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Waldbrand am Möhnesee: Großeinsatz geht in der Nacht weiter - B229 bleibt weiter gesperrt

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Soester Anzeiger Lokales Möhnesee Waldbrand am Möhnesee: Großeinsatz geht in der Nacht weiter – B229 bleibt weiter gesperrt Von: Joel Hunold, Tamara Buckenauer Uns auf Google folgen Am Möhnesee ist ein Waldbrand auf einer Fläche von rund 60.000 Quadratmetern ausgebrochen. Auch in der Nacht zu Samstag sind die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Möhnesee – Update, 14. August, 22.07 Uhr: Die Feuerwehr ist weiterhin damit beschäftigt, den Waldbrand am Möhnesee zu löschen. Die Löscharbeiten werden auch noch in der Nacht zu Samstag laufen, wie Sprecher Marc Schlunz auf Nachfrage erklärt. Demnach wolle man die Einsatzkräfte in der Nacht ablösen und austauschen. Das Feuer soll weiterhin unter Kontrolle sein. „Wir hoffen, dass die Löscharbeiten morgen Mittag vorbei sind“, so der Sprecher am Abend. Update vom 14. August, 17.50 Uhr: Am Möhnesee dauern die Löscharbeiten der Feuerwehr weiterhin an. Wegen der hohen Temperaturen und des steilen Geländes seien diese Arbeiten sehr kräftezehrend, wie die Feuerwehr mitteilt. Die Stadtverwaltung Warstein ruft derweil die Bürger dazu auf, die heimischen Wälder zu meiden. Schon kleine Unachtsamkeiten könnten Brände auslösen, die Fluchtwege abschneiden. Update vom 14. August, 15.20 Uhr: Rund 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, den Hilfsorganisationen, des THW sowie der Polizei bekämpfen noch immer das Feuer auf einer Fläche von rund 60 000 Quadratmetern im Wald bei Möhnesee. Auch wenn sich das Feuer in der Nacht durch auffrischenden Wind und drehende Winde noch einmal etwas ausgeweitet hat, haben die Einsatzkräfte es weiterhin unter Kontrolle, erklärt Sprecher Marc Schlunz. „Trotz des Einsatzes der beiden Fahrzeuge leisten die Einsatzkräfte im Wald weiterhin Schwerstarbeit - und das bei Temperaturen von weit über 30 Grad“, lobte Einsatzleiter Christian Böddeker von der Feuerwehr Möhnesee die Einsatzkräfte, die weiterhin aus dem gesamten Kreis kommen und in regelmäßigen Abständen durch frische Kräfte aus den umliegenden Kommunen ausgetauscht werden. Einsatz wird wohl noch bis Samstagmittag Der Einsatz wird sich noch bis mindestens Samstagnachmittag hinziehen. Auch die Bundesstraße B 229 wird noch bis mindestens Samstagmorgen für den Verkehr gesperrt sein. „Bitte halten Sie sich an die Absperrungen. Auch Spaziergänge und Radfahren im Wald sollten unterlassen werden, um die Wege und Flächen für die Fahrzeuge der Feuerwehr freizuhalten“, appelliert Pressesprecher Marc Schlunz noch einmal an die Bevölkerung. „Wir haben immer wieder Personen oder Fahrzeuge auf den Wegen, die unseren Einsatzkräften den Einsatz unnötig erschweren.“ Update vom 14. August, 13.45 Uhr: Die Versorgung der Einsatzkräfte ist auf außergewöhnliche Weise sichergestellt. Nils Fabig vom PartyserviceNRW hat spontan Hochzeitsbüffets umfunktioniert und 550 Essen für die Retter gezaubert. Dafür hat er mit einem Team von Freiwilligen die Nacht über durchgearbeitet und stand auch frühmorgens wieder in der Küche, um alles nachzukochen. Auch am Freitag hat er wieder 550 Essen zum erheblich vergünstigten Preis in Planung. „Wir machen das, solange der Einsatz dauert“, sagt er. „Wir sind hier mit unserer Firma auch umgeben von Wald und froh, dass es die Feuerwehr gibt.