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Wahlumfrage zur Berlin-Wahl 2026: Eine Partei setzt sich im Rennen ab

Nation

Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin

Umfragen deuten knappes Rennen in der Hauptstadt an

Von dpa, reuters, afp, t-online, MST

Aktualisiert am 24.08.2026 - 11:28 UhrLesedauer: 4 Min.

Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September wird mit Spannung erwartet. Die Umfragen deuten ein enges Rennen an.

Die Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus von Berlin steht am 20. September 2026 an. Bei der Berlin-Wahl wird das Parlament – die gesetzgebende Volksvertretung – der Hauptstadt gewählt. Das Abgeordnetenhaus hat mindestens 130 Mitglieder. Von ihnen werden in den Wahlkreisen 78 Mitglieder direkt gewählt. Für die Kandidaten sind die Erststimmen im Wahlkreis entscheidend.

Die übrigen Abgeordneten werden über die Listen der Parteien und deren Anteile an den Zweitstimmen bestimmt. Durch die Überhang- oder Ausgleichsmandate der Parteien variiert die Anzahl der Abgeordneten nach jeder Berlin-Wahl. Derzeit kommt das Abgeordnetenhaus auf 159 Mitglieder.

Nach Angaben der Berliner Landeszentrale für politische Bildung darf jede Person ihre Stimme bei der Berlin-Wahl abgeben, die am Wahltag die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Weiterhin muss sie mindestens 16 Jahre alt sein und seit mindestens drei Monaten den Wohnsitz in Berlin haben oder sich gewöhnlich in Berlin aufhalten.

Wahlumfragen in Berlin bilden Trend und keine Prognose ab

Die Umfragen vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin geben zum Zeitpunkt der Erhebung nur Aufschluss darüber, welche Tendenz sich für die Berlin-Wahl 2026 abzeichnet. Eine genaue Prognose im Hinblick auf den Ausgang der Abgeordnetenhauswahl stellen die Wahlumfragen allerdings nicht dar.

Vielmehr sind die Umfragen vor der Berlin-Wahl eine Momentaufnahme, die zum großen Teil zeigen, wie die Parteien bei den Themen punkten, die zu dem Zeitpunkt der Wahlumfrage die politische Debatte bestimmt haben.

Umfragen für die Berlin-Wahl 2026 im Überblick

Vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin werden zahlreiche Umfrageergebnisse veröffentlicht – häufig zu den Parteien oder Spitzenkandidaten. Der aktuellsten Wahlumfrage zufolge liegt die Linke mit deutlichem Abstand vor der CDU und der AfD.

Laut der exklusiven Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von t-online für den 21. August kommt die Linke mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp auf 22 Prozent.

Aktuelle Forsa-Umfrage zur Berlin-Wahl: CDU und AfD gleichauf

Die aktuell regierende CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Stefan Evers muss sich der neuen Umfrage zufolge den zweiten Platz mit der AfD teilen, die von Kristin Brinker in die Wahl geführt wird. Beide Parteien kommen auf jeweils 18 Prozent.

Dahinter folgen die Grünen von Werner Graf mit 16 Prozent. Die derzeit mitregierende SPD mit Spitzenkandidat Steffen Krach rangiert bei der aktuellen Forsa-Umfrage abgeschlagen auf dem fünften Platz – mit 12 Prozent. BSW und FDP kommen mit 4 und 3 Prozent nicht ins Berliner Landesparlament. Sonstige Parteien können 7 Prozent auf sich vereinen.

Insa-Umfrage zur Berlin-Wahl 2026: Enges Rennen zeichnet sich ab

Die vorherige Umfrage wurde im Auftrag der "Bild" durch das Meinungsforschungsinstitut Insa für den 14. August durchgeführt.

Rund fünf Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September zeichnet sich bei der Berlin-Wahl 2026 ein knappes Rennen ab. Die CDU liegt wieder knapp vorn. In der repräsentativen Erhebung erhält die CDU mit ihrem neuen Spitzenkandidaten Stefan Evers 20 Prozent, während die Linke sich mit 19 Prozent begnügen muss.

