DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold 0,00 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber +0,36 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -3,58 % 113,43 USD 21:59:57 WTI 0,00 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,80 % 78.054,61 USD 10:07:08 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:29 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:27:29 EUR/CHF -0,32 % 0,92060 CHF 06:21:10 EUR/JPY -0,23 % 175,650 JPY 06:21:10

Wahlen: ++ „Merz nötig wie eine Schnecke beim Hürdenlauf“ - Hallervorden attackiert Bundeskanzler ++ Liveticker

Nation

Gleichzeitig kritisierte er CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz scharf. „Ich unterscheide einfach zwischen Landespolitik und Bundespolitik“, sagte der in Dessau (Sachsen-Anhalt) geborene Theatermacher. Die Probleme würden von den Parteien in Sachsen-Anhalt gelöst. „Merz ist dafür wirklich so wenig nötig wie eine Schnecke beim Hürdenlauf.“

Bei seinem zweiten Wahlkampfbesuch in Sachsen-Anhalt warnt Kanzler Merz erneut vor den Folgen einer möglichen AfD-Landesregierung. „Wer möchte, dass Deutschland ein offenes und liberales Land bleibt, und wer möchte, dass Sachsen-Anhalt ein interessanter, auch europäisch interessanter Standort bleibt, der darf am Sonntag nicht die AfD wählen“, sagt er in Leuna in Sachsen-Anhalt.

Einen direkten Kontakt zu Wählern gab es wie beim ersten Wahlkampfauftritt des CDU-Chefs in Quedlinburg nicht, von wenigen Mitarbeitern der Raffinerie einmal abgesehen. Merz traf sich nur mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat.

Die evangelische Kirchengemeinde Wardenburg bei Oldenburg (Niedersachsen) hat eine ehrenamtliche Mitarbeiterin aufgefordert, ihre kirchlichen Ämter niederzulegen, weil sie den Wahlkampf ihres Lebensgefährten für die AfD unterstützt. Kirchensprecher Dirk-Michael Grötzsch bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd) den Vorgang. Zuerst hatte die Oldenburger „Nordwest Zeitung“ berichtet. Ausschlaggebend sei „die anhaltende proaktive und öffentliche Unterstützung des AfD-Wahlkampfs sowie die Weigerung, sich von menschenfeindlichen und menschenverachtenden Äußerungen der AfD zu distanzieren“, sagte Grötzsch. Dies stehe im krassen Widerspruch zu den Grundüberzeugungen der Kirchengemeinde.

Laut der „Nordwest Zeitung“ ist die Frau nach der Aufforderung, ihre Ehrenämter zu beenden, aus der Kirche ausgetreten. Ihr Lebensgefährte kandidiert demnach für den Gemeinderat in Wardenburg. In Niedersachsen findet am 13. September die Kommunalwahl statt.

CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze erklärt das Beschlusspapier zum Ausschluss aller Tolerierungsmodelle mit der Linken zur Einzelmeinung. Der größte CDU-Kreisverband im Harz hatte darüber diskutiert. Das Dokument liegt WELT vor. „Das ist die Meinung eines einzelnen Parteimitglieds“, sagte Schulze dem „Stern“. „Das wurde nicht beschlossen und ist auch keine Diskussionsgrundlage für die nächsten Tage.“ In der Beschlussvorlage geht es darum, sämtliche Tolerierungsmodelle mit der Partei Die Linke auszuschließen. Man lehne alle „Sondierungs-, Koalitions- oder Duldungsmodelle“ kategorisch ab. Die CDU dürfe nicht „in eine permanente Bittsteller- oder Abhängigkeitsrolle gegenüber der Linken“ geraten. Beschlossen wurde das Papier jedoch nicht. Der Kreisverband Harz ist einer der besonders konservativen in Sachsen-Anhalt.

Im laufenden Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt ist es einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zufolge seit Mai zu 30 Übergriffen und Behinderungen gegenüber Medienschaffenden auf AfD-Veranstaltungen gekommen. Davon seien mindestens 43 Journalisten, TV-Teams und politische Influencer betroffen gewesen seien, berichtete das Magazin am Donnerstag unter Verweis auf die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) innerhalb der Gewerkschaft Verdi. Das Spektrum der Einschüchterungen reicht demnach von verbaler Diffamierung und gezielter Arbeitsbehinderung über Nachstellungen bis zu körperlichen Angriffen, die in fünf Fällen registriert worden seien.

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verbreitet sich in den sozialen Netzwerken eine gefälschte Wahlumfrage. Die Grafik weist für die AfD 46 Prozent aus und erweckt den Eindruck, die Partei könnte am Sonntag die absolute Mehrheit der Landtagssitze erreichen. Als Urheber werden das Meinungsforschungsinstitut Insa und die „Mitteldeutsche Zeitung“ genannt. Beide weisen das zurück. „Das ist Fake. Das kommt nicht von uns“, sagte Insa-Chef Hermann Binkert der „Mitteldeutschen Zeitung“. Die Zeitung prüft rechtliche Schritte. Wer hinter der gefälschten Erhebung steckt, ist unklar.

Im Schlagabtausch von sieben Spitzenkandidaten von Sachsen-Anhalt ging es wüst zu. Vor allem die Grüne Sziborra-Seidlitz attackierte Siegmund. Schließlich wurden auch zwischen AfD und BSW Irritationen deutlich. Mehr lesen Sie hier.

Über Wahlen gibt es laut dem Landeswahlleiter von Berlin immer häufiger Gerüchte und falsche Informationen. „Wir müssen feststellen, dass Desinformation – insbesondere über soziale Medien – im Vergleich zu früheren Jahren eine neue Dimension erreicht hat“, sagte Stephan Bröchler der „Rheinischen Post“. Bröchler betonte, dass die Wahlen in Deutschland seriös durchgeführt würden. „Es gibt keinerlei empirische Belege dafür, dass es etwa in Altenheimen zu Unregelmäßigkeiten bei Briefwahlen kommt.“

Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern fordert mehr Geld für Bildung in Sachsen-Anhalt und eine dauerhafte Absicherung der Schulsozialarbeit. „In Sachsen-Anhalt ist leider das bittere Ergebnis, dass der soziale Status der Familien sehr darüber bestimmt, wie viele Chancen man in der Bildung hat“, sagte sie bei einer Wahlarena von Radio Brocken, RTL und ntv. Von Angern sprach sich auch für ein sogenanntes Sondervermögen für Bildung aus. Dabei handelt es sich um Kredite neben dem regulären Haushalt.

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