Stimmen für die CDU, um eine absolute Mehrheit der AfD zu verhindern. Er schloss Ministerposten für AfD und Linke aus, falls er die Regierung führt. „Es wird keinen Minister von AfD oder von Linkspartei geben“, sagte Schulze und betonte: „Ich habe mich noch nie, und das mache ich auch nicht, von irgendjemand abhängig gemacht.“ (fbu mit Agenturen)