“ Für ihn ist diese Hilfeleistung der kulinarischen Art eine Selbstverständlichkeit. Update vom 14. August, 13 Uhr: Die Delecker Brücke ist wieder frei. Am Freitagmittag bestätigte Polizeisprecher Daniel Großert, dass die Sperrung ab dem Kreisverkehr in Delecke wieder aufgehoben wurde. Besonders die Straße Südufer ist damit wieder frei. Die Sperrung wurde allerdings nur verschoben: Ab dem Abzweig zum Südufer im Bereich des Campingplatzes bleibt die B229 vorerst gesperrt. Die Sperrung wird laut der Polizei noch mindestens einige Stunden andauern. Derweil waren am Freitagvormittag erstmals Brandermittler vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen und mit den Ermittlungen zur Brandursache zu beginnen. Ausführliche Brandermittlungen können allerdings erst losgehen, wenn das Feuer komplett gelöscht ist, erläutert Großert. Mit verlässlichen Informationen rechnet er erst nächste Woche. Bisher gebe es „null Komma null“ Erkenntnisse zur Brandursache. Zumindest statistisch ist es wahrscheinlich, dass der Waldbrand auf menschliche Ursachen zurückzuführen ist. Laut der aktuellen Waldbrandstatistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums gingen 2025 über 90 Prozent aller Waldbrände auf vorsätzliche oder fahrlässige menschliche Handlungen zurück. Dort, wo der Waldbrand am Möhnesee gestern Abend mutmaßlich ausgebrochen ist, führen viele Wanderwege entlang. Update vom 14. August, 12.40 Uhr: Zur Mittagsstunde gibt Kreisbrandmeister Thomas Wienecke ein neues Update: Demnach ist die Lage beim Waldbrand am Möhnesee unverändert: „Die Lage ist soweit stabil im Moment“, sagt er. Das Feuer sei weiterhin unter Kontrolle. Zwischen 80 und 120 Einsatzkräfte sind mittlerweile dauerhaft an der Einsatzstelle. „Wir tauschen ständig aufgrund der hohen Temperaturen und Belastung für die Einsatzkräfte“, so Wienecke. Auch Drohnen kommen zur Überwachung des Brandgebietes zum Einsatz. Die Bilder werden übereinandergelegt, „so sehen wir genau die Entwicklung vom Ausbruch bis hin zu jetzt“, erklärt Wienecke Um bei der Brandbekämpfung weiterzukommen, wird nach wie vor schweres Gerät benötigt. Gemeint ist der „Fire Fighter“ des Landesbetriebs Wald und Holz NRW. Das Fahrzeug kann laut Wienecke „in Bereiche rein, die für uns als Einsatzkräfte zu gefährlich sind oder schwer zugänglich“. In Nordrhein-Westfalen gibt es davon lediglich zwei Exemplare. Die Entwicklung im Bundesland angesichts der anderen Waldbrände werde dabei ebenfalls im Blick behalten. Update vom 14. August, 12.15 Uhr: Die Auswirkungen des Waldbrandes rund um den Möhnesee sind groß. Nicht nur das Torhaus, wo sich das Einsatzzentrum der Feuerwehr befindet, bleibt vorerst geschlossen. Die Betreiber teilen am Vormittag mit, dass sie frühestens um 19 Uhr wieder öffnen werden. Auch der Imbiss zur Taucherbude sagt, wegen des Waldbrandes zunächst nicht öffnen zu wollen. Auf der anderen Seite der Delecker Brücke sieht es anders aus: „Wir bleiben geöffnet, auch wenn der Betrieb bei uns stark eingeschränkt ist“, sagt die Geschäftsführerin des Cafés La Luna direkt am Kreisel in Delecke. „Wir wollen da bleiben für unsere Kunden, auch wenn es zurzeit sehr wenige sind, schließlich sind wir ein Eiscafé, das bei 35 Grad Eis anbietet.“ Die Kunden bleiben aus, weil sie von Süden wegen der Straßensperrung gar nicht auf die Nordseite des Möhnesee kommen. Das sagt die Gastronomie Wegen des Waldbrandes und des Großeinsatzes hätten die Kunden auch Angst, das spüre man definitiv, so die Geschäftsführerin. Viele Biker, die am Wochenende normalerweise am La Luna Station machen, blieben weg. Viele hätten auch Sorge, nicht nach Hause zu kommen. Viele Kunden reagierten vorsichtig und entschieden sich um, um einen Ausflug zu machen. „Wir wollen aber auf bleiben am Wochenende“, so die Geschäftsführerin. „Wir haben eigentlich keine Beeinträchtigung unseres Betriebs“, sagt Martin Bongwald, Leiter der Jugendherberge Möhnesee, die am Südufer des Ortsteils Körbecke liegt. Über die Delecker Brücke ist die Jugendherberge zurzeit wegen der Sperrung nicht zu erreichen. Man erkläre den Gästen, sie sollen über den Stockumer Damm anreisen, so Bongwald. So würde auch das Personal des Hauses die Jugendherberge