Waldbrand in Belgien nahe der deutschen Grenze unter Kontrolle
Nach sieben Tagen ist der größte Waldbrand in Belgien seit mehr als 100 Jahren nach Angaben der örtlichen Behörden "vollumfänglich" unter Kontrolle. Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der Grenze zu Deutschland "dürfte sich nicht weiter ausbreiten, sofern die Wetterbedingungen ähnlich wie derzeit bleiben", erklärten die zuständigen Behörden der Provinz Lüttich. Im Osten gehen die Arbeiten gegen das Feuer weiter Im westlichen Teil des Brandgebiets gelte das Feuer als vollständig gebändigt, hieß es. Jedoch müssten die Löscharbeiten insbesondere im Osten des Brandgebiets nahe der deutschen Grenze noch fortgesetzt werden. Auch in der unmittelbaren Umgebung der verbrannten Flächen seien die Bodentemperaturen noch "extrem hoch". Die Situation sei weniger stabil, man sei jedoch optimistisch, sagte der Beauftragte für Krisenkommunikation des Gouverneurs, Tony Hosmans, der Nachrichtenagentur dpa. Die Wetterbedingungen sollen bis zum Abend günstig bleiben. Anschließend sollte das Gebiet mit Drohnen des Zivilschutzes überwacht werden, um ein mögliches erneutes Aufflammen von Brandherden zu erkennen. Belgische Einsatzkräfte übernehmen Den Angaben zufolge waren zuletzt noch insgesamt 350 Einsatzkräfte an der Bekämpfung des Brandes beteiligt, unter ihnen auch deutsche Feuerwehrleute, die jetzt abgezogen werden. Sie sollen nach ihrem Abzug durch belgische Feuerwehrleute ersetzt werden. Die Löschflüge wurden unterdessen fortgesetzt. Den Angaben zufolge waren zwei deutsche Hubschrauber, zwei norwegische Hubschrauber, ein Hubschrauber der belgischen Bundespolizei sowie zwei schwedische Flugzeuge im Einsatz. Das Feuer hatte seit Freitag rund 3.000 Hektar zerstört. Es ist der größte Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911, als es im selben Gebiet während einer ähnlichen Trockenperiode wie in diesem Jahr zu verheerenden Bränden gekommen war.