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Waldbrand in den Niederlanden: Feuer im Naturschutzgebiet unter Kontrolle

Nation

Der Waldbrand im niederländischen Naturschutzgebiet Boschhuizerbergen nahe Venray schwelt auch am Mittwoch, 5. August, am dritten Tag weiter. Allerdings hat die Sicherheitsregion Limburg-Nord am Mittwochnachmittag Entwarnung gegeben: „Der Brand bei den Boschhuizenbergen in Oostrum ist unter Kontrolle, aber noch nicht vollständig gelöscht.“ Zuvor war die Reaktionsstufe bereits von drei auf eins herabgesetzt worden. „Die Nachlöscharbeiten haben begonnen, und die Feuerwehr wird das Gebiet weiterhin überwachen, um sicherzustellen, dass etwaige erneute Aufflammungen schnell erkannt werden“, teilten die Behörden mit. Am Mittag hatte bereits der Kreis Kleve seine Warnung vor Brandrauch und Geruchsbelästigungen aufgehoben, um 13.31 Uhr meldete die Warnapp Nina Entwarnung. Die Sicherheitsregion Limburg-Nord appellierte weiter, das Naturschutzgebiet nicht zu betreten: „Das Gebiet ist weiterhin gefährlich. Halten Sie sich von der Umgebung der Boschhuizenbergen fern und geben Sie den Einsatzkräften, die sich noch vor Ort befinden, den nötigen Freiraum.“ Die Löschhubschrauber des niederländischen Militärs, die am Dienstag zwischen dem Brandort und der Maas pendelten, blieben am Mittwoch bereits am Boden. „Derzeit handelt es sich vorwiegend um einen Bodenbrand, bei dem die Flammen unter oder nahe am Waldboden schwelen. Ein Kronenfeuer – bei dem sich der Brand durch die Baumwipfel ausbreitet – findet praktisch nicht mehr statt“, erklärte die Sicherheitsregion mit. Da Löscheinsätze aus der Luft gegen Bodenbrände nur begrenzt wirksam sind, erfolge die Brandbekämpfung hauptsächlich durch Einheiten am Boden, die von den Wegen aus operieren. Die niederländische Feuerwehr wird von zwei belgischen Löschzügen unterstützt, die bei der Brandbekämpfung und der Überwachung des Geländes helfen. Zudem wurden Einheiten aus den Sicherheitsregionen Utrecht und IJsselland entsandt; sie setzen spezielle Beregnungssysteme ein, um den Boden feucht zu halten und die Temperaturen im Erdreich sowie in der Vegetation weiter zu senken. Am Dienstag hatte Venrays Bürgermeister Michiel Uitdehaag eine Notverordnung erlassen, das Betreten des ausgewiesenen Gebiets ist verboten. „Die Bekämpfung dieses Feuers gestaltet sich äußerst schwierig. Der Brandherd liegt in einem schwer zugänglichen Gebiet; zudem herrscht seit Langem Trockenheit, und der Wind ist unberechenbar“, sagte Uitdehaag am Dienstagnachmittag. „Infolgedessen flammt das Feuer immer wieder auf, was die Lage für die Einsatzkräfte zur Herausforderung macht. Unser Schwerpunkt liegt darauf, den Brand auf das betroffene Gebiet zu begrenzen.“ Am Montag war zunächst eine Fläche von 20 Hektar Größe in Brand geraten, in der Nacht zu Dienstag waren dann bereits 100 Hektar Wald in dem Gebiet betroffen. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen mit einem Großaufgebot, auch Löschhubschrauber des niederländischen Militärs waren im Einsatz. Die Gefahrstufe wurde im Laufe des Tages auf Stufe drei erhöht. Kostenpflichtiger Inhalt Auch im Kreis Kleve waren Rauchschwaden sichtbar und Rauchgeruch deutlich wahrnehmbar. Am Dienstagabend zeigten sich die Behörden in den Niederlanden bereits vorsichtig optimistisch: „Das Feuer bleibt auf den abgesperrten Bereich beschränkt; die Löscharbeiten dauern an. An verschiedenen Stellen flammt das Feuer zwar gelegentlich wieder auf, doch geschieht dies innerhalb der von der Feuerwehr eingerichteten Eindämmungslinien.“ In diesen Bereichen sorgen die Einsatzkräfte dafür, dass so wenig brennbares Material wie möglich vorhanden ist – etwa durch das Entfernen von Vegetation, das Befeuchten des Bodens oder die Nutzung bereits vorhandener Wege und Straßen. Allerdings gibt es noch ein weiteres Problem: Möglicherweise gibt es Bomben oder Munition aus dem Zweiten Weltkrieg in dem Gebiet. Ein Berater des Kampfmittelräumdienstes wurde angefordert. Während des Zweiten Weltkriegs fanden in und um Venray heftige Kämpfe statt. „Die Einsatzkräfte haben den Kampfmittelräumdienst hinzugezogen, um sich hinsichtlich möglicher Blindgänger und Munition und deren Auswirkungen auf die Löscharbeiten beraten zu lassen. Die Feuerwehr ist sich dieser Risiken stets bewusst und berücksichtigt sie bei ihrem Vorgehen.“ Die Entwicklung in der Grenzregion wird natürlich auch auf deutscher Seite ganz genau verfolgt. Die Gemeinde Weeze grenzt direkt an Venray. Weezes Bürgermeister Georg Koenen hat daher ganz genau im Blick, was sich in der Region tut. Noch sei er von den Bürgermeistern aus den Niederlanden nicht direkt angesprochen worden, die heimischen Feuerwehren würden aber im ständigen Austausch mit den Kollegen in den Niederlanden stehen. Man müsse natürlich aufmerksam sein. „Es macht dich schon nachdenklich, wenn du morgens in Weeze aus dem Haus gehst und da ist dann so ein intensiver Brandgeruch in der Luft“, sagt Koenen. Man müsse höllisch aufpassen, dass es nicht auch auf deutscher Seite zu Waldbränden komme. Er appelliert daher an alle, vernünftig zu sein und offenes Feuer im Wald bei der Hitze und Trockenheit auf jeden Fall zu unterlassen. Auch auf das Abflämmen von Unkraut sollte man momentan verzichten.

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