erreichen. Stornierungen habe es bis jetzt keine gegeben, erklärt Martin Bongwald. Das vor kurzem neu eröffnete Restaurant „Osteria Nova“ ebenfalls am Fuße der Delecker Brücke in der Nähe des Kreisels ist am Freitag geöffnet und soll auch übers Wochenende geöffnet bleiben, das sagt Mitarbeiterin Lara Gunelach. Es sei wegen des Brandes weniger los, doch sollte die Situation stabil bleiben, bliebe des Restaurants „definitiv geöffnet“, so Gundelach. Update, vom 14. August, 10.45 Uhr: Rund 80 Einsatzkräfte sind am Freitagvormittag mit dem Löschen des Waldbrandes beschäftigt. Thomas Wienecke gibt ein kurzes Update zur aktuellen Situation: „Wir haben nach wie vor die Lage unter Kontrolle. Wir sind aber natürlich darauf vorbereitet, dass es auch schnell in die andere Richtung gehen kann.“ Update vom 14. August, 10.20 Uhr: Auch das noch: Während die Löscharbeiten des Waldbrandes weiterlaufen, kam es am Rande des Einsatzes kurzzeitig zu einem weiteren Brand. Eine benzinbetriebene Wasserpumpe stand plötzlich in Flammen. Kreisbrandmeister Thomas Wienecke erläutert: „Im fahrenden Betrieb müssen wir tanken, das lässt sich nicht anders machen. Dabei ist Benzin auf eine heiße Oberfläche gekommen und hat das Ganze entzündet.“ Das sei nichts Ungewöhnliches bei einem Einsatz dieser Größenordnung. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, eine Ersatzpumpe sei schon unterwegs. Bei den weiter entfernten Einsatzkräften in Delecke sorgte die Pumpe kurzzeitig für Aufregung. Sie meldeten eine plötzliche Rauchentwicklung über dem Wald und befürchteten einen neuen Brandherd. Es gab dann aber schnell Entwarnung. Update vom 14. August, 10.05 Uhr: Anders als gestern ist über dem Arnsberger Wald am Freitagmorgen keine deutliche Rauchwolke zu sehen. Trotzdem liegt in Soest wieder Brandgeruch in der Luft. Während der Wind gestern aus östlicher Richtung kam und die Rauchwolke in Richtung Ense, Wickede und Arnsberg drückte, kommt der Wind heute zunächst aus südlicher Richtung. Laut Wetterprognosen soll er am späten Nachmittag drehen und dann aus westlicher Richtung kommen. Update vom 14. August, 9.15 Uhr: Rund 60.000 Quadratmeter Wald sind derzeit von dem Waldbrand betroffen, erklärt Christian Böddeker, Leiter der Feuerwehr Möhnesee. Derzeit sind rund 60 Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung beschäftigt, weitere Einsatzkräfte werden im Laufe des Tages hinzukommen. „Die Einsatzmaßnahmen müssen immer noch sehr intensiv durchgeführt werden“, erklärt Böddeker. Wie lange der Einsatz noch dauern wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Die Feuerwehr rechnet damit, mindestens bis in den Nachmittag hinein im Einsatz zu bleiben. Für die Brandbekämpfung wurde eine gesicherte Wasserversorgung aufgebaut. Über eine lange Schlauchleitung wird Wasser von der B229 in den Wald transportiert. Rund 3000 bis 3500 Liter Wasser pro Minute werden in den Wald gepumpt, sagt Böddeker. Die B229 ist im Bereich des Einsatzortes, zwischen Delecke und Breitenbruch, weiterhin vollständig gesperrt. Die Feuerwehr bittet darum, den Bereich zu meiden. „Wir haben im Moment immer noch eine sehr hohe Waldbrandgefahr und jeder Mensch ist eine zusätzliche Waldbrandgefahr“, warnt Böddecker. „Je weniger hier los ist, desto besser können wir arbeiten.“ Das Restaurant Torhaus bleibt heute voraussichtlich bis mittags geschlossen, verkündete das Team auf Instagram. Update vom 14. August, 8.34 Uhr: Während die Feuerwehr am Möhnesee weiter den Waldbrand in Schach hält, sind die Einsatzkräfte auch an anderen Orten in NRW gefordert. Im Hürtgenwald musste sogar ein ganzer Ort evakuiert werden. Update vom 14. August, 6 Uhr: Feuerwehrsprecher Marc Schlunz beschreibt die Lage am Freitagmorgen als unverändert: „Die Situation ist so wie gestern Abend. Das Feuer hat sich nicht weiter ausgebreitet.“ Der Waldbrand sei weiterhin unter Kontrolle. In der Nacht waren Löschzüge aus Geseke, Hamm und Unna im Einsatz. Sie sicherten die Brandstellen und die Flanken, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Mit Tagesanbruch nimmt die Feuerwehr Möhnesee die Brandbekämpfung im Wald wieder auf. „Gegen 6.30 Uhr werden die Kräfte wieder in den Wald gehen“, erklärt Schlunz. Aufgrund der schwierigen Bedingungen – insbesondere der Topografie und der Dunkelheit im Wald – wurde in der Nacht bewusst auf einen Einsatz im unübersichtlichen Gelände verzichtet. Löscharbeiten werden noch Stunden andauern Für die weiteren Löscharbeiten werden voraussichtlich erneut überörtliche Kräfte benötigt. Bis zum Mittag sollen diese vermutlich in regelmäßigen Abständen nachalarmiert werden. Am Torhaus bleibt die Sammelstelle eingerichtet. Dort war auch die Einsatzleitung während der Nacht durchgehend vor Ort. Die Wasserversorgung der Einsatzkräfte ist weiterhin sichergestellt. Die Schlauchleitung verläuft über die B229 bis zum Wald. Die B229 bleibt wegen der Löscharbeiten daher „mindestens bis zum Mittag“ und möglicherweise darüber hinaus gesperrt. Update vom 14. August, 5.45 Uhr: Seit inzwischen mehr als 15 Stunden kämpft die Feuerwehr gegen den Waldbrand am Möhnesee. Am frühen Freitagmorgen teilten die Einsatzkräfte mit: „Die Lage ist weiter statisch.“ Bereits vor Einbruch der Nacht war es gelungen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Von dem Brand sind rund 58.000 Quadratmeter Waldfläche betroffen. Wegen der anhaltenden Löscharbeiten bleibt die B229 zwischen Delecke und Arnsberg-Breitenbruch weiterhin voll gesperrt. Nach Angaben der Feuerwehr wird die Sperrung mindestens bis zum heutigen Mittag aufrechterhalten. Mehr als 400 Kräfte im Einsatz [Erstmeldung] Seit Donnerstagnachmittag läuft am Möhnesee ein Feuerwehreinsatz mit hunderten Kräften. Ein Waldbrand hat sich auf eine Fläche von 58.000 Quadratmetern ausgebreitet. Zwischenzeitlich waren rund 480 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen, dem THW und der Polizei vor Ort. Für den Bereich des Arnsberger Waldes wurde über die App Nina eine Warnung vor Geruchsbelästigung herausgegeben. Diese konnte am Abend wieder zurückgenommen werden. Das Feuer konnte gegen 21 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Eine Entwarnung gab es jedoch noch nicht. Feuer am Möhnesee: Keine nächtlichen Arbeiten im Wald Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Marc Schlunz kann sich die Lage durch drehende Winde wieder verschärfen. Die örtlichen Kräfte wurden am späten Abend abgelöst. Einsatzkräfte aus Geseke, Hamm und Unna machten sich für die Nacht auf den Weg zum Möhnesee. Marc Schlunz erklärte, dass jedoch nachts aus Sicherheitsgründen nicht auf der Waldfläche gearbeitet werde. Kreisbrandmeister Thomas Wienecke lobt die Einsatzkräfte in einer Mitteilung: „Es ist herausragend, was die Einsatzkräfte bei der Hitze und der großen körperlichen Anstrengung bei diesem Waldbrand leisten.“ Bei den hohen Temperaturen ist der Einsatz besonders belastend für die Feuerwehrleute. Unterstützt wurden sie anfangs auch von Mitarbeitern von Wald und Holz, die mit Spezialgeräten Schneisen rund um den Brand fräsen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Auch Einsatzkräfte von Feuerwehren aus dem Kreis Paderborn waren vor Ort. Diese legten laut Schlunz eine Schlauchleitung vom Südufer des Möhnesees in den Wald, um für die Nacht eine sichere Wasserversorgung zu gewährleisten. Auf dem Möhnesee-Turm hatte die Drohneneinheit des Kreises Soest die Lage stets im Blick. Von dort aus ließen die Einsatzkräfte immer wieder drei Drohnen fliegen, um stündlich eine Lagemeldung an die Einsatzleitung über die Ausbreitung des Brandes zu geben.

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