Aktuelle Wahlumfrage für Berlin: Parteien trennen wenige Prozentpunkte

Dahinter folgen AfD (17 Prozent), Grüne (16 Prozent) und SPD (15 Prozent). FDP und BSW würden mit jeweils drei Prozent an der Fünfprozenthürde scheitern, sonstige Parteien erreichen zusammen sieben Prozent. Zwischen Platz eins und Platz fünf liegen damit nur fünf Prozentpunkte.

Auch in der aktuellen Umfrage zur Berlin-Wahl wird deutlich, dass Koalitionen aus zwei Parteien in der Hauptstadt keine Mehrheit erhalten würden. Als realistische Optionen gelten Dreierbündnisse aus CDU, Grünen und SPD oder aus Linken, Grünen und SPD.

Für die repräsentative Umfrage befragte Insa zwischen dem 7. und dem 13. August insgesamt 1.000 wahlberechtigte Personen. Die maximale Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3,1 Prozentpunkten.

Umfrage vor der Berlin-Wahl: Linke vor der CDU

Die vorausgegangene Umfrage im Auftrag vom "Tagesspiegel" hat das Meinungsforschungsinstitut Civey für den 5. August 2026 erhoben. Rund eineinhalb Monate vor der Abgeordnetenhauswahl kann sich die Linke in der Umfrage vor der Berlin-Wahl mit 21 Prozent die Spitzenposition vor der CDU sichern, die auf 19 Prozent kommt.

Auf Platz drei folgt mit 18 Prozent die AfD. Die Grünen kommen laut Umfrage auf 17 Prozent. Deutlich dahinter liegt die Berliner SPD. Die Sozialdemokraten stehen bei zwölf Prozent.

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FDP und BSW würden jeweils drei Prozent der Befragten wählen, wenn am kommenden Sonntag Abgeordnetenhauswahl wäre. Beide Parteien würden damit nach derzeitigem Stand den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen. An der Umfrage haben im Zeitraum vom 20. Juli bis zum 3. August rund 3.000 Personen teilgenommen.

Wahl in Berlin: Wie verlässlich sind Umfragen wirklich?

Die Forschungsgruppe Wahlen hat sich mit der Aussagekraft und dem möglichen Einfluss von Wahlumfragen befasst. Das Institut weist darauf hin, dass die sogenannte Sonntagsfrage lediglich die aktuelle politische Stimmung abbildet, aber nicht zwingend vorhersagt, wo die Menschen später tatsächlich ihr Kreuz auf dem Stimmzettel für die Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses setzen werden.

Umfragen können die Wahlentscheidung maßgeblich beeinflussen – das belegt eine gemeinsame Studie der Universitäten Potsdam und Wien. Demnach scheitern Parteien, die in Umfragen nahe der Fünfprozenthürde liegen, am Wahltag deutlich häufiger am Einzug ins Parlament.

Eine präzise Prognose für die Ergebnisse am Wahltag wird zudem dadurch erschwert, dass Befragte ihre tatsächlichen Einstellungen in Umfragen nicht immer unverfälscht wiedergeben. Überdies entscheiden immer mehr Wählerinnen und Wähler erst kurz vor dem Wahltag, welcher Partei sie ihre Stimme geben.

Verwendete Quellen

berlin.de: Berlin wählt das Abgeordnetenhaus

berlin.de: Berliner Wahlen 2026

dawum.de: Neueste Wahlumfragen im Wahltrend zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin

wahlrecht.de: Umfragen Berlin

Forschungsgruppe.de: FAQ der Foschungsgruppe Wahlen

Uni-Potsdam.de: An der Fünf-Prozent-Hürde – Studie zu Erfolgschancen kleiner Parteien veröffentlicht

Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa, AFP und Reuters

Eigene Recherche

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