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Waldbrand in Andalusien: Andalusische Regierung vermutet viele Touristen unter Waldbrandopfern

Welt

Ein Waldbrand in Andalusien hat bisher 6.600 Hektar Land zerstört und mindestens 12 Menschen getötet, darunter mehrere Briten und Belgier, sagen Behörden. Man müsse aber die Identifizierung der Toten abwarten. Viele Menschen werden noch vermisst. Bei der Tragödie in der Nähe von Almería starben nach Angaben der andalusischen Regierung mindestens zwölf Menschen, 23 weitere Personen gelten immer noch als vermisst. Es handelt sich demnach um Personen, die vor den Flammen fliehen wollten, dabei jedoch eine falsche Fluchtroute gewählt hätten. Regionalpräsident Juanma Moreno und Bürgermeister betroffener Ortschaften sagten, vor allem Ausländer hätten die Evakuierungsaufrufe missachtet. Dies habe wahrscheinlich zum Ausmaß der Tragödie beigetragen. Viele der Toten seien in der Nacht zum Freitag in einem Fahrzeug sowie auf den Straßen von den Flammen eingeschlossen worden und verbrannt. Defekte Stromleitung als Auslöser vermutet Als Ursache des Brandes wird eine kaputte Stromleitung vermutet. Das Feuer war nach Angaben der Regionalregierung am Donnerstagnachmittag in Los Gallardos in der Nähe von Bédar nordöstlich von Almería ausgebrochen und verwüstete bisher 6.600 Hektar Wald- und Ackerland in der Gegend in der Nähe der Mittelmeerküste. Eine Autobahn und mehrere Landstraßen waren gesperrt worden. Die A7 ist mittlerweile wieder freigegeben. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich erschüttert über die Todesfälle bei dem Waldbrand. »Die Nachrichten über die Feuerkatastrophe in Andalusien sind bestürzend«, schrieb er Onlinedienst X. Er habe dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez seine Anteilnahme ausgesprochen und hoffe, dass die vielen Verletzten und Angehörigen der Opfer »Trost finden«. Regierung und Polizei bleiben hoffnungsvoll Zuletzt entwickelte sich die Lage günstig: Eine höhere Luftfeuchtigkeit und schwächere Winde erleichterten nach Angaben der Einsatzkräfte die Löscharbeiten. Teile des Feuers seien bereits nahezu stabilisiert, teilte der Präsidentschaftsminister der Zentralregierung, Félix Bolaños, mit. Die Lage bleibe aber in einigen Abschnitten schwierig. Am Samstag seien erstmals seit dem Brandausbruch am Donnerstag Löscharbeiten im »Angriffsmodus« möglich, sagte der andalusische Katastrophenschutzminister Antonio Sanz. Hohe Temperaturen von rund 35 Grad und starker Wind hätten die Löscharbeiten zuvor erschwert und nur einen »defensiven Einsatz« zugelassen. »Wir können den heutigen Tag mit besseren Aussichten als gestern angehen«, sagte Sanz. Hunderte Feuerwehrleute und Soldaten sind im Kampf gegen die Flammen im Einsatz. Unter anderem mit 30 Löschflugzeugen und Hubschraubern. Auch Drohnen unterstützen die Löscharbeiten. »Was uns derzeit Sorgen bereitet, sind diese 23 Menschen, die als vermisst gelten«, sagte Regionalpräsident Moreno. »Das bedeutet aber nicht, dass sie tot sind.« Chef der regionalen Polizei, Luis Ortega, versicherte, man suche die Vermissten »von Haus zu Haus«. Auch er gab sich hoffnungsvoll: »Ich glaube nicht, dass wir noch viele Leichen entdecken werden.« Etwa 1.500 Menschen wurden bisher evakuiert und in Notzelte gebracht. 400 teils ältere Menschen seien an sichere Orte gebracht worden. »Durch die Evakuierungen wurden viele Menschenleben gerettet«, sagte Gesundheitsminister Sanz.

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