DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,70 % 52.470,97 Pkt 19:18:50 S&P 500 +2,19 % 7.476,53 Pkt 19:18:49 Nasdaq +3,50 % 25.297,48 Pkt 19:18:49 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold -0,03 % 4.098,90 USD 19:08:39 Silber -2,03 % 57,62 USD 19:08:46 Brent +1,10 % 90,01 USD 19:03:24 WTI +1,20 % 84,59 USD 19:08:47 Bitcoin -2,94 % 62.819,17 USD 19:18:48 EUR/USD +0,51 % 1,15260 USD 19:18:22 EUR/GBP -0,29 % 0,85530 GBP 19:18:49 EUR/CHF -0,13 % 0,93150 CHF 19:18:49 EUR/JPY -1,89 % 183,721 JPY 19:18:49

Waldbrände im Überblick: Lage in der Türkei und Griechenland angespannt - deutliche Fortschritte auf Kreta

Welt

Während sich die Waldbrand-Lage in Frankreich und Spanien entspannt und Tausende Evakuierte nach Hause zurückkehren, kämpfen Feuerwehrkräfte auf Kreta und in der Türkei weiter gegen die Flammen. Orkanartiger Wind erschwerte dabei auf der griechischen Ferieninsel den Einsatz gegen die Feuer. Angesichts der zerstörerischen Brände mahnten die Vereinten Nationen (UN) mehr Klimaschutz und eine rasche Reduzierung der Treibhausgasemissionen an. „Dieser Sommer ist eine tragische Mahnung: Kein Land, wie wohlhabend es auch sein mag, ist immun gegen die Klimakrise“, sagte Mirey Atallah, die beim UN-Umweltprogramm für Klimaanpassung und Resilienz zuständig ist. „Doch die Kapazitäten spielen eine entscheidende Rolle. Verstärkte Frühwarnsysteme, Hitzeschutzpläne, die Sicherstellung der Wasserversorgung und öffentliche Dienstleistungen mit besonderem Fokus auf ältere Menschen, im Freien arbeitende Menschen und andere gefährdete Gruppen können helfen.“ Ein Überblick über die Lage in den von großen Feuern betroffenen Ländern: Griechenland Zwei große Waldbrände halten die Einsatzkräfte in Griechenland weiter in Atem. Besonders kritisch ist die Lage rund 60 Kilometer nordwestlich von Athen. Dort breiten sich die Flammen nach Behördenangaben auf einer kilometerlangen Front aus. Örtlichen Medien zufolge mussten im Gebiet Agios Wasileios Hunderte Menschen mit Booten in Sicherheit gebracht werden, nachdem sie von den Flammen eingeschlossen worden waren. Ein weiterer größerer Brand wütet auf der Halbinsel Peloponnes nahe Porto Heli. Auch dort wurden zahlreiche Dörfer vorsorglich evakuiert, berichtete der griechische Rundfunk ERT. Starke Winde erschweren nach Angaben der Feuerwehr die Löscharbeiten aus der Luft. Löschflugzeuge und Hubschrauber können nur eingeschränkt eingesetzt werden. Auf Kreta setzte die Feuerwehr unterdessen ihre Einsätze fort. Die Lage habe sich deutlich entspannt, berichteten örtliche Medien. Eine Entwarnung könne jedoch weiterhin nicht gegeben werden, da auffrischender Wind die Brände jederzeit wieder anfachen könnte, warnte der Zivilschutz. Für weite Teile Griechenlands gilt nach Behördenangaben auch am Samstag die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Die Einsatzkräfte bleiben deshalb in erhöhter Alarmbereitschaft. Türkei Nach drei Tagen im Dauereinsatz konnte die türkische Feuerwehr den Großteil der Waldbrände unter Kontrolle bringen, die im Westen und Süden des Landes lodern. Wie das Gouverneursamt von Balikesir mitteilte, wurden zwei Personen in Untersuchungshaft genommen wegen des Verdachts, durch Schweißarbeiten den Brand ausgelöst zu haben. Die Feuerwehrleute seien weiterhin im Einsatz, um den andauernden Brand in der Provinz Aydin an der Ägäis zu bekämpfen. Laut einer Zwischenbilanz von Umweltminister Murat Kurum kamen in Antalya, Mugla und Balikesir insgesamt 65 Gebäude zu Schaden. Wie die private Nachrichtenagentur DHA meldete, sind in Mugla rund 5000 Hektar Wald- und Agrarfläche abgebrannt – eine Fläche halb so groß wie Paris. Um weitere Brände zu verhindern, verbieten türkische Gouverneursämter im Sommer meist, bestimmte Wälder zu betreten. Ein entsprechendes Verbot wurde bereits für die Hauptstadtregion Ankara erlassen. Landesweit mussten Einsatzkräfte bei 169 Bränden eingreifen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur den Forstminister Ibrahim Yumakli. Frankreich An der französischen Atlantikküste stabilisierte sich die Lage nach Angaben der Präfektur in Bordeaux, obwohl die Feuerwehr weiterhin Brandherde auf der 42.000 Hektar großen Brandfläche bekämpfte. Sinkende Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit begünstigten die Arbeit der Einsatzkräfte. Die Präfektur entschied am Mittag, dass die Bewohner zweier weiterer evakuierter Orte sowie Urlauber, die von Campingplätzen des Badeortes Lacanau evakuiert worden waren, zurückkehren können. Damit haben inzwischen gut 160.000 der 224.000 evakuierten Menschen nach Hause zurückkehren können. Ab Samstag ist außerdem das Eisenbahnnetz südlich von Bordeaux wieder befahrbar, kündigte der Transportminister an. Experten untersuchten das zuvor wegen der Brände gesperrte rund 160 Kilometer lange Schienennetz auf mögliche Schäden. Spanien In Spanien sind die verheerenden Waldbrände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo inzwischen weitgehend eingedämmt, die meisten Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen wurden aufgehoben. Erleichterung gab es auch aus der Provinz Castellón im Osten des Landes: Der große Waldbrand im Gebiet Vall d’Uixó nördlich von Valencia breitet sich nach Behördenangaben nicht weiter aus. Dagegen kämpften Einsatzkräfte des Militärs in der Nacht zum Freitag in einem Naturpark in der Provinz Zamora nahe der Grenze zu Portugal weiter gegen Flammen an, wie es in einem Post der Militärischen Kriseneinheit UME am Vormittag hieß.

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