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Waldbrände in Europa: Wo es gerade brennt

Nation

Ein großer Teil Europas leidet derzeit unter einer Hitzewelle. Durch trockene Pflanzen steigt auch das Risiko von Waldbränden. Die Feuer zerstörten bereits große Flächen, viele Menschen fliehen vor den Flammen. Im Südwesten Frankreichs wurden seit Donnerstag 1.580 Hektar Land verwüstet. Das Feuer war in einem trockenen Kiefernwald ausgebrochen und am Freitag zunächst gebremst worden. In der Nacht zum Samstag flammte der Brand nach Behördenangaben aber wieder auf. Insgesamt 650 Menschen mussten das Gebiet verlassen, wie der Präfekt des Départements Landes, Gille Clavreul, mitteilte. Die Flammen hätten keine Wohnhäuser erreicht. "Das Feuer entwickelte sich eher gut. Nur es ist gegen 4.30 Uhr wieder aufgeflammt", sagte der Leiter der Einsatzkräfte in dem Département, Arnaud Fabre. Etwa 500 Feuerwehrleute und vier Löschflugzeuge waren gegen die Flammen in der Nähe des Dorfes Luglon im Einsatz, knapp 100 Kilometer südlich der Stadt Bordeaux. "Sie haben es mit großer Anstrengung unter Kontrolle bekommen." Die Ursache für den Brand ist noch ungeklärt. Feuer in Waldgebiet nahe belgisch-deutscher Grenze Im Osten Belgiens breitet sich ein Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze rasch aus. Die Flammen zerstörten bis zum frühen Samstagnachmittag mindestens 1.600 Hektar Vegetation, wie belgische Behörden der Nachrichtenagentur AFP mitteilten. Das Feuer war am Freitagmittag in dem Waldgebiet in der Nähe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen. Verstärkung aus ganz Belgien sowie aus Deutschland wurde mobilisiert. Der belgische Verteidigungsminister Theo Francken erklärte, drei Löschfahrzeuge seien auf dem Weg, um Unterstützung zu leisten. Die Behörden riefen bisher nicht zu Evakuierungen auf. Auch im Nordosten Spaniens kämpfen Feuerwehrleute weiter gegen die Flammen an, die nach Angaben der Behörden in der Region Aragón bereits 15.000 Hektar Land zerstörten und mehrere Ortschaften bedrohen. Mehr als 1.000 Menschen in 18 Orten mussten ihre Häuser verlassen. Ein Brand bei Niebla in der Provinz Huelva vernichtete bereits eine Fläche von mehr als 38.000 Hektar. Burnham: Dem Klimawandel stellen In Großbritannien zerstörten Wald- und Vegetationsbrände mehrere Gebäude. Besonders schwer betroffen war die Stadt Stourbridge südwestlich von Birmingham. Bei einem Besuch vor Ort sagte Premierminister Andy Burnham, Großbritannien müsse sich dem Klimawandel stellen und den Umstieg auf saubere Energie beschleunigen. "Ich habe in Großbritannien noch nie solche Szenen gesehen, wo ein ganzes Haus ausgebrannt und rauchend daliegt", sagte er. Burnham, der erst letzten Monat an die Macht kam, wurde dafür kritisiert, den Klimawandel nicht schon früher direkt angesprochen zu haben, obwohl Großbritannien seit Wochen mit weit verbreiteter Dürre, extremer Hitze und Waldbränden zu kämpfen hat. Angesichts von 37 Bränden im ganzen Land am Freitag bezeichnete der Premierminister Großbritannien als "Pulverfass" und warnte davor, im Freien Feuer zu machen. Gleichzeitig verhängte die Regierung ein Verbot für den Verkauf von Einweggrills. Burnham kündigte ein Treffen mit den Feuerwehren an und räumte ein, dass die Regierung nicht genügend Ressourcen zur Bekämpfung der Waldbrände bereitgestellt habe. Touristen in Kroatien fliehen in Notunterkünfte In Kroatien meldete die Polizei den Fund einer Leiche in verbranntem Buschwerk nahe einem Dorf bei Split. Der Brand war am Donnerstagabend in einem Vorort der Küstenstadt Omis ausgebrochen und breitete sich angefacht von starkem Wind rasch aus. Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders HRT näherten sich die Flammen dem Stadtzentrum. Teile von Omis waren zeitweise ohne Strom, mehrere Autos brannten aus, Gebäude wurden zerstört. Mehrere Personen wurden in Split ins Krankenhaus eingeliefert, Klinikangaben zufolge werden zehn Verletzte unter anderem mit schweren Verbrennungen auf der Intensivstation behandelt. Nach Feuerwehrangaben ist der Brand bei Omis einer der schlimmsten in der Geschichte Kroatiens. Viele Touristen sind in Notunterkünften untergebracht. Feuer auch in Montenegro, Serbien, Albanien und Griechenland Auch in anderen Ländern auf dem Balkan wüteten angesichts extremer Temperaturen und zunehmender Trockenheit Brände. In Montenegro kämpfen Einsatzkräfte seit Tagen gegen Feuer entlang der Küste, Brände wurden auch in Albanien gemeldet - nahe der Hauptstadt Tirana.

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