Waldbrand aktuell: Wetter macht Feuerwehr Hoffnung - Liveticker
Flammenwalze im Newsblog Auf einmal ändert sich das Wetter in Monschau Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Evakuierung im Westerwald ist vorerst aufgehoben worden. Dafür verschärft sich die Lage in anderen Bundesländern. Alle Entwicklungen im Newsblog. Montag, 17. August Bundeswehr schickt Einsatzkräfte nach Belgien Die Bundeswehr beteiligt sich aus der Luft an der Bekämpfung des Waldbrandes in Belgien. Dazu würden zwei Hubschrauber vom Typ NH-90 bereitgestellt, die Löschwasserbehälter tragen, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. "Der Einsatz beginnt noch heute und ist zunächst für sieben Tage vorgesehen", erklärte das Ministerium. Brand bei Monschau: Wetter macht Hoffnung Hoffnungsvoll blicken die Behörden in Monschau gen Himmel. Wie WDR und "Bild" berichten, hat es am Montagmorgen angefangen zu regnen. Am Dienstag soll der Niederschlag dann noch kräftiger werden. "Das ist gut für uns", sagte ein Feuerwehrsprecher. Weitere Evakuierungen sind derzeit nicht geplant. Das Feuer war bis 300 Meter an die deutsche Grenze herangerückt. Waldbrand im Hohen Venn: Feuer rückt näher Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn rückt auf die erste Wohnbebauung auf deutschem Gebiet vor. Die Flammen stünden etwa 300 Meter vor den vor einigen Stunden evakuierten Gebäuden, sagte Monschaus Feuerwehrsprecher Tobias Schell. Die Häuser in den Ortslagen Ruitzhof und Geisberg mit rund 30 Bewohnern waren gegen 22 Uhr evakuiert worden. Die Brandbekämpfer hoffen dennoch, sie retten zu können: "Zwischen dem Feuer und den Häusern liegen Wiesen, die wir in den vergangenen Stunden komplett mit Wasser getränkt haben." Gegen 16 Uhr sei am Sonntag die Anforderung aus Belgien gekommen, bei der Brandbekämpfung zu helfen. Der Einsatz sei bereits vorbereitet gewesen. "Wir beobachten das Feuer schon seit Freitag." 30 Anwohner in Monschau evakuiert Von der angeordneten Evakuierung mehrerer Straßenzüge in der Eifelstadt Monschau infolge der nahen Waldbrände sind nach Angaben der Stadtverwaltung etwa 30 Menschen in 17 Häusern betroffen. Wegen des Großbrands im Naturschutzgebiet Hoher Venn sei dieser Schritt vorsorglich zum Schutz der Bevölkerung ergriffen worden. "Wenn der Wind dreht, haben wir auf jeden Fall eine starke Rauchbelastung", sagte der Stellvertreter der Bürgermeisterin, Franz-Karl Boden. Bei Westwind könnte es auch die Tendenz geben, dass sich das Feuer Richtung Osten ausbreitet. "Die Feuerwehr ist entsprechend aufgestellt", erklärte Boden. Wenn die Flammen näherkommen sollten, könne die Feuerwehr reagieren. Die sofortige Evakuierung von zwei Straßenzügen am späten Sonntagabend sei laut Boden "besser jetzt als mitten in der Nacht". In einer Schule in Simmerath wurde eine Notunterkunft für Betroffene eingerichtet. "Wir haben im Moment überhaupt keine Anhaltspunkte für weitere Evakuierungen", verdeutlichte der stellvertretende Bürgermeister. Die weitere Entwicklung des Brandes im Hohen Venn wird fortlaufend bewertet, wie die Verwaltung des idyllischen Fachwerkstädtchens, das auch ein beliebtes Touristenziel ist, weiter mitteilte. Sonntag, 16. August Brand im Hohen Venn: Evakuierung bei Monschau angeordnet Wegen des enormen Waldbrandes im Hohen Venn haben die Behörden eine Evakuierung in Teilen der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau angeordnet. "Die aktuelle Entwicklung des Brandgeschehens im Hohen Venn erfordert eine sofortige Evakuierung folgender Straßenzüge in Kalterherberg: Ruitzhof und Geisberg", teilte die Stadt Monschau auf ihrer Internetseite mit. Die Häuser seien sofort zu verlassen, hieß es. Eine Notunterkunft sei in der Sekundarschule in Simmerath eingerichtet worden. Betroffen seien 17 Häuser und maximal 30 Menschen. Im Osten Belgiens kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen einen Großbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn. Besonders schwierig sind die Bedingungen wegen des vergleichsweise starken und ständig drehenden Windes, wie der belgische Innenminister Bernard Quintin dem Sender RTL am Sonntagabend sagte. Der Wind sei völlig unberechenbar und drehe sich im Laufe eines einzigen Tages einmal um 360 Grad. In welche Richtung sich das Feuer ausbreite, sei daher nicht vorherzusagen. Am Sonntagabend zog der Brand demnach in Richtung Südsüdost. Rund 30 Quadratkilometer Fläche sind nach Angaben der Behörden mittlerweile zerstört. Das Feuer war am Freitag ausgebrochen. Baden-Württemberg: Feuer breitet sich rasant aus – Warnung Ein etwa zwei Hektar großer Waldbrand beim baden-württembergischen Schramberg breitet sich wegen starker Winde schnell aus. Mehr als 160 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Rottweil und Umgebung sind mit 32 Fahrzeugen im Einsatz. Wegen der Wetterlage und des starken Windes rechnen die Einsatzkräfte mit einer schnellen Ausbreitung des Brandes, wie die Feuerwehr mitteilt. Die Bevölkerung wird gebeten, im Bereich Schramberg-Tal, Sulgen, Tennenbronn und Lauterbach vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten und sämtliche Klima- sowie Lüftungsanlagen vorerst abzuschalten. Loading... Loading... Loading... Bekämpfung "anspruchsvoll": Waldbrand im Saarland breitet sich aus Rund 400 Einsatzkräfte kämpfen aktuell im saarländischen Landkreis Neunkirchen gegen einen sich ausbreitenden Waldbrand. "Nach aktuellen Vermessungen mit einer Drohne sind rund sechs Hektar Waldfläche betroffen", teilte das saarländische Innenministerium mit. Konkret betroffen ist ein Bereich beim Ortsteil Hirzweiler der Gemeinde Illingen. "Die Brandbekämpfung gestaltet sich insbesondere aufgrund des schwierigen Geländes und der aufwendigen Löschwasserversorgung anspruchsvoll", hieß es. Unterstützung bekämen die Einsatzkräfte am Boden von einem Löschhubschrauber. Die Rauchwolke des Brandes sei weithin sichtbar, hieß es. Der Wald sei gesperrt.