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Waldbrände in Frankreich und Spanien: Emmanuel Macron beruft wegen Waldbränden Krisensitzung ein

Welt

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Waldbrände im Südwesten des Landes eine Krisensitzung angesetzt. Im Département Gironde um die Großstadt Bordeaux herum sind in den vergangenen Tagen durch Waldbrände 42.000 Hektar (420 Quadratmeter) Land verwüstet worden, 220.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Das Waldbrandgebiet war am Sonntag auf 15 Kilometer an das Ballungsgebiet von Bordeaux herangerückt. In der Nacht sei die Lage »stabil« geblieben, teilte die örtliche Präfektur mit. Einsatz- und Rettungskräfte seien »weiterhin in vollem Umfang im Einsatz und setzen ihre Aufgaben vor Ort fort.« Nach französischen Regierungsangaben sind in dem Gebiet mehr als 5.000 Feuerwehrleute, Soldaten und Polizisten im Einsatz. Hitzewelle könnte Brandbekämpfung erschweren Für Befürchtungen, die Lage könne sich wieder verschlimmern, sorgt die Wetterprognose: Am Dienstag wird im Südwesten Frankreichs starke Hitze mit Temperaturen von mehr als 40 Grad erwartet. Weitere Evakuierungen wurden zwar nicht angekündigt. Angesichts der bevorstehenden touristischen Hochsaison im August ergriffen die örtlichen Behörden jedoch Maßnahmen, um Touristen fernzuhalten. So wurde etwa die Aufnahme von Kindern sowie Menschen mit Behinderungen in Ferienlagern in der Region untersagt. Der französische Finanzminister Roland Lescure verglich die Feuer mit einem »Donnerschlag« für die örtliche Wirtschaft. Auch in Spanien ist es in den vergangenen Tagen an mehreren Orten zu Waldbränden gekommen, bei denen 77.000 Hektar (770 Quadratkilometer) Fläche zerstört wurden. In der Nähe von Madrid zeichnen sich jedoch Fortschritte beim Kampf gegen die Flammen ab. So sollen im Laufe des heutigen Montags die ersten zuvor in Sicherheit gebrachten Personen zurückkehren können, sagte ein Regierungsvertreter. Feuer in Spanien noch nicht unter Kontrolle Demnach planen die Behörden, einen Campingplatz in El Escorial westlich von Madrid wiederzueröffnen, aus dem zuvor 4.500 Menschen in Sicherheit gebracht worden sind. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner eines geräumten Seniorenheims westlich der Hauptstadt sollen zurückkehren können. Die Rückkehrmaßnahmen hingen jedoch von der aktuellen Situation ab, warnte die Regionalregierung. Derzeit seien die Feuer noch nicht unter Kontrolle. Rettungskräften zufolge erschweren derzeit Windböen von bis zu 30 Kilometern pro Stunde die Löscharbeiten. Seit Beginn der Brände mussten in der Umgebung Madrids sowie nahe Valencia insgesamt 75.